{"id":3041,"date":"2014-09-25T13:57:23","date_gmt":"2014-09-25T13:57:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.freunde-guter-musik-berlin.de\/?p=3041"},"modified":"2015-03-27T14:23:22","modified_gmt":"2015-03-27T14:23:22","slug":"wandelkonzert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freunde-guter-musik-berlin.de\/?p=3041","title":{"rendered":"Wandelkonzert"},"content":{"rendered":"<p><strong>Samstag, 4. Oktober 2014 \u00a0&#8230;. zwischen 18 und 21 Uhr &#8230;.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sammlung Hoffmann<\/strong><br \/>\nSophienstr. 21 \u00b7 10178 Berlin<\/p>\n<p><strong>Ein Wandelkonzert.<br \/>\nStille, \u00bbInnere Stimme\u00ab und Ausschnitte aus St\u00fccken ziemlich langer Dauer<\/strong><\/p>\n<p><strong>David Askevold<\/strong>,\u00a0<em>FFACC Tuning Fork Concert<\/em> f\u00fcr Stimmgabeln (1970)<br \/>\n<strong>Robert Barry<\/strong>,\u00a0<em>Energy Field (AM 130 KHz)<\/em> (1968)<br \/>\n<strong>John Cage<\/strong>,\u00a0<em>4\u201933\u2019\u2019<\/em> Partitur\u00a0(1952)<br \/>\n<strong>William Engelen<\/strong>,\u00a0<em>Falten<\/em> f\u00fcr Perkussion (2013)<br \/>\n<strong>Augustin Maurs<\/strong>,\u00a0<em>Kanon (Satie as Birthday Cake)<\/em> f\u00fcr Stimmen\u00a0(2014)<br \/>\n<strong>Jonathan Monk<\/strong>,\u00a0<em>Silent DJ<\/em> f\u00fcr DJ<br \/>\n<strong>Alexander Moosbrugger<\/strong>,\u00a0<em>Zuspiel auf Vinyl<\/em> Langspielplatte (2014)<br \/>\n<strong>Olaf Nicolai<\/strong>,\u00a0<em>Innere Stimme<\/em> (2010)<br \/>\n<strong>Olaf Nicolai<\/strong>,\u00a0<em>443<\/em> (2014)<br \/>\n<strong>Yoko Ono<\/strong>,\u00a0<em>Earth Piece <\/em>Partitur (1963)<br \/>\n<strong>Eric Satie<\/strong>,\u00a0<em>Vexations<\/em> f\u00fcr Klavier (1893)<br \/>\n<strong>Karlheinz Stockhausen<\/strong>,\u00a0<em>Libra<\/em> f\u00fcr Spieluhr (1975-76)<br \/>\n<strong>Gerd de Vries<\/strong>, <em>E.H.<\/em> (Hommage an LaMonte Young<br \/>\nund Erika Hoffmann)\u00a0f\u00fcr elektrische Orgel (2014)<\/p>\n<p>Eintritt frei, Anmeldung unter:\u00a0<a href=\"mailto:info@freunde-guter-musik-berlin.de\">info@freunde-guter-musik-berlin.de<\/a><\/p>\n<p>Eine Veranstaltung von Gerd de Vries zu seinem 70. Geburtstag 2014<br \/>\nin Zusammenarbeit mit Freunde Guter Musik Berlin e.V.<br \/>\nMit herzlichem Dank an Erika Hoffmann.<\/p>\n<p><strong><br \/>\nInformationen zum Programm:<\/strong><\/p>\n<p><strong>John Cage,<\/strong> <strong><em>4\u203233\u2033<\/em><\/strong> (<em>Four minutes, thirty-three seconds<\/em>)<br \/>\nDa w\u00e4hrend der gesamten Spieldauer des St\u00fcckes kein einziger Ton gespielt wird, stellt eine Auff\u00fchrung dieses Werkes die g\u00e4ngige Auffassung von Musik in Frage. <em>4\u203233\u2033<\/em> wurde so zu einem Schl\u00fcsselwerk der Neuen Musik und regte Zuh\u00f6rer wie Komponisten zum Nachdenken \u00fcber Musik und Stille an. &#8222;Bis ich sterbe, wird es Ger\u00e4usche geben. Und diese werden meinen Tod \u00fcberdauern. Man braucht keine Angst um die Zukunft der Musik zu haben.\u201c (John Cage)<\/p>\n<p><strong>William Engelen, <em>Falten<\/em><br \/>\n<\/strong><em>Falten for percussion<\/em> ist eine Installation bestehend aus 15 Partituren befestigt auf 13 Notenst\u00e4nder und eine Einspielung des Perkussion Ensembles Talujon, zu h\u00f6ren \u00fcber eine Stereoanlage. 4 Partituren sind f\u00fcr Quartett, 11 f\u00fcr Solisten geschrieben. Das Instrumentarium besteht unter anderem aus: Waschbrettern, Singenden S\u00e4gen, Steinen, \u00d6llkanistern, Triangel, Snare und Talking Drum.<br \/>\nDie Partituren sind folgenderma\u00dfen entstanden: Auf einem Blatt Papier wird eine Zeitachse angebracht, dann wird dieses Blatt gefaltet. Auf die Stellen des Papiers, die nach dem Falten noch sichtbar sind, werden oberhalb der Zeitachse Notenlinien gezeichnet. Die Notenlinien markieren die Abschnitte, in denen Klang zu h\u00f6ren sein wird, die Stellen, die in der Falte liegen, lassen sich als Pause lesen. So ensteht zun\u00e4chst eine Organisation von Zeitangaben, wo die Musiker spielen sollen und wo sie still sind. Die 15 Partituren sind alle verschieden gefaltet, besitzen alle eine unterschiedliche R\u00e4umlichkeit, Form, Komplexit\u00e4t, Rhythmik. Diese visuelle Unterschiede bilden weitere Parameter f\u00fcr die Musiker.<\/p>\n<p><strong>Augustin Maurs, <em>Kanon<br \/>\n<\/em><\/strong>Eine S\u00e4ngerin steht als konzertierende S\u00e4ngerin da w\u00e4hrend ein anderer S\u00e4nger anonym, beziehungsweise abwesend bleibt. Die beiden Stimmen bewegen sich in einem Spiel der Imitationen, aber im Gegensatz zum strengen Kanon, entstehen zeitliche und klangliche Alterationen, die teilweise notiert sind, teilweise m\u00fcndlich vereinbart wurden. So kann sich der Kanon theoretisch endlos, und sich dennoch ver\u00e4ndernd, fortspinnen.<\/p>\n<p><strong>Jonathan Monk, <em>Silent DJ<br \/>\n<\/em><\/strong>Adam Carr:<em> <\/em>What about the piece in your exhibition at the ICA, London \u00a0&#8230; \u00a0a few years ago? One could see this piece but couldn\u2019t hear it.<br \/>\nJonathan Monk: Yes, the <em>Sound Piece<\/em> or <em>Silent DJ<\/em>: &#8230; A DJ is hired to play a regular set, but only s\/he gets to hear the music that is played, through headphones; the audience just watches the movements of the performer.<br \/>\n\u2014 Jonathan Monk, Interview mit Adam Carr f\u00fcr ARTUNER \u00a0(www.artuner.com\/insight\/interview-jonathan-monk\/)<\/p>\n<p><strong>Alexander Moosbrugger,<em> Zuspiel auf Vinyl<\/em><br \/>\n<\/strong><em>Zuspiel auf Vinyl<\/em> ist veranlasst durch den runden Geburtstag von Gerd de Vries und wird in der Sammlung Hoffmann uraufgef\u00fchrt. Die St\u00fccke auf Langspielplatte \u2013 18 insgesamt \u2013 setzen mit solchen ein, die auch Teil von Alexander Moosbruggers Ensemblest\u00fcck <em>Fonds, Schach, Basar<\/em> sind. H\u00f6rparameter werden untereinander in\u00a0Spielbeziehung gebracht, etwa das\u00a0Vorfeld\u00a0und das Dazwischen\u00a0einer auditiven Verabredung, wenn sich die H\u00f6rerschaft\u00a0vor Konzertbeginn sammelt, Ruhe und Konzentration herstellt, ehe ein Spieler\u00a0Musik <em>intoniert<\/em>. Situationen solcherart wurden bei einem\u00a0Klavierabend von Andr\u00e1s Schiff zur Variationsthematik (eine\u00a0Vorgabe, stete Wandlung) aufgenommen\u00a0\u2013 aus der Warte des mikrophonierten\u00a0Fl\u00fcgels \u2013, als \u00bbStille davor\u00ab und \u00bbStille danach\u00ab neu gereiht und komponiert, auf Vinyl\u00a0geschnitten. Schwarze\u00a0Ritzen rotieren, das Abtastger\u00e4usch der Nadel\u00a0wird verst\u00e4rkt.<\/p>\n<p><strong>Olaf Nicolai, <em>Innere Stimme<br \/>\n<\/em><\/strong><em>Innere Stimme<\/em> is the title of a notation used by Olaf Nicolai as instruction for a sound performance. &#8230; The melody of the <em>Innere Stimme<\/em> is performed throughout the entire duration oft he performance by several singers simultaneously at each time. The possibility of variations and improvisations, in articulation as well as in the movements through the room, is left up to the singers.<br \/>\n\u2014 Impressum im Katalog <em>(Innere Stimme)<\/em>, SBKM\/De Vleeshal, Middelburg\/Roma Publications 2010<\/p>\n<p>Es gibt\u00a0 einen Text des jungen Karl Marx, in dem er als einzigen Unterschied zwischen Tier und Mensch den Umstand nennt, dass der Mensch nach den \u00bbMa\u00dfgaben der Sch\u00f6nheit\u00ab produziert. Und da genau liegt der Punkt. Was ist Sch\u00f6nheit? Und wie charakterisiert sie das Produzieren? Welche Entscheidungen f\u00e4lle ich beim Produzieren, wie verbinden sich Formen, Bed\u00fcrfnisse, Genie\u00dfen, was f\u00fcr mich mit der Frage zusammenh\u00e4ngt: Wie bildet sich das \u00c4sthetische? Und zwar nicht auf der Ebene der bewussten Entscheidung, eher als eine Art Flexion.<br \/>\n\u2014 Olaf Nicolai \u00fcber Karl Marx\u2019 <em>\u00d6konomisch-Philosophische Manuskripte<\/em> (1844)<\/p>\n<p><strong>Eric Satie<\/strong>,\u00a0<strong><em>Vexations<br \/>\n<\/em><\/strong><em>Vexations<\/em> (frz. etwa: <em>Qu\u00e4lereien<\/em>) ist ein Klavierst\u00fcck des franz\u00f6sischen Komponisten Erik Satie. Es handelt sich um eines der ersten Beispiele f\u00fcr ein repetitives Arrangement sowie f\u00fcr Atonalit\u00e4t in der Kunstmusik und wird allgemein als eines der l\u00e4ngsten St\u00fccke der Musikgeschichte \u00fcberhaupt angesehen, obwohl die Partitur nur aus einer Seite besteht. Vermutlich geh\u00f6rt <em>Vexations<\/em> zu Saties Werkreihe <em>Pages Mystique<\/em>, auch wenn dies nicht sicher ist.<br \/>\nDas St\u00fcck, das wahrscheinlich 1893 komponiert wurde, besteht aus einem Thema und zwei Variationen. Zur Art und Weise der Realisation gab Satie den eigenwilligen Rat: &#8222;Um dieses Motiv achthundertvierzigmal zu spielen, wird es gut sein, sich darauf vorzubereiten, und zwar in gr\u00f6\u00dfter Stille, mit ernster Regungslosigkeit.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Karlheinz Stockhausen, <em>Libra<br \/>\n<\/em><\/strong><em>12 Melodien der Sternzeichen<br \/>\n<\/em>Komponiert 1974-75 f\u00fcr Spieluhren und realisiert mit Technikern in der Spieluhrenfabrik <em>Reuge<\/em> in St. Croix (Schweiz).<br \/>\nAlles begann mit Stockhausens Tochter Julika. Bei der damals Zweij\u00e4hrigen grummelte es f\u00fcrchterlich im Bauch, worauf der Vater &#8230; das Kind mit der Feststellung \u00bbJulika, du hast ja Musik im Bauch\u00ab zum Lachen und auch Weinen brachte. \u00bb1974, sieben Jahre sp\u00e4ter, wachte ich eines Morgens aus dem Schlaf auf und h\u00f6rte und sah eine Auff\u00fchrung von \u203aMusik im Bauch\u2039 genau so, wie ich sie jetzt aufgeschrieben habe\u00ab, hei\u00dft es in den Erinnerungen des Komponisten. Die Vision l\u00f6ste eine ganze Lawine k\u00fcnstlerischen Schaffens aus: Stockhausen begann, sich mit den zw\u00f6lf menschlichen Charakteren des \u00bbTierkreises\u00ab zu besch\u00e4ftigen, von denen er bis dahin \u00bbnur eine vage Ahnung hatte\u00ab. \u00bbBeim Erfinden jeder Melodie dachte ich an das Wesen von Kindern, Freunden und Bekannten, die im betreffenden Sternzeichen geboren sind\u00ab, schrieb Stockhausen. \u00bbJede Melodie ist jetzt in allen Ma\u00dfen und Proportionen im Einklang mit den Charakterz\u00fcgen ihres Sternzeichens komponiert.\u00ab Man werde viele Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten entdecken, wenn man eine Melodie oft h\u00f6re und ihre Konstruktion genau betrachte.<br \/>\n\u2014 Gisela Schwarz, K\u00f6lner Stadtanzeiger, 01.01.2013<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Samstag, 4. Oktober 2014 \u00a0&#8230;. zwischen 18 und 21 Uhr &#8230;. Sammlung Hoffmann Sophienstr. 21 \u00b7 10178 Berlin Ein Wandelkonzert. 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