{"id":1669,"date":"1999-02-20T00:00:19","date_gmt":"1999-02-20T00:00:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.freunde-guter-musik-berlin.de\/?p=1669"},"modified":"2012-10-16T17:50:08","modified_gmt":"2012-10-16T17:50:08","slug":"a-cage-of-saxophones","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freunde-guter-musik-berlin.de\/?p=1669","title":{"rendered":"A Cage of Saxophones"},"content":{"rendered":"<p>20.02.1999<br \/>\nNationalgalerie im Hamburger Bahnhof<\/p>\n<p><strong>Das Oeuvre f\u00fcr Saxophon von John Cage <\/strong><br \/>\nmit Ulrich Krieger, Tobias R\u00fcger, Reimar Volker, Kathrin\u00a0 Wagner (Saxophone), Friedemann Wertzlau, Raymond Kaczynsky, Andreas Peters (Perkussion), Mario Bertoncini, Reinhold Friedl (Klavier), Gerhard Scherer (Akkordeon)<br \/>\nK\u00fcnstlerische Leitung: Ulrich Krieger<\/p>\n<p>Das Konzert unter der k\u00fcnstlerischen Leitung des Berliner Saxophonisten und Komponisten Ulrich Krieger bietet zum ersten Mal eine komplette Auff\u00fchrung aller kammermusikalischen Kompositionen f\u00fcr Saxophone und mit Saxophonen, die John Cage geschrieben hat. Die Werke stammen ausschlie\u00dflich aus der sp\u00e4ten Phase des Komponisten, unter ihnen einige aus der Gruppe der sog. Nummern-Kompositionen. Die meisten Werke des Programms hat John Cage original f\u00fcr Saxophon geschrieben; bei Two und Ryoanji handelt es sich um Bearbeitungen f\u00fcr Saxophon von Ulrich Krieger, die durch John Cage autorisiert wurden. Im Programm nicht ber\u00fccksichtigt sind Werke f\u00fcr beliebige Instrumente, die im \u0152uvre von Cage h\u00e4ufig vorkommen, sowie orchestrale Werke mit Saxophon. Aus dem Konzertprojekt heraus soll eine CD-Produktion entstehen; einige Werke wurden, zumindest in der hier vorgestellten Fassung, noch nicht auf Tontr\u00e4gern ver\u00f6ffentlicht. Das Konzert findet in der Haupthalle des Hamburger Bahnhofs statt und bietet dem Besucher zur Er\u00f6ffnung der Ausstellung &#8222;Joseph Beuys Editionen&#8220; und zum Ende von &#8222;Sensation&#8220; das besondere Erlebnis, die Musik von John Cage in der Umgebung der Kunstwerke und in der sch\u00f6nen offenen Architekur der Halle h\u00f6ren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&#8222;Als ich John Cage 1988 zum ersten Mal in New York traf, hatte er bisher\u00a0nur ein wirkliches Kammermusikwerk mit Saxophon(en) geschrieben: Hymnkus.\u00a0 Ich plante ein Konzert in Berlin unter dem Titel &#8222;Late Cage &#8211; Early Cage&#8220;. Wir sprachen \u00fcber das Konzertprogramm und \u00fcber einige St\u00fccke im Speziellen. W\u00e4hrend dieser Konversation fragte ich Cage auch nach weiteren Werken f\u00fcr Saxophon. Er hatte keine, aber stimmte mir zu bzw. schlug mir vor, da\u00df wenn ich andere St\u00fccke von ihm f\u00fcr Saxophon bearbeiten m\u00f6chte, sich Two (original f\u00fcr Fl\u00f6te und Klavier) und Ryoanji\u00a0 (die Version f\u00fcr Oboe) am besten f\u00fcr das Saxophon eignen w\u00fcrden. Seither habe ich diese St\u00fccke mit Erfolg in mehreren Konzerten auf dem Sopransaxophon gespielt. 1991 schrieb John Cage dann zwei weitere St\u00fccke f\u00fcr Saxophon: Four5 f\u00fcr Saxophonquartett und Five4 f\u00fcr 2 Saxophone und 3 Perkussionisten. Leider ist sich nicht einmal die Saxophonwelt dieser wenigen, aber wundersch\u00f6nen St\u00fccke eines der gr\u00f6\u00dften Komponisten der Gegenwart wirklich bewu\u00dft (mit Ausnahme des Quartettes vielleicht). Dieses Konzert k\u00f6nnte einen weiteren Aspekt im Werk John Cages verdeutlichen: seine sp\u00e4te \u201akonsonante\u2018 Phase, die erst jetzt allm\u00e4hlich auf CDs zug\u00e4nglich gemacht\u00a0 wird. Seine Werke f\u00fcr Saxophon zeigen dar\u00fcber hinaus, da\u00df das Saxophon auch sehr leise, fein und \u201asch\u00f6n\u2018 eingesetzt werden kann und nicht notwendigerweise laut und aggressiv sein mu\u00df, wie es noch \u00fcberwiegend in Neuer Musik eingesetzt wird.&#8220; (Ulrich Krieger)<\/p>\n<p>Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof, Museum f\u00fcr Gegenwart &#8211; Berlin in Zusammenarbeit mit Freunde Guter Musik Berlin e.V. Erm\u00f6glicht durch den Verein der Freunde der Nationalgalerie, gef\u00f6rdert durch Initiative Neue Musik Berlin e.V. Dank an C.Bechstein AG, Ballhaus Naunynstra\u00dfe und Podewil.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>20.02.1999 Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof Das Oeuvre f\u00fcr Saxophon von John Cage mit Ulrich Krieger, Tobias R\u00fcger, Reimar Volker, Kathrin\u00a0 Wagner (Saxophone), Friedemann Wertzlau, Raymond Kaczynsky, Andreas Peters (Perkussion), Mario Bertoncini, Reinhold Friedl (Klavier), Gerhard Scherer (Akkordeon) K\u00fcnstlerische Leitung: Ulrich Krieger Das Konzert unter der k\u00fcnstlerischen Leitung des Berliner Saxophonisten und Komponisten Ulrich Krieger bietet zum ersten Mal eine komplette Auff\u00fchrung aller kammermusikalischen Kompositionen f\u00fcr Saxophone und mit Saxophonen, die John Cage geschrieben hat. Die Werke stammen ausschlie\u00dflich aus der sp\u00e4ten Phase des Komponisten, unter ihnen einige aus der Gruppe der sog. Nummern-Kompositionen. 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