{"id":1324,"date":"2001-10-09T00:00:25","date_gmt":"2001-10-09T00:00:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.freunde-guter-musik-berlin.de\/wp\/?p=1324"},"modified":"2012-10-02T18:11:54","modified_gmt":"2012-10-02T18:11:54","slug":"net-night","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freunde-guter-musik-berlin.de\/?p=1324","title":{"rendered":"Net.Night"},"content":{"rendered":"<p>09.10.2001<br \/>\nstaatsbank berlin<\/p>\n<p><strong>&#8211; Musikmachen im Netz &#8211;<\/strong><br \/>\nmit: Guy van Belle, Sergi Jorda, Chris Brown<br \/>\nKurator: Golo F\u00f6llmer<\/p>\n<p>Netzmusik &#8211; Guy van Belle, Chris Brown und Sergi Jord\u00e0 geh\u00f6ren zu den avanciertesten Audio-Artisten im Netz. Als Computermusiker, Medienk\u00fcnstler und Bastler arbeiten sie an Konzepten, Ereignissen, Software, Kl\u00e4ngen und Webseiten f\u00fcr eine Musik des Netzwerks. Was hei\u00dft das?<br \/>\nBei der musikalischen Arbeit im Netz treten M\u00f6glichkeiten zutage, die es vorher so nicht gab. Vernetzte Musikinstrumente k\u00f6nnen \u00bbdurcheinander hindurch\u00ab gespielt werden, d.h. Spieler k\u00f6nnen beispielsweise, egal wo sie sind, alle auf dem selben virtuellen Klangerzeuger spielen oder flexibel in das Spiel anderer Musiker hineinwirken. Die so erzeugten T\u00f6ne stehen weniger f\u00fcr eine Aussage, als dass sie einen Prozess, einen Vorgang, eine Genese h\u00f6rbar machen. Ist die Genese abgeschlossen, dann steht da nicht eine vollendete Musik, sondern sie ist ganz im Gegenteil gerade schon vorbei. Die Auff\u00fchrung besteht also darin, Kr\u00e4fte und Verh\u00e4ltnisse als Kl\u00e4nge darzustellen, und die Musik ist das gesamte akustische Ereignis, plus visuelle Elemente, plus agierende Menschen und Maschinen, plus dahinterstehende Prozesse und Regeln.<\/p>\n<p>Die zwei zentralen Elemente, Experiment und Systemhaftigkeit, sind nicht per se neu in der Musik. Aber die Strukturen, in denen sie umgesetzt werden, sind es. Die Eigenartigkeit vernetzter Instrumente, die schiere Masse der verf\u00fcgbaren Software und der Informationen dar\u00fcber, die Vielfalt der technischen und \u00e4sthetischen Diskussionen \u00fcber musikalische Konzepte, die \u00c4sthetik der Geschwindigkeit und der Verbindung zwischen Bild-Ton-Text, mit der alle Prozesse geimpft sind \u2013 diese Aspekte pr\u00e4gen in einer eigenwilligen, komplexen, beschleunigenden, selbstorganisierenden Weise die Art, wie man im und mit dem Netz Musik machen kann.<\/p>\n<p>Die Performance am 9. Oktober ist der Abschluss zweier Workshop-Tage, in denen die drei elektronischen Musiker ihre individuellen Methoden des Musikmachens im Netzwerk vermittelt und diskutiert haben. Allein und zusammen mit den Teilnehmern des Workshops zeigen Jord\u00e0, Brown und van Belle am Dienstag abend, mit welchen kreativen Techniken im Internet und im lokalen Netzwerk neue Formen des musikalischen Zusammenspiels entstehen.<\/p>\n<p><strong>Guy van Belle<\/strong> ist digitaler Experimentalist und Mitarbeiter des Institute for Psychoacoustics and Electronic Music (IPEM) in Ghent, Belgien. Seine Arbeit bewegt sich zwischen audiovisueller und kommunikativer Kreativit\u00e4t. Eines seiner Lieblingsthemen ist die Poesie komplexer Spontanit\u00e4t zwischen Mensch und Maschine.<\/p>\n<p><strong>Chris Brown<\/strong> ist Komponist, Pianist und Kodirektor des Center for Contemporary Music am Mills College in Oakland, USA. Als Mitgr\u00fcnder der Formation &#8222;The Hub&#8220; im Jahr 1985 ist er einer der Protagonisten der Netzwerkmusik. In Berlin wird er St\u00fccke f\u00fcr vernetzte Performer mit der Software &#8222;Supercollider&#8220; auff\u00fchren.<\/p>\n<p><strong>Sergi Jord\u00e0<\/strong> ist Computer-Musiker, Software-Entwickler und Kodirektor des Master of Digital Arts an der Pompeu Fabra Universit\u00e4t in Barcelona. Er hat das kollaborative Instrument &#8222;F@ust Music On Line&#8220; (FMOL) entwickelt, das er in Berlin zusammen mit lokalen und entfernten Musikern spielen wird.<\/p>\n<p>In Zusammenarbeit mit 15. Dresdner Tage der zeitgen\u00f6ssischen Musik, gef\u00f6rdert durch Initiative Neue Musik Berlin e.V.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>09.10.2001 staatsbank berlin &#8211; Musikmachen im Netz &#8211; mit: Guy van Belle, Sergi Jorda, Chris Brown Kurator: Golo F\u00f6llmer Netzmusik &#8211; Guy van Belle, Chris Brown und Sergi Jord\u00e0 geh\u00f6ren zu den avanciertesten Audio-Artisten im Netz. Als Computermusiker, Medienk\u00fcnstler und Bastler arbeiten sie an Konzepten, Ereignissen, Software, Kl\u00e4ngen und Webseiten f\u00fcr eine Musik des Netzwerks. Was hei\u00dft das? Bei der musikalischen Arbeit im Netz treten M\u00f6glichkeiten zutage, die es vorher so nicht gab. Vernetzte Musikinstrumente k\u00f6nnen \u00bbdurcheinander hindurch\u00ab gespielt werden, d.h. Spieler k\u00f6nnen beispielsweise, egal wo sie sind, alle auf dem selben virtuellen Klangerzeuger spielen oder flexibel in das Spiel anderer Musiker hineinwirken. 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