{"id":1,"date":"2010-11-28T09:37:18","date_gmt":"2010-11-28T09:37:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.freunde-guter-musik-berlin.de\/wp\/?p=1"},"modified":"2014-01-02T14:23:31","modified_gmt":"2014-01-02T14:23:31","slug":"hallo-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freunde-guter-musik-berlin.de\/?p=1","title":{"rendered":"Cory Arcangel"},"content":{"rendered":"<p>28.11.2010<br \/>\nNationalgalerie im Hamburger Bahnhof<br \/>\nMuseum f\u00fcr Gegenwart\u2013Berlin &#8211; Aktionsraum<\/p>\n<p><strong>Music for Stereos<br \/>\n<\/strong>Performance | Composition<\/p>\n<p>Liveprogramm zur Ausstellung<br \/>\n\u00bbHere Comes Everybody\u00ab von Cory Arcangel<br \/>\n30.11. 2010 \u2013 01.05. 2011<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.freunde-guter-musik-berlin.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/IMGK3600.jpg\" rel=\"lightbox[1]\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2797\" title=\"IMGK3600\" src=\"http:\/\/www.freunde-guter-musik-berlin.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/IMGK3600-300x226.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"226\" srcset=\"https:\/\/www.freunde-guter-musik-berlin.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/IMGK3600-300x226.jpg 300w, https:\/\/www.freunde-guter-musik-berlin.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/IMGK3600-1024x771.jpg 1024w, https:\/\/www.freunde-guter-musik-berlin.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/IMGK3600-260x196.jpg 260w, https:\/\/www.freunde-guter-musik-berlin.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/IMGK3600-185x140.jpg 185w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Im Rahmen der Veranstaltungsreihe \u00bbMusikwerke Bildender K\u00fcnstler\u00ab,<strong> <\/strong>die seit 1999 von Freunde Guter Musik Berlin e.V. in Zusammenarbeit mit der Nationalgalerie und weiteren Partnern durchgef\u00fchrt wird, findet am 28. November die erste Live-Performance des in New York lebenden K\u00fcnstlers und Musikers Cory Arcangel in Berlin statt. In seiner Komposition <strong>\u00bbMusic for Stereos\u00ab<\/strong> hat der K\u00fcnstler, ausgehend von dem Song \u00bbKnockout\u00ab von Lil Wayne, eine Gruppe von Popsongs zusammengestellt, die er an diesem Abend pr\u00e4sentiert; dabei hantiert er auf der B\u00fchne mit aufw\u00e4ndig designten low-end Stereoanlagen.<\/p>\n<p>Die Performance findet statt als Auftakt zu seiner Ausstellung <strong>\u00bbHere Comes Everybody\u00ab<\/strong> im Hamburger Bahnhof. Im Zentrum der Ausstellung steht die Doppelprojektion \u00bba couple thousand short films about Glenn Gould\u00ab von 2007. In dieser Videoinstallation \u00fcbertr\u00e4gt Cory Arcangel eine klassische Partitur auf vorgefundenes Material: Aus insgesamt 1.106 Einzelbildern aus verschiedenen Videoclips zusammengesetzt, die er aus dem Internet gezogen und mit einer selbst entwickelten Software bearbeitet hat, ist hier eine verbl\u00fcffende Videoversion der 1. Variation aus den Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach zu erleben. In atemberaubendem Tempo wechseln die Bilder von verschiedenen Personen an unterschiedlichen Instrumenten, die jeweils eine Note des St\u00fccks spielen. Die schon von dem Pianisten Glenn Gould genutzte M\u00f6glichkeit, f\u00fcr seine Schallplattenproduktionen Ausschnitte aus verschiedenen Aufnahmen zusammenzusetzen, wird hier auf humorvolle Weise ad absurdum gef\u00fchrt.<\/p>\n<p><strong>Cory Arcangel<\/strong> (*1978 Buffalo, NY) setzt sich in seinen Arbeiten mit Praktiken und Mythen der Internet-Kultur, der Pop-Musik und der experimentellen Musik auseinander. Er nutzt und modifiziert verf\u00fcgbare Computerprogramme und entwickelt seine eigenen Programmierungen, um Bild- und Soundmaterial zu verarbeiten. Dabei interessieren ihn nicht nur die aktuellsten Trends in der Unterhaltungsindustrie und in der allt\u00e4glichen Nutzung des Internets, sondern er reflektiert auch das rasche Veralten von Technologien und Codes. Zu seinen Arbeiten geh\u00f6ren Videoinstallationen, skulpturale Werke, Internetprojekte und Musikperformances, die seit 2002 in zahlreichen internationalen Kunstinstitutionen gezeigt wurden.<\/p>\n<p>Nach dem Abschluss seines Studiums 2000 am Oberlin Conservatory of Music in Ohio erlangte Arcangel 2002 erste Aufmerksamkeit in der Kunstwelt mit seiner Videoarbeit \u00bbSuper Mario Clouds\u00ab, in der er den Programmchip aus dem Computerspiel-Klassiker der 1980er Jahre entfernte und durch einen selbstgebauten Chip ersetzte; aus dem Originalspiel blieben nur die endlos ziehenden Wolken erhalten.<\/p>\n<p>Seit 2006 verwendet Cory Arcangel auch musikalische Kompositionstechniken der 1960er Jahre zur Bearbeitung des zumeist vorgefundenen Bild- und Soundmaterials: In \u00bbUntitled (After Lucier)\u00ab (2006) ist es der digitale Videoloop eines legend\u00e4ren Fernsehauftritts der Beatles, dessen Bild durch ein von ihm geschriebenes Programm, mit Verweis auf die ber\u00fchmte Arbeit \u00bbI am sitting in a room\u2026\u00ab\u00a0 von Alvin Lucier, schrittweise, bis zur v\u00f6lligen Abstraktion komprimiert wird. Und auch in der Videoarbeit \u00bbSweet 16\u00ab aus dem selben Jahr wird das Ausgangsmaterial, in diesem Fall zwei kurze Segmente aus dem Guns N\u2019 Roses-Video \u00bbSweet Child O\u2019 Mine\u00ab, durch einen kompositionstechnischen Eingriff ver\u00e4ndert. In dieser Doppelprojektion bedient sich Arcangel der Technik des <em>phasing<\/em> von Steve Reich, bei der die beiden sich wiederholenden Videosequenzen teils phasenverschoben, teils wieder synchron zueinander gespielt werden.<\/p>\n<p>In seiner Ausstellung im Hamburger Bahnhof wendet Cory Arcangel das Prinzip des <em>phasing<\/em> auf kinetische Skulpturen an, wodurch ein einfaches Regalsystem zum Tanzen gebracht wird. Weiterhin zu sehen sind u.a. zwei Videoarbeiten, in denen Material aus You Tube-Filmen zu einem Arnold Sch\u00f6nberg-Musikvideo zusammengeschnitten bzw. ein Videoclip von Jimi Hendrix einem handels\u00fcblichen <em>Auto-Tune<\/em>-Programm ausgesetzt wird.<\/p>\n<p><strong>Kuratorinnen:<\/strong><br \/>\nIngrid Buschmann, Freunde Guter Musik Berlin e.V.<br \/>\nGabriele Knapstein, Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof<\/p>\n<p>Eine Veranstaltung von Freunde Guter Musik Berlin e.V. in Zusammenarbeit mit Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof, Museum f\u00fcr Gegenwart \u2013 Berlin.\u00a0Gef\u00f6rdert durch Initiative Neue Musik Berlin e.V. Mit Unterst\u00fctzung durch\u00a0Galerie Thaddaeus Ropac, Paris\/Salzburg.<\/p>\n<p><strong> Weitere Informationen:<\/strong><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.musikwerke-bildender-kuenstler.de\" target=\"_blank\">www.musikwerke-bildender-kuenstler.de<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.coryarcangel.com\" target=\"_blank\">www.coryarcangel.com<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>28.11.2010 Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof Museum f\u00fcr Gegenwart\u2013Berlin &#8211; Aktionsraum Music for Stereos Performance | Composition Liveprogramm zur Ausstellung \u00bbHere Comes Everybody\u00ab von Cory Arcangel 30.11. 2010 \u2013 01.05. 2011 Im Rahmen der Veranstaltungsreihe \u00bbMusikwerke Bildender K\u00fcnstler\u00ab, die seit 1999 von Freunde Guter Musik Berlin e.V. in Zusammenarbeit mit der Nationalgalerie und weiteren Partnern durchgef\u00fchrt wird, findet am 28. November die erste Live-Performance des in New York lebenden K\u00fcnstlers und Musikers Cory Arcangel in Berlin statt. In seiner Komposition \u00bbMusic for Stereos\u00ab hat der K\u00fcnstler, ausgehend von dem Song \u00bbKnockout\u00ab von Lil Wayne, eine Gruppe von Popsongs zusammengestellt, die er an diesem Abend pr\u00e4sentiert; dabei hantiert er auf der B\u00fchne mit aufw\u00e4ndig designten low-end Stereoanlagen&#8230;.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":2797,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[31,3],"tags":[43,13,15],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freunde-guter-musik-berlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freunde-guter-musik-berlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freunde-guter-musik-berlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freunde-guter-musik-berlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freunde-guter-musik-berlin.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1"}],"version-history":[{"count":32,"href":"https:\/\/www.freunde-guter-musik-berlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2810,"href":"https:\/\/www.freunde-guter-musik-berlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1\/revisions\/2810"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freunde-guter-musik-berlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/2797"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freunde-guter-musik-berlin.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freunde-guter-musik-berlin.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freunde-guter-musik-berlin.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}