{"id":1310,"date":"2001-12-11T00:00:49","date_gmt":"2001-12-11T00:00:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.freunde-guter-musik-berlin.de\/wp\/?p=1310"},"modified":"2014-03-25T16:16:29","modified_gmt":"2014-03-25T16:16:29","slug":"20-jahre-gelbe-musik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freunde-guter-musik-berlin.de\/?p=1310","title":{"rendered":"20 Jahre gelbe MUSIK"},"content":{"rendered":"<p>11.12.2001<br \/>\nstaatsbank berlin<\/p>\n<p><strong>Eine Veranstaltung anl\u00e4sslich des 20. Jubil\u00e4ums der gelben MUSIK mit: <\/strong><br \/>\nIch schwitze nie, Armchair Travellers &amp; vielen Miniperformances u.a. von Richard Barrett, Eberhard Blum, Amelia Cuni, Arnold Dreyblatt, Sven-\u00c5ke Johansson, Cressida Joyce, Rolf Julius, Christina Kubisch, Hans Peter Kuhn, Klaus Lang, Dirk Lebahn, Gordon Monahan, David Moss, Wolfgang M\u00fcller, Ann No\u00ebl, Matthias Osterwold, Roberto Paci Dalo, Dieter Scheyhing, Eva Maria Sch\u00f6n, Akio Suzuki, Junko Wada, Ute Wassermann, Emmett Williams<\/p>\n<p>Die gelbe MUSIK mit ihrem ebenso erlesenen wie auch au\u00dfergew\u00f6hnlichen Angebot von Tontr\u00e4gern zwischen Futurismus, Meta- und Minimal-Musik, Cage und seinen Folgen, musique concr\u00e8te, konkreter Poesie sowie Klangkunst und Vorl\u00e4ufern der Avantgarde bis zu elektroakustischer und elektronischer Musik, ein Laden f\u00fcr Liebhaber der ars acustica, wird 20. Freunde Guter Musik gratulieren und widmen das letzte Konzert des Jahres diesem Jubil\u00e4um.<\/p>\n<p>Auf den Tag genau vor zwanzig Jahren, am 11. Dezember 1981 er\u00f6ffnete Ursula Block ihre Schallplattenhandlung und Galerie in der Schaperstra\u00dfe, die nicht nur zum regelm\u00e4\u00dfigen St\u00f6bern nach neuen Klangerlebnissen einl\u00e4dt, sondern gleichzeitig Treffpunkt und Informationsb\u00f6rse f\u00fcr Musiker, T\u00e4nzer, Veranstalter und Journalisten ist. Im Klangschaufenster der gelben Musik, deren Name, inspiriert von Kandinsky (gelb beunruhigt den Menschen, sticht, regt ihn auf und zeigt den Charakter der in der Farbe ausgedr\u00fcckten Gewalt) schon auf die Verbindung von Musik und Kunst verweist, ist die ars acustica nicht nur zu h\u00f6ren, sondern auch zu sehen. In den R\u00e4umen, in denen zuvor die international renommierte &#8222;Galerie Ren\u00e9 Block&#8220; untergebracht war, pr\u00e4sentierte Ursula Block in inzwischen \u00fcber 50 Ausstellungen Komponisten und K\u00fcnstler wie John Cage oder Nam June Paik, der in &#8222;His Master\u2019s Choice&#8220; einen Plastikhund hingebungsvoll sein eigenes Abbild auf einem Monitor betrachten lie\u00df. 1982 war sie kurz nach der Er\u00f6ffnung in Berlin mit ihrem Laden Gast der documenta, der Katalog zu ihrer weltweit gezeigten Schau &#8222;Broken Music&#8220; ist mittlerweile Standardwerk geworden. Mit der festlichen Veranstaltung sollen ihre Arbeit und ihr Engagement gew\u00fcrdigt werden. Als Mitbegr\u00fcnderin und aktives Mitglied der Freunde Guter Musik Berlin e.V. steht Ursula Block zudem seit 18 Jahren mit Rat und Tat den Freunden zur Seite. Ein sch\u00f6ner Anla\u00df zum Feiern, wozu wir Sie und Ihre Leser\/ H\u00f6rer\/ Zuschauer herzlich einladen m\u00f6chten.<\/p>\n<p>Unerh\u00f6rtes zu h\u00f6ren, Kl\u00e4ngen der Ferne zu lauschen und Sehns\u00fcchten fr\u00f6nen ohne die Vorz\u00fcge des Heimischen zu verschm\u00e4hen ist der Leitfaden des langen Abends. Zu quasi-exotischen H\u00f6rabenteuern laden u.a. Werner Durand, der von Anbeginn bis heute die gelbe MUSIK als kompetenter und kreativer Mitarbeiter mitgepr\u00e4gt hat, gemeinsam mit Sebastian Hilken, Silvia Ocougne und Hella von Ploetz mit ihrer Band <strong>Armchair Traveller<\/strong>: im gem\u00fctlichen Lehnstuhl in den heimischen Gefilden beginnt eine Entdeckungsreise zum Exotischen im eigenen Selbst. Ihre auf selbstgebauten Instrumenten aus Alltagsmaterialien oder auf \u00fcblichen Instrumenten mit speziellen Pr\u00e4parationen gespielte Musik klingt ebenso archaisch wie v\u00f6llig neu erfunden. Ein mit B\u00fcroklammern gespicktes Cello \u00e4hnelt da dem afrikanischen Daumenklavier, eine mit Wasser oder Bogen bearbeitete Glasharfe dem Trompeten eines Ozeandampfers oder Elefanten und auf Plexiglasrohre werden die Blastechniken der arabischen bzw. iranischen Ney-Fl\u00f6te angewandt. Armchair Traveller &#8222;spielt mit exotischen Atmosph\u00e4ren, aber immer \u00fcber die Bande mehrfacher Brechung. &#8230; Die einzelnen St\u00fccke, imagin\u00e4r auf verschiedenen Meridianen des Globus angesiedelt, klingen wie Stammesmusik, aber doch gleichzeitig experimentell und (post)industriell&#8220; (Matthias Osterwold, Armchair Traveller The Perfect Record, 2001).<\/p>\n<p>Kaum wiederzuerkennen sind auch die so vertrauten und doch v\u00f6llig neuen Interpretationen alter Schlager und Evergreens des Trios <strong>Ich schwitze nie<\/strong>. Wenn Lars Rudolph nicht in &#8222;Lola rennt&#8220; oder in die &#8222;Kaiserin und der Krieger&#8220; um die Liebe k\u00e4mpft, rettet er mit Hanno Leichtmann und Nicholas Bussmann alles von kitschigen Seemannsliedern von Hans Albers \u00fcber Fern- und Heimweh bis zu\u00a0 rauchigen Chansons \u00e0 la Zarah Leander \u00fcber Tr\u00e4ume und Sehns\u00fcchte in die heutige Clubwelt. \u00dcber die Band mit dem aberwitzigen Titel &#8222;Ich schwitze nie&#8220;, f\u00fcr Volker L\u00fcke vom Tagesspiegel der &#8222;coolsten aller Namen im deutschen Popbusiness&#8220;, schreibt Wolf Kampmann auf der homepage des labels der drei Musiker: &#8222;Wer sich so nennt, kann nur sehr gut oder total bescheuert sein. Hier haben wir beides zusammen&#8230; Geschmackvoll schaukeln die drei zwischen aufger\u00e4umter Parodie und respektvoller Interpretation durch t\u00fcckisches Gew\u00e4sser, umschiffen souver\u00e4n bekannte Sehnsuchts-melodien (Caprifischer, Die rote Laterne von St. Pauli&#8230;).&#8220;. Und Uwe Viehmann von Spex urteilt: &#8222;Eine unglaubliche Sch\u00f6nfolter aus Easy Listening, eventhafter Elektro-Improvisation, Kammermusik, Hans Albers, Kurt Weill, Hundegewinsel, Noise, Chanson, NDW, Schmatzen und Wissen um grossen alten Jazz.&#8220;. Und &#8222;News. rec rec distribution&#8220; empfiehlt: &#8222;Ihre Songs sind atmosph\u00e4rische Monolithen, groovige H\u00fcftschw\u00fcnge und hemmungslose Seemanns-Hymnen. Hinreissend verschroben!&#8220;.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem hat sich eine ganze Reihe von Gratulanten angesagt, die einen bunten Strau\u00df von Miniperformances \u00fcberreichen werden. F\u00fcr die Befriedigung leiblicher Bed\u00fcrfnisse nach Exotika sorgt der f\u00fcr seine zahlreichen kulinarischen Projekte bekannte Gordon W, der demn\u00e4chst die Pforten von &#8222;Forbidden Island&#8220; an der Kastanienallee er\u00f6ffnen wird.<\/p>\n<p>Gef\u00f6rdert durch Initiative Neue Musik Berlin e.V.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>11.12.2001 staatsbank berlin Eine Veranstaltung anl\u00e4sslich des 20. 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