Hanne Darboven

Orgelkonzert  Opus 1–4 für Orgel (1979/80) Opus 14a für Orgel (1983/84) 24 Gesänge Notation von Hanne Darboven Transkription von Friedrich Stoppa für Orgel Alexander Moosbrugger, Orgel   Sonntag, 27. August 2017, 19 Uhr Einlass ab 18.30 Uhr Epiphanienkirche Knobelsdorffstr. 72 14059 Berlin Charlottenburg (U2 Kaiserdamm, S Westend)   Das Konzert wird veranstaltet von Freunde Guter Musik Berlin e.V. in Zusammenarbeit mit der Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin, Staatliche Museen zu Berlin, zum Abschluss der Ausstellung Hanne Darboven. Korrespondenzen (bis 27.8.2017).Mit Unterstützung der Freunde der Nationalgalerie. Mit Dank an die Evangelische Kirchengemeinde Epiphanien.   Weitere Informationen: www.freunde-guter-musik-berlin.de www.hannedarboveninberlin.de www.smb.musum/hbf   Seit Ende der 1960er Jahre basieren die Arbeiten der bildenden Künstlerin Hanne Darboven…

SCORES

Musikwerke Bildender Künstler SCORES Saâdane Afif, Christian Marclay, Ari Benjamin Meyers, Jorinde Voigt Ausstellung & Konzerte Ausstellung: 28. Oktober – 13. November 2016 Auftakt / Eröffnung: 27. Oktober 2016, 19 Uhr Konzerte: 28., 30. Oktober & 13. November 2016  Hamburger Bahnhof Museum für Gegenwart – Berlin / Rieckhallen Staatliche Museen zu Berlin Invalidenstraße 50-51 10557 Berlin   Das Ausstellungs- und Konzertprojekt SCORES im Rahmen der Reihe Musikwerke Bildender Künstler widmet sich dem Thema der musikalischen Partitur, das in der Bildenden Kunst wie in der Musik immer wieder neu befragt wird. Insbesondere seit den 1960er Jahren wurde die Partitur über die herkömmliche musikalische Notation hinaus als vielfältiges Aufzeichnungsmedium verstanden und hat die Form von freien Zeichnungen,…

SCORES – Ari Benjamin Meyers

Ari Benjamin Meyers Who’s Afraid of Sol La Ti? (Invention I) 2016 Tägliche Aktivierung von einzelnen Meta-Partituren durch Wojtek Blecharz (Komponist) und Susanne Fröhlich (Blockflöten) während der gesamten Ausstellungslaufzeit sowie der vollständigen Sammlung im Abschlusskonzert.   Ari Benjamin Meyers erforscht in seinen Ausstellungen und Kompositionen Strukturen, die die performative und immaterielle Seite der Musik neu definieren und die Frage nach der Ausstellbarkeit von Musik im Kunstkontext thematisieren. Mit Who’s Afraid of Sol La Ti? (Invention I) wendet er den Ausstellungsraum von einem Ort der Präsentation in einen der Produktion und Reflexion. Ausgehend von einem kurzen, von ihm komponierten Kernthema sowie dessen verschiedenen motivischen Dekonstruktionen (‚Bausteine’) und den daraus von Meyers konstruierten 15 sogenannten ‚Meta-Partituren’, entwickelt…

SCORES – Jorinde Voigt

JORINDE VOIGT Song of the Earth 2016   Die zumeist in Zyklen angelegten Zeichnungen von Jorinde Voigt, die sie selbst Notationen und Partituren nennt, bilden den Kern ihres vielschichtigen Werks neben Fotoarbeiten, Aktionen, Objekten und (Sound-) Installationen. Aus dem aktuell entstehenden, voraussichtlich achtteiligen Zeichnungszyklus Song of the Earth werden die ersten vier Kapitel Radical Relaxation – Stress and Freedom, The Shift, Divine Territory und The Farewell präsentiert. Assoziativer Ausgangspunkt der neuen Werkserie ist der symphonische Liederzyklus Das Lied von der Erde von Gustav Mahler. Den einzelnen Liedern Mahlers vergleichbar, widmet sich die Künstlerin in den jeweiligen Kapiteln ihres Zeichnungszyklus’ verschiedenen Themen, deren Parameter sie in ihren komplexen bildnerischen Systemen untersucht und damit als Denkmodelle sichtbar…

SCORES – Christian Marclay

CHRISTIAN MARCLAY Screen Play, Zoom Zoom, To Be Continued   Christian Marclay is known internationally as a virtuoso of ‘sampling’. In his practice, which includes live performances as well as purely visual works, he takes found objects – often carrying a musical connotation – from daily life, the consumer world and mass media, and remixes them in order to generate his art. In Screen Play (2005), black-and-white archival footage taken from various films are combined with colourful computer-animated graphics whose dots and lines recall traditional musical notation. For the musicians of the ensemBle baBel, with Elliott Sharp as guest, these visual cues provide the stimuli for the rhythm, mood, volume, and length of their performance. The slideshow…

SCORES – Saâdane Afif

Saâdane Afif Vice de forme: Das Kabarett 2016   Die installativen Werke von Saâdane Afif lassen oft an Produktionsprozesse in der Musik denken: er arbeitet mit Partituren / Konzepten, Songtexten, Komposition, Plakaten, Tonträgern. In einem stetigen und potentiell unabgeschlossenen Prozess der Transformation stellt der Künstler unter Einbeziehung von Autoren, Musikern und Performern ein spannungsreiches Netz an Bezügen und Referenzen her. Die Ausstellung Vice de forme: Das Kabarett basiert auf der Skulptur Vice de forme (2009) von Saâdane Afif, bestehend aus einem Zylinder, Würfel und einer Kugel, die in Referenz auf die Skulptur Hommage à priape (1920/1972) von Man Ray sowie auf den Cartoon Psychose d’attentat (1974) des französischen Comiczeichners Reiser entstanden ist. Sie bildet wiederum…

Dieter Roth und die Musik

Begleitprogramm zur Ausstellung Und weg mit den Minuten Dieter Roth und die Musik 22. April – 3. Mai 2015 Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin HAU Hebbel am Ufer (HAU2) Mittwoch, 22. April 2015, 20 Uhr Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin ENGLER SIEHT ROTH # 11 Minutenkiller Live-Recherche mit Martin Engler und Davíð Þór Jónsson Musik für Dieter Roth mit Sven-Åke Johansson, Ignaz Schick, Dieter Fischer und Martin Engler In Zusammenarbeit mit Deutschlandradio Kultur – Hörspiel / Klangkunst. (Sendung des Live-Mitschnitts am 31.7.2015 um 0:05 Uhr) Samstag, 25. April 2015 Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin 18 Uhr Und weg mit den Minuten. Dieter Roth und die Musik…

Ragnar Kjartansson & Alterazioni Video

Begleitprogramm zur Ausstellung Und weg mit den Minuten Dieter Roth und die Musik Samstag, 2. Mai 2015, 20 Uhr Sonntag, 3. Mai 2015, 17 Uhr HAU Hebbel am Ufer (HAU2) Ragnar Kjartansson & Alterazioni Video Symphony No. 2 Performance Anlässlich der Ausstellung im Hamburger Bahnhof bringt der isländische Künstler Ragnar Kjartansson in Zusammenarbeit mit der italienischen Künstlergruppe Alterazioni Video die Symphony No. 2 zur Uraufführung. Die Performance basiert auf der klassischen Struktur einer Symphonie. In den vier Sätzen der Aufführung agieren vier in Smokings gekleidete Mitglieder des Künstlerkollektivs mit diversen Requisiten auf der Theaterbühne. Ragnar Kjartansson ist selbst in vier Videoeinspielungen zu sehen, die jeweils die Dauer der einzelnen Sätze bestimmen. Jeder Satz gründet auf…

Lindy Annis & Frieder Butzmann

Begleitprogramm zur Ausstellung Und weg mit den Minuten Dieter Roth und die Musik Samstag, 25. April 2015, 20 Uhr Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin Lindy Annis & Frieder Butzmann Soundsoviel Zeugs Performance Lindy Annis und Frieder Butzmann schlüpfen für diesen Abend in die Kostüme von fröhlichen Rothianern. Und gemäß dem Motto Masse und Klasse beschäftigen sie sich mit vielfältigen Tätigkeiten und allerhand Zeugs. – Konnotative Verschränkungen und lose Koppelungen visueller und akustischer Art führen dahin, wo alles hin muss, nämlich zur Entgrenzung von Kunst und Werk und Kunst sowie von Kunscht und Art. Wohin denn sonst!? Wort, Ton, Worttöne, Aktion, Gesang, Musik und weitere Erscheinungen menschlicher Ausdrucksweisen sollen das Schwarze LochZentrum der Galaxis bilden….

Dieter Roth und die Musik – Gespräch

Begleitprogramm zur Ausstellung Und weg mit den Minuten Dieter Roth und die Musik Samstag, 25. April 2015, 18 Uhr Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin Und weg mit den Minuten. Dieter Roth und die Musik Gespräch mit Michel Roth (Musik-Akademie Basel), Gabriele Knapstein (Hamburger Bahnhof), Ingrid Buschmann (Freunde Guter Musik Berlin) Moderation: Thomas Groetz Michel Roth ist Professor für Komposition und Musiktheorie an der Hochschule für Musik Basel und Mitglied der dortigen Forschungsabteilung. Als Komponist arbeitet er mit Orchestern, Ensembles und Interpreten aus dem In- und Ausland und war Gast bei diversen Musikfestivals. Daneben publiziert und referiert er regelmässig über musiktheoretische und interdisziplinäre Themen und ist MItglied des Forschungsteams, das die Ausstellung Dieter Roth und…

Engler sieht Roth # 11

Begleitprogramm zur Ausstellung Und weg mit den Minuten Dieter Roth und die Musik Mittwoch, 22. April 2015, 20 Uhr Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin ENGLER SIEHT ROTH # 11: Minutenkiller Live-Recherche mit Martin Engler (Stimmen) und Davíð Þór Jónsson (Klavier) am alten Bösendorfer Flügel von Dieter Roth. Im ständigen Kontakt mit dem Aufnahmeleiter Thomas Doktor im Ü-Wagen des Deutschlandradios machen sich Engler und Jónsson auf die Suche nach den Minutenkillern in Roths berühmter Radiosonate Nr.1 (1976). „Die Expedition sucht nach den größten und wirkungsvollsten Minutenmördern und Zeit-Totschlägern im Werk von Dieter Roth und fragt nach persönlichen Erfahrungen und Anwendungsmöglichkeiten.“ (M.E.) Musik für Dieter Roth Für Klangkünstler und experimentelle Musiker dient das Werk von…

Symphonic Percussion Berlin

Montag, 6. Oktober 2014  –  19 Uhr Villa Elisabeth Invalidenstr. 3 · 10115 Berlin Symphonic Percussion Berlin Jens Hilse, Björn Matthiessen, Rüdiger Ruppert und Henrik Magnus Schmidt Seth Carico (Bariton) Steve Reich, Drumming (Teil 1) für Schlagzeugquartett (1970-71) Nebojša Jovan Živković, Trio per uno (Teil 2) (1999) Nebojša Jovan Živković, Trio per uno (Teil 3) (1999) Nigel Westlake, Omphalo Centric Lecture für Marimbaquartett (1984) _ Pause Rüdiger Ruppert, Flugfische und Seepferdchen (2013) Nebojša Jovan Živković, Trio per uno (Teil 1) (1995) Iannis Xenakis, Kassandra für Bariton, Psalterium und Solo-Schlagzeuger (1987) Minoru Miki, Marimba Spiritual für Marimba und Schlagzeug (1983) _ Pause György Ligeti, Poème symphonique für 100 Metronome (1962) Eintritt frei Eine Veranstaltung von Gerd de Vries zu seinem 70. Geburtstag…

Orgelkonzert

Sonntag, 5. Oktober 2014  –  19 Uhr Sophienkirche Große Hamburger Str. 29-30 · 10115 Berlin 1. Teil – Pierre Charial, Drehorgel  (»Orgue de barbarie«) Pierre Charial, Tubach (1980) Iannis Xenakis, Naama (1984) Igor Strawinsky, Walzer aus Petruschka (1911) Igor Strawinsky, Auszug aus Le sacre du printemps (1913) György Ligeti, Poème symphonique (1962) Rabih Abou-Khalil, El fuego (1985) György Ligeti, Continuum (1968) Leroy Anderson, The Typewriter (1950) 2. Teil – Alexander Moosbrugger, Orgel György Ligeti, Harmonies, Etüde Nr. 1  (1967) Hanne Darboven, op.12 (1982/83)  – Uraufführung – Carl Ruggles, Exaltation (1958) Eintritt frei Eine Veranstaltung von Gerd de Vries zu seinem 70. Geburtstag 2014 in Zusammenarbeit mit Freunde Guter Musik Berlin e.V. Mit herzlichem Dank an die Hanne Darboven Stiftung….

Wandelkonzert

Samstag, 4. Oktober 2014  …. zwischen 18 und 21 Uhr …. Sammlung Hoffmann Sophienstr. 21 · 10178 Berlin Ein Wandelkonzert. Stille, »Innere Stimme« und Ausschnitte aus Stücken ziemlich langer Dauer David Askevold, FFACC Tuning Fork Concert für Stimmgabeln (1970) Robert Barry, Energy Field (AM 130 KHz) (1968) John Cage, 4’33’’ Partitur (1952) William Engelen, Falten für Perkussion (2013) Augustin Maurs, Kanon (Satie as Birthday Cake) für Stimmen (2014) Jonathan Monk, Silent DJ für DJ Alexander Moosbrugger, Zuspiel auf Vinyl Langspielplatte (2014) Olaf Nicolai, Innere Stimme (2010) Olaf Nicolai, 443 (2014) Yoko Ono, Earth Piece Partitur (1963) Eric Satie, Vexations für Klavier (1893) Karlheinz Stockhausen, Libra für Spieluhr (1975-76) Gerd de Vries, E.H. (Hommage an LaMonte Young und Erika Hoffmann) für elektrische Orgel (2014) Eintritt frei, Anmeldung unter: info@freunde-guter-musik-berlin.de Eine Veranstaltung von…

Broken Music / Re:Broken Music

10.04.2014 / 20 Uhr Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin Staatliche Museen zu Berlin Invalidenstr. 50–51, 10557 Berlin Eintritt 10 €, ermäßigt 6 € Kartenvorverkauf: gelbe MUSIK, Schaperstr. 11, 10719 Berlin Dienstag – Freitag 13–18 Uhr, Samstag 11–14 Uhr Milan Knížák – BROKEN MUSIC Assistenz: Phaerentz Opening Performance Orchestra – RE:BROKEN MUSIC Milan Knížák, Destroyed Music Foto: Werner Zellien Mit diesem Konzert feiern wir den 50. Geburtstag von Milan Knížáks Konzert-Aktionen Broken Music. Gleichzeitig nimmt gelbe MUSIK Abschied vom Ladengeschäft, um als Archiv Broken Music weitergeführt zu werden. Der Begriff Broken Music geht zurück auf den tschechischen Künstler Milan Knížák, der Anfang der 1960er Jahre seine Schallplattencollagen so benannte. “…Die Idee, destruierte Musik zu…

Susan Philipsz

Historische-Halle1800

01.02. – 04.05.2014 Eröffnung: 31.01.2014, 20 Uhr Hamburger Bahnhof Museum für Gegenwart – Berlin / Historische Halle Staatliche Museen zu Berlin Invalidenstr. 50-51, 10557 Berlin Di, Mi, Fr 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr, Sa-So 11-18 Uhr Part File Score 24-Kanal Sound Installation Zwölf Arten Hanns Eisler zu beschreiben Foto: Nick Ash Die Klangarbeiten der in Berlin lebenden schottischen Künstlerin Susan Philipsz entstehen oft für einen bestimmten Ort, auf dessen Geschichte und Räumlichkeit sie sich bezieht. Für die Historische Halle des Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin hat sie eine Sound Installation entworfen, die Bezug nimmt zum einen auf die ehemalige Funktion des Gebäudes als Bahnhof und zum anderen auf die architektonische Struktur der…

Vortrag und Künstlergespräch

29.04.2014 / 19 Uhr Hamburger Bahnhof Museum für Gegenwart – Berlin Staatliche Museen zu Berlin Invalidenstr. 50-51, 10557 Berlin Veranstaltung zur Ausstellung Musikwerke Bildender Künstler SUSAN PHILIPSZ Part File Score 24-Kanal Sound Installation Zwölf Arten Hanns Eisler zu beschreiben Programm: Begrüßung Ingrid Buschmann und Gabriele Knapstein Einführung in die filmmusikalischen Kompositionen von Hanns Eisler mit Filmbeispielen mit Peter Deeg und Johannes C. Gall Susan Philipsz im Gespräch mit Martin Herbert (in englischer Sprache) Teilnehmer: Peter Deeg (Berlin) ist Musikwissenschaftler und derzeit Mitarbeiter des Musikarchivs der Akademie der Künste, Berlin. Zahlreiche Publikationen über Hanns Eisler. 2012/2013 Erfassung sämtlicher filmmusikalischer Kompositionen Hanns Eislers im Auftrag der Internationalen Hanns Eisler Gesellschaft und der DEFA-Stiftung. Johannes C. Gall (Berlin) ist…

Relevante Musik

19.07 – 21.07.2013 Villa Elisabeth & St. Elisabeth-Kirche und Veranstaltungen im öffentlichen Raum Festival politischer Medienkunst, Performance und Musik Die Diskussionen im Umfeld der zeitgenössischen Musik waren in den letzten Jahren geprägt von der Frage nach ihrer Vermittlung. Es schien, als rückte an die Stelle inhaltlicher Auseinandersetzung das „Ziel [der] Stärkung der Präsenz Neuer Musik im Kulturleben, um die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit zu erhöhen und neues Publikum zu gewinnen“ (Netzwerk Neue Musik). Mit dem Festival Relevante Musik spielen wir den Ball an die Künstler zurück und fragen nach der gesellschaftlichen und politischen Relevanz ihrer Arbeiten. Im Vergleich zur aktuellen Bildenden Kunst mit ihrem sozial-analytischen oder politisch-strukturellen Fokus stehen der zeitgenössischen Musik, wenn Sie von…

Relevante Musik – Installationen

19.07.2013 / 19:00 Uhr Eröffnung Villa Elisabeth Öffnungszeiten Installationen: 20.-21.07.2013, 17:00 – 22:00 Uhr Gerhard Schultz: Care Of Merchandising (2013) mit Lucrecia Dalt, die an ihrem neuen Album für Care Of Editions arbeitet: www.careof.co Installative Präsentation des konzeptionellen Plattenlabels, das aktuelle Geschäftsmodelle der Musikindustrie konterkariert. Online Record-Store und Live-Produktion einer neuen Release. Realisiert mit Hilfe des Elektronischen Studios der TU Berlin und der Graduiertenschule für die Künste und die Wissenschaften mit Unterstützung der Einstein Stiftung Berlin. Matt Rogalsky & George W. Bush: Two Minutes Fifty Seconds Silence for the USA (2004) Die Klanginstallation basiert auf den stillen Stellen der Rede, in der George W. Bush den Irak-Krieg erklärte. Marco Montiel-Soto: Boundaries between working for something…

Das Argument der Straße

19.07.2013 / 20:30 Uhr Villa Elisabeth Eröffnungskonzert Lothar Voigtländer: Maikäfer flieg (1985) – stereo Zuspiel Lothar Voigtländer, live-diffusion Bob Ostertag: All the Rage (1993) – Streichquartett und Zuspiel Streichquartett des Kammerensemble Neue Musik Berlin Hiwa K.: This Lemon Tastes of Apple (2011) – Video (sound) Frederic Rzewski: Lost and Found (1985) für Solo-Perkussionisten Matthias Kaul, Performance Das Eröffnungskonzert thematisiert die Schrecken des Krieges in einer in der DDR umstrittenen Tonbandkomposition von Lothar Voigtländer, die auf dem Kinderlied Maikäfer flieg, dein Vater ist im Krieg basiert, und in einer körperlich gewalttätigen Performance, die Erinnerungen aus dem Vietnam-Krieg aufgreift (Frederic Rzewski). Hiwa K. dokumentiert in einem Video seine verstörende Intervention während Straßenunruhen im Irak, und Bob Ostertags…

Giuliano Obici

19.07.2013 / ab 21:00 Uhr Villa Elisabeth Giuliano Obici: Buy Auri (2006) – Performance für Straßenhändler mit Audiofiles Giuliano Obici und Fernanda Farah, Performance Die Performance greift den illegalen Straßenverkauf schwarz gebrannter CDs in Sao Paulo auf und konterkariert das Geschäftsmodell der Musikindustrie, indem der Konsument zum bezahlten Hörer wird. Weitere Termine: 21.07.2013 / 17:00 – 19:00 Uhr und 21:00 – 22:00 Uhr Villa Elisabeth

Robin Minard

19.07.2013 / 22:00 Uhr St. Elisabeth-Kirche Tonbandkonzert Towards the Deep Map Robin Minard im Gespräch mit Volker Straebel Klänge einer Reise zu den Inuit – Audio-Dokumentation Robin Minard: The Qikiqtaaluk Deep Map (2013, UA/AW) – 5.1 Zuspiel Robin Minard, live-diffusion Die Mehrkanal-Komposition von Robin Minard basiert auf Feldaufnahmen und Interviews aus Nord-Kanada und thematisiert die soziale Situation der Inuit sowie die Gefährdung ihrer Sprache und Kultur. Auftragswerk von WDR 3 open: Studio Akustische Kunst, Deutschlandradio Kultur – Hörspiel / Klangkunst und Freunde Guter Musik Berlin / Elektronisches Studio der TU Berlin.

!Mediengruppe Bitnik

20.07.2013 / 11:00 Uhr Stadtspaziergang Treffpunkt: Villa Elisabeth !Mediengruppe Bitnik: CCTV – A Trail of Images (2009/13) In einem Stadtspaziergang werden die Funksignale von Überwachungskameras gehackt und ihrerseits observiert. Freie Erkundung des Stadtraums mit Video-Sniffern. Weiterer Termin: 21.07.2013 / 11 Uhr Treffpunkt: Villa Elisabeth

Georg Klein

20.07.2013 / 12:00 Uhr Spreeufer / Platz vor dem Bundespresseamt Eröffnung der permanenten Arbeit Georg Klein: toposonie : : spree (2013) Topographische Komposition für einen Stadtraum Partizipativer Soundwalk entlang der Spree in Berlin-Mitte. Der per Smartphone selbständig und individuell erfahrbare Soundwalk eröffnet akustisch eine zweite Wirklichkeit im Regierungsviertel, wo in Klangfeldern die unsichtbaren Stimmen des Politikbetriebs auftauchen: die Einflüsterungen der Lobbyisten. Die Teilnehmer benötigen ein Smartphone (Android/iPhone) mit Kopfhörern und müssen sich zu Beginn die radio aporee – App herunterladen. Weitere Informationen unter: www.toposonie.info Eine Veranstaltung von KlangQuadrat – büro für klang- und medienkunst mit Unterstützung der Initiative Neue Musik Berlin und des Bezirksamts Berlin Mitte. Weiterer Termin: 21.07.2013 / 12:00 Uhr – Meet the Artist…

Richard Teitelbaum

20.07.2013 / 14:00 & 17:00 Uhr Volkspark am Weinberg / Rosengarten Kulturpavillon Konzert im öffentlichen Raum bei Regen nur 17:00 Uhr in der Villa Elisabeth (Info unter: Tel. 030-4404 8609) Richard Teitelbaum: Threshold Music (1973) / Threshold in Berlin (2013) Richard Teitelbaum (electronics) und Ensemble Konzert Minimal Die Musiker von Teitelbaums Threshold Music haben in Vorbereitung auf ihre Performances die Soundscape des Aufführungsortes genau studiert und können in ihrer behutsamen Improvisation mit den Umweltklängen, deren Verlauf sie zu antizipieren gelernt haben, zusammenspielen. Weiterer Termin: 21.07.2013 / 14:00 & 17:00 Uhr Volkspark am Weinberg / Rosengarten Kulturpavillon entfällt bei Regen (Info unter: Tel. 030-4404 8609)

Avantgarde und/als Politik – Podiumsgespräch I

20.07.2013 / 19:00 Uhr Villa Elisabeth Podiumsgespräch I mit Boris Filanovsky, Erhard Grosskopf, Georg Katzer, Bob Ostertag und Frederic Rzewski Moderation: Matthias Osterwold

Avantgarde und/als Politik – Konzert

20.07.2013 / 20:30 Uhr St. Elisabeth-Kirche Konzert des Kammerensemble Neue Musik Berlin Christian Wolff: Changing the System (1973) Erhard Grosskopf: Lied für Bassklarinette und Streichquartett (1977) Theo Nabicht, Bassklarinette und Streichquartett des Kammerensemble Neue Musik Berlin Georg Katzer: Bevor Ariadne kommt (Rondo) 1976 – stereo Zuspiel Boris Filanovsky: Collectivision (2011) für sieben Mundharmonikas und Knopfakkordeon Sergej Tchirkov, Akkordeon und Kammerensemble Neue Musik Berlin Fedor Lednev, Dirgent Zwei Werke aus dem politisch aufgeheizten Ost- und West-Berlin der 1970er Jahre (Katzer und Grosskopf), die die direkte Agitation meiden, aber in nonverbalen Assoziationen Stellung beziehen. Christian Wolffs Changing the System ist ein Klassiker der politisierten Avantgarde jener Zeit, in dem die Aufführungssituation selbst soziale Prozesse thematisiert. Boris Filanovsky…

Avantgarde und/als Politik – Tonbandkonzert

20.07.2013 / 22:00 Uhr St. Elisabeth-Kirche Tonbandkonzert Johannes Fritsch: Modulation IV (1968) – 4-Kanal Zuspiel Richard Barrett & Kees Tazelaar: Equale (2013, UA/AW) – 8-Kanal Zuspiel Richard Barrett und Kees Tazelaar, live-diffusion Auftragswerk des Elektronischen Studios der TU Berlin. Mazen Kerbaj: Starry Night (2006) – stereo Zuspiel Die Uraufführung des Abends bezieht sich auf die politische Dimension im Werk Luigi Nonos und konfrontiert sie mit der Praxis der kollektiven Komposition. Während Johannes Fritsch in seiner Tonbandkomposition das Problem der Kohärenz von widerstrebenden (und widersprüchlichen) Einzelmomenten thematisiert, reagiert der Trompeter Mazen Kerbaj bei der Aufzeichnung einer Improvisation in Beirut auf die Bombeneinschläge der israelischen Luftwaffe.

Mediale Ein- und Angriffe – Podiumsgespräch II

21.07.2013 / 19:00 Uhr Villa Elisabeth Podiumsgespräch II mit Hiwa K., Richard Barrett und Kees Tazelaar, Robin Minard, Giuliano Obici, Gerhard Schultz und Richard Teitelbaum Moderation: Björn Gottstein

Mediale Ein- und Angriffe – Video-Konzert

21.07.2013 / 20:30 Uhr Villa Elisabeth Video-Konzert und Live-Installation Manami N.: The L and R Problem (2013, UA) – Video, Elektronik und Stimme Manami N., Performance !Mediengruppe Bitnik: CCTV – A Trail of Images (2009/13) Carmen Weisskopf und Domagoj Smoljo, Live-Installation Weil Japaner das „L- und R-Problem“ haben, klingen für sie „Light“ und „Right“ gleich. Manami N. bezieht dies auf die Abhängigkeit der Industrienation Japans von elektrischer Energie und auf die wirtschaftlichen Interessen, die – auch nach Fukushima – hinter der Nutzung der Atomenergie stehen. Die !Mediengruppe Bitnik präsentiert die Ergebnisse des Hacking von Berliner Überwachungskameras während des Festivals.

A Relevant Satelite

14.07.2013 / 17:00 Uhr Sowieso, Weisestraße 24, 12049 Berlin Richard Teitelbaum @ Certain Sundays Richard Teitelbaum (electronics) Eine Veranstaltung von Certain Sundays / Sowieso in Verbindung mit Relevante Musik. www.certainsundays.org

Ryoji Ikeda

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28.01. – 09.04.2012 Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof Museum für Gegenwart – Berlin | Ost- und Westflügel db Komposition | Ausstellung Fotos: Uwe Walter Der japanische Komponist und Bildende Künstler Ryoji Ikeda hat für den Hamburger Bahnhof eine Ausstellung konzipiert, die erstmals die beiden symmetrischen Räume im Obergeschoss des Ost- und Westflügels des Museums kompositorisch miteinander verbindet. Der Ausstellungstitel »db« (Abk. für Dezibel) greift diese Symmetrie auf und verweist gleichzeitig auf die komplementäre Beziehung der beiden Ausstellungsräume zueinander. Der von Ikeda entworfene weiße Raum bildet das Pendant zum schwarzen Raum und umgekehrt, nicht nur in physikalischer Hinsicht (Helligkeit, Farbe), sondern auch in der konzeptionellen Anlage und im Modus der Wahrnehmung. Das Projekt versteht sich als Komposition,…

Egill Sæbjörnsson & Marcia Moraes

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21.03.2011 Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof Museum für Gegenwart – Berlin | Aktionsraum What Got You Here, Won’t Get You There Performance | Installation (2011) UA Egill Sæbjörnsson, Marcia Moraes – Künstlerische Leitung Egill Sæbjörnsson – Videos, Gesang, Gitarre Áki Ásgeirsson, Egill Sæbjörnsson, Magnús Jensson – Komposition Áki Ásgeirsson, Egill Sæbjörnsson – Arrangements Ensemble Adapter Kristjana Helgadóttir – Flöten, Marc Tritschler – Klavier, Keyboards, Matthias Engler – Perkussion, Steinunn Arnardóttir, Leópold Kristjánsson – Soundeffekte Der in Berlin lebende isländische Künstler und Musiker Egill Sæbjörnsson kombiniert in seinen Arbeiten die Elemente Installation und Performance, Video und live eingespielte Musik. In den komplexen poetisch-narrativen Raumkonstellationen agiert er selbst, oft auch zusammen mit weiteren Künstlern, und wird so Teil der Situation. Animation,…

Cory Arcangel

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28.11.2010 Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof Museum für Gegenwart–Berlin – Aktionsraum Music for Stereos Performance | Composition Liveprogramm zur Ausstellung »Here Comes Everybody« von Cory Arcangel 30.11. 2010 – 01.05. 2011 Im Rahmen der Veranstaltungsreihe »Musikwerke Bildender Künstler«, die seit 1999 von Freunde Guter Musik Berlin e.V. in Zusammenarbeit mit der Nationalgalerie und weiteren Partnern durchgeführt wird, findet am 28. November die erste Live-Performance des in New York lebenden Künstlers und Musikers Cory Arcangel in Berlin statt. In seiner Komposition »Music for Stereos« hat der Künstler, ausgehend von dem Song »Knockout« von Lil Wayne, eine Gruppe von Popsongs zusammengestellt, die er an diesem Abend präsentiert; dabei hantiert er auf der Bühne mit aufwändig designten low-end Stereoanlagen….

The Nihilist Spasm Band

01.10.2009 Volksbühne im Prater John Boyle – Electric Kazoo, Electric Thumb Piano, Drums John Clement – Bass, Guitar, Drums Bill Exley – Vocals, Cooking Pot Murray Favro – Guitar Art Pratten – Pratt-a-various, Electric Water Pipe Aya Onishi – Electric Kazoo, Drums Die Nihilist Spasm Band ist Legende: Seit über 40 Jahren improvisiert die Band auf selbstgebauten Instrumenten jeden Montag in London, Ontario (Kanada) und gilt, gerade auch unter Musikern, als erste wahre Noise Band der Geschichte. Nach zahlreichen Auftritten mit einer Vielzahl von renommierten Gastmusikern tritt die Band erstmals in Berlin auf. Bereits seit 1965 spielt die Nihilist Spasm Band als Zusammenschluss von Musikenthusiasten aus unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft auf selbstgebauten bzw. modifizierten Instrumenten…

Janet Cardiff & George Bures Miller

CD-Cover-Bild

14.03. – 17.05.2009 Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof Museum für Gegenwart – Berlin / Historische Halle The Murder of Crows (2008) Mixed Media Sound Installation Foto: Roland März Mit ihrer bisher größten Sound Installation »The Murder of Crows« setzen die beiden kanadischen Bildenden Künstler Janet Cardiff und George Bures Miller ihre seit Mitte der 1990er Jahre gemeinsam verfolgte Auseinandersetzung mit den skulpturalen und physischen Eigenschaften von Klang fort. In die – ansonsten leere – Historische Halle des Hamburger Bahnhofs werden insgesamt 98 Lautsprecher installiert. Durch die über eine besondere stereophone Aufnahme- und Wiedergabetechnik erzeugten Lautsprecherklänge von Stimmen, Musik und Klangumgebungen entsteht eine Komposition, die den Hörer direkt körperlich anspricht. Die spezielle Ambisonic-Raumklangtechnik erzeugt ein übersteigertes räumliches…

Heaven And

04.12.2008 Maria am Ostbahnhof Heaven And Record Release Concert „Sweeter As The Years Roll By“ (Staubgold 87) Tony Buck ▪ Drums Steve Heather ▪  Percussion Martin Siewert ▪ Guitars zeitblom ▪ Bass David Cunningham Solo Electric Guitar and Effects Dj Alec Empire Eat Your Heart Out/Dhr, Berlin Dj Markus Detmer Staubgold/Quecksilber, Berlin 25 Jahre Freunde Guter Musik Berlin e.V. Eine avancierte Frauencomputerband und eine avantgardistische, kompromisslose Rock-Männerband mit Gastauftritt und DJ-Nacht sind das diesjährige Jubiläumsprogramm der Freunde Guter Musik Berlin im Kultort Maria am Ostbahnhof. Besucher früherer Freunde-Konzerte werden unter den etablierten Labels FEMMES ÉLÉCTRONIQUES und BANDS’N’BOYS alte Bekannte in neuen Formationen wieder treffen wie Eliane Radigue und zeitblom. Von HEAVEN AND Musikern wie Martin…

The Lappetites

02.12.2008 Maria am Ostbahnhof Eliane Radigue (France) Kaffe Matthews (UK) Ryoko (Japan) Antye Greie AGF (Germany) The Lappetites is a laptop group playing with digital and sonic linking games for composition – 4 women from different backgrounds and different generations. 25 Jahre Freunde Guter Musik Berlin e.V. Eine avancierte Frauencomputerband und eine avantgardistische, kompromisslose Rock-Männerband mit Gastauftritt und DJ-Nacht sind das diesjährige Jubiläumsprogramm der Freunde Guter Musik Berlin im Kultort Maria am Ostbahnhof. Besucher früherer Freunde-Konzerte werden unter den etablierten Labels FEMMES ÉLÉCTRONIQUES und BANDS’N’BOYS alte Bekannte in neuen Formationen wieder treffen wie Eliane Radigue und zeitblom. The Lappetites sind gegenwärtig die Frauen-Laptop-Band Europas. Sie vernetzen ihre Computer und koordinieren ihre sonischen Verwicklungen live mithilfe von…

The Strings Extended

24.06.2007 Maria am Ostbahnhof Dean Roberts •  Gitarre, Gesang dps: Werner Dafeldecker •  Kontrabass / Patrick Pulsinger • Modularsynthesizer Kevin Drumm •  E-Gitarre, Synthesizer Beim Konzertabend “The Strings Extended” trifft der klassisch analoge Sound der Gitarre und des Kontrabass’ auf modulare Synthesizer und präsentiert sich in Zeiten hoch digitalisierter Musik im seltenen Kontext aktueller experimenteller Musik. Der Neuseeländer Dean Roberts, das Duo dps aus Deutschland/Österreich und der amerikanische Musiker Kevin Drumm modulieren in drei Konzerten das ’gewohnte’ akustische Erscheinungsbild dieser Saiteninstrumente in verschiedener, quasi synthetischer Form. Dean Roberts’ künstlerischer Weg begann als Gitarrist im Avantgarde-Trio Thela. Inzwischen arbeitet der Neuseeländer als Solist vor dem Hintergrund elektronischer Musik und erforscht auch als Sänger den point of…

The Sound of Projection II

07.12.2006 Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof Museum für Gegenwart – Berlin The Wonderful World of Ron & Safy, mark II Star Search & Destroy – VJ Safy Sniper VJ Konzert Konzert zur Ausstellung „Jenseits des Kinos:  Die Kunst der Projektion“ 22.09.2006 – 25.02.2007 The Wonderful World of Ron & Safy, mark II – Videoloops werden in unterschiedlichen Kombinationen abgespielt, zusammengestellt, auf eine große Leinwand projiziert. Als Rohmaterial dienen Dokumentationen oder Nachrichtenbilder, die als reines Bild existieren, ohne etwa ein Logo der Sendestation. Der Originalsound wird ebenfalls zu Schleifen geschnitten und live gemischt. Das Konzept für dieses Konzert stammt aus dem Jahr 1987, und seitdem ist die „wunderbare Welt von Ron & Safy“ etwa zweimal jährlich zu…

The Sound of Projection I

06.12.2006 Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof Museum für Gegenwart – Berlin QUASAR (2005, DE) Thomas Köhler & Jürgen Reble Film-Musik-Performance Konzert zur Ausstellung „Jenseits des Kinos:  Die Kunst der Projektion“ 22.09.2006 – 25.02.2007 Seit 1992 arbeiten der Medienkünstler und Komponist Thomas Köner, der in den vergangenen Jahren für seine Arbeiten zahlreiche große Medienkunstpreise (Ars Electronica 2004, transmediale 2005) erhielt und der Film-Alchimist Jürgen Reble in Performances und Installationen zusammen. Ihre gemeinsame Arbeit ist durch eine außergewöhnliche materiale Verschränkung der Medien Film und Musik gekennzeichnet. Die Aufführungssituation ist alchimistisches Klang-Labor. Jürgen Reble bearbeitet Filmmaterial direkt, indem er Chemikalien oder andere Elemente benutzt, um Farben, Formen und Prozesse zu generieren. Thomas Köner verwendet Klänge, die aus diesem Prozess…

Carsten Nicolai

04.09. – 12.11.2006 Singapore Biennale 2006 National Museum of Singapore syn chron Architektonischer Körper als Interface Raum. Licht. Ton. (2005) Carsten Nicolai – Konzeption, Komposition Finn Geipel + Giulia Andi, LIN – Architektur Werner Sobek Ingenieure – Tragwerk David Letellier – künstlerische Assistenz Ingrid Buschmann, Gabriele Knapstein – Kuratorinnen LaserAnimation SOLLINGER GmbH – Lasertechnik, Programmierung ELAC Electroacustic GmbH – Audiotechnik Nibo – Soundprogrammierung Rob Feigel – Produktionsleitung Der Bildende Künstler und Musiker Carsten Nicolai hat mit »syn chron« einen Raum konzipiert, der zugleich als akustischer Körper, Resonanzraum und Projektionsoberfläche dient. Es handelt sich um einen begehbaren kristallinen Körper, dessen transluzente Haut Träger von akustischen wie optischen Ereignissen ist. Die von Nicolai komponierte elektronische Musik generiert…

alva noto

04.09.2006 National Museum of Singapore alva noto – xerrox (raster-noton) supported by kanding ray (raster-noton) nibo (raster-noton) Im Rahmen der Singapore Biennale 2006, in Zusammenarbeit mit raster-noton. Weitere Informationen: www.raster-noton.net www.singaporebiennale.org

Carsten Nicolai

17.12.2005 – 19.02.2006 Yamaguchi Center for Arts and Media, Japan syn chron Architektonischer Körper als Interface Raum. Licht. Ton. (2005) Carsten Nicolai – Konzeption, Komposition Finn Geipel + Giulia Andi, LIN – Architektur Werner Sobek Ingenieure – Tragwerk David Letellier – künstlerische Assistenz Ingrid Buschmann, Gabriele Knapstein – Kuratorinnen JENOPTIK AG – Laserquellen LaserAnimation SOLLINGER GmbH – Lasertechnik, Programmierung ELAC Electroacustic GmbH – Audiotechnik Nibo – Soundprogrammierung Rob Feigel – Produktionsleitung Der Bildende Künstler und Musiker Carsten Nicolai hat mit syn chron einen Raum konzipiert, der zugleich als akustischer Körper, Resonanzraum und Projektionsoberfläche dient. Es handelt sich um einen begehbaren kristallinen Körper, dessen transluzente Haut Träger von akustischen wie optischen Ereignissen ist. Die von Nicolai…

Gordon Monahan

01. & 02.12.2005 Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof Museum für Gegenwart – Berlin Theremin in the Rain (2005) mit Francesca Noia und Vania Rovisco, Tanz Mit „Theremin in the Rain“ schreibt der Kanadier und Wahlberliner Gordon Monahan sein Interesse an hybriden Formaten fort: zwischen Performance und Klangkunst, Technologie und menschlicher Handlung, Perfektion und Imperfektion. Mit einzigartigem Humor gelingt es Gordon Monahan, zwischen den Polen zu vermitteln, technische Gerätschaften mit einer haptisch-sinnlichen Ebene zu versehen und die Grenzen in Richtung populärer Musiken künstlerisch-konzeptuell aufzulösen. So ist er auch innerhalb der zeitgenössischen Musik einer der führenden Künstler bei eben dieser gegenwärtig so virulenten Auflösung traditioneller Kunst-Grenzen und der Integration unterschiedlichster Genre-Paradigmen. Als Stipendiat des DAAD kam er 1992…

Grand Prix D’Amour 2005

09.11.2005 Sophiensæle Liebesliederwettbewerb 2005 ein Projekt von Nicholas Bussmann und Freunde Guter Musik Berlin e.V. Auch in diesem Jahr wird wieder ein grandioser Fresskorb der SiegerIn des Liebeslieder Wettbewerbs überreicht werden – aber das ist gar nicht so wichtig, denn die Regeln sind die alten geblieben. Der Gewinner ist nur einer unter vielen Gewinnern, und die Liebe ist auch in diesem Jahr so ungerecht wie letztes Jahr. Jeder Anwärter auf den großen Preis der Liebe hat ein ’selbstgemachtes‘ Liebeslied vorbereitet, um es alleine vorzutragen. Zu Beginn des Wettbewerbs wird aus dem Publikum per Los eine Person ausgewählt und darum gebeten die Jury zu sein.Der Abend lebt von der großen Vielfalt der Solisten und den unterschiedlichsten…

Carsten Nicolai

07. – 16.10.2005 BIENNALE BERN 05 Hochschule der Künste Bern HKB, Große Halle syn chron Architektonischer Körper als Interface Raum. Licht. Ton. (2005) Carsten Nicolai – Konzeption, Komposition Finn Geipel + Giulia Andi, LIN – Architektur Werner Sobek Ingenieure – Tragwerk David Letellier – künstlerische Assistenz Ingrid Buschmann, Gabriele Knapstein – Kuratorinnen JENOPTIK AG – Laserquellen LaserAnimation SOLLINGER GmbH – Lasertechnik, Programmierung ELAC Electroacustic GmbH – Audiotechnik Nibo – Soundprogrammierung Rob Feigel – Produktionsleitung Der Bildende Künstler und Musiker Carsten Nicolai hat mit syn chron einen Raum konzipiert, der zugleich als akustischer Körper, Resonanzraum und Projektionsoberfläche dient. Es handelt sich um einen begehbaren kristallinen Körper, dessen transluzente Haut Träger von akustischen wie optischen Ereignissen ist….

Carsten Nicolai

syn chron-außen-Walter1

25.02. – 03.04.2005 Neue Nationalgalerie Berlin / Obere Halle syn chron Architektonischer Körper als Interface Raum. Licht. Ton. (2005) Carsten Nicolai – Konzeption, Komposition Finn Geipel & Giulia Andi, LIN – Architektur Werner Sobek – Tragwerk David Letellier – künstlerische Assistenz Ingrid Buschmann, Gabriele Knapstein – Kuratorinnen JENOPTIK AG – Laserquellen LaserAnimation SOLLINGER GmbH – Lasertechnik, Programmierung ELAC Electroacustic GmbH – Audiotechnik Nibo – Soundprogrammierung ideea Messe- und Dekorationsbau GmbH – Produktion Architektur Rob Feigel – technische Produktion Foto: Uwe Walter Der Bildende Künstler und Musiker Carsten Nicolai hat für die obere Halle der Neuen Nationalgalerie einen Raum konzipiert, der zugleich als akustischer Körper, Resonanzraum und Projektionsoberfläche dient. Es handelt sich um einen begehbaren kristallinen…

¡una familia electrónica, caramba!

12.12.2004 Maria am Ostbahnhof – Drei Generationen spanischer Elektronikmusik – Eduardo Polonio (Huelva) – Urgestein der spanischen elektronischen Musik Francisco López (Madrid) – international renommierter Materialist elektronischer Klänge Darío Moratilla a.k.a. Games Addiction (Guadalajara) – Protagonist der jungen spanischen Musikszene Die Freunde Guter Musik Berlin präsentieren im Maria am Ostbahnhof ein Zusammentreffen dreier Generationen elektronischer Musik aus Spanien. In Solo-Performances und einem gemeinsamen Set spielen die Protagonisten sowohl mit der Verschiedenheit ihrer Ansätze als auch mit den Gemeinsamkeiten zwischen den Zeitaltern in der spanischen Elektronikszene. Eduardo Polonio ist einer der Väter der elektronischen Musikszene Spaniens. Der 63-jährige arbeitet seit über 35 Jahren mit eigensinnigen Setups verschiedenster elektronischer Klangquellen und meidet akustische Instrumente fast wie der Teufel…

KIXX

05.12.2004 Maria am Ostbahnhof – the big before and after show – Lars Rudolph (Berlin) – Trompete, Stimme Wigald Boning (Allgäu) – Saxophone, Keyboards, Stimme Willehad Grafenhorst (Berlin) – E-Bass, Keyboards, Elektronik Jim Meneses (Philadelphia) – Schlagzeug als Gast: Dietmar Diesner (Dresden) – Saxophon, Elektronik „Mickey Mouse im Klanggewitter“ – mit dieser Headline traf der Tagesspiegelkritiker Geisenhanslüke Ende der 80er Jahre, zu den Hoch-Zeiten von KIXX, den Nagel auf den Kopf dieser irrwitzigen und erfrischend anarchischen Rock-Noise-Impro-Band, die es damals international in die vorderste Reihe des Genres gebracht hatte. Diese Band schlachtete die heiligen musikalischen Kühe, wo sie traf, – sie provozierte, scheute weder Slapstick noch brachiale Soundorgien, um sich an jedweden Klängen, Geräuschen und…

Urban + Aboriginal XVI: Alte und neue Musik aus Korea

12. – 21.11.2004 Podewil Auftakt zum Korea-Jahr 2005 / Gastspiele in Utrecht, Amsterdam, Hamburg, Frankfurt und Leipzig Die Freunde Guter Musik Berlin e.V. widmen die sechzehnte Ausgabe von URBAN + ABORIGINAL der Musik aus Korea. Die Veranstaltungsreihe, die seit 1985 in Berlin regelmäßig stattfindet, wendet sich, nach dem China-Festival 2002, der Musikkultur des Nachbarlandes Südkorea zu, das zwar in wirtschaftlicher und politischer Hinsicht in den letzten zehn Jahren zunehmend für Deutschland an Bedeutung gewinnt, dessen Musik jedoch nur wenig bekannt ist. Die Gegenüberstellung von Tradition und Moderne als thematische Leitidee bestimmt auch diesmal das Festivalprogramm. Seit dem Horizonte-Festival 1985 war koreanische Musik nicht mehr in einem größeren Umfang in Berlin zu hören. URBAN + ABORIGINAL…

Ausklang des Festivals

21.11.2004 / 22:00 Uhr Podewil – Solos, Duos, Trios mit den Musikern der Yeak Academy – The Yeak Academy for Ancient Korean Music, Seoul Die instrumentale Begleitung von Gagok und die Einzelstimmen der Ensemblesuiten können auch solistisch oder in kleinen Besetzungen gespielt werden und ergeben so doch eine ganze Musik. In unserem abschließenden Konzert werden die einzelnen Instrumente solistisch und in kammermusikalischen Formen wie Gasa, Shiijo (mit Gesang) und Sanjo noch einmal in lockerer Folge vorgestellt.

Komponistenporträt: Neue Musik 2

21.11.2004 / 19:30 Uhr Podewil – The Barton Workshop, Amsterdam – Kompositionen von Yi Manbang, Koo Bonu, Park Yong-shil, Na Hyo-shin, Han Ock-mi, Han Mi-young Der Barton Workshop ist ein Ensemble, das  in besonderer Weise auf die Herausforderungen der neuesten koreanischen Musik vorbereitet ist, einerseits durch die spielend leichte Bewältigung besonderer harmonischer und intonationsmäßiger Aufgaben, wie sie z.B. Han Ock-mis zerbrechliche Melodik bietet, als auch in konzeptioneller Hinsicht.  Na Hyo-shin hat in ihren Stücken für westliche Instrumente oft traditionell-koreanische Klangvorstellungen umgesetzt, während Yi Manbangs Trio ein fast klasisch-modernes Stück für beherzte Spieler ist.

Roundtable-Gespräch mit Komponisten des Festivals

21.11.2004 / 17:30 Uhr Podewil Klub In Zusammenarbeit mit der Internationalen Isang-Yun-Gesellschaft e.V. Gesprächsleitung: Wolfgang Sparrer

Improvisation und Klangperformances

20.11.2004 / 19:30 Uhr Podewil – Grenzgänge zwischen Klangaktion, Improvisation und Installation – Park Je-chun – Schlagzeug Lee Yun-kyung  – Klangperformance Park Chang-soo – Klavier solo In Korea gibt es keine wirklich eigenständige Jazz-Szene, die etwa die koreanische Tradition in das Idiom des Free-Jazz überführt. Weitaus interessanter sind musikalische Formen, die sich im Grenzbereich zur Performance-Kunst bewegen. Park Chang-soo hat in Korea u.a. mit spektakulären 24-stündigen Piano-Aktionen auf sich aufmerksam gemacht, während die Komponistin und Klanginstallationskünstlerin Lee Yun-kyung das Klavier mit elektrischer Präparation aktiviert. In den Solo-Performances des Schlagzeugers Park Je-chun verwandelt sich sein Perkussionsarsenal in ein universelles Instrumentarium, das er virtuos bedient.

Sanjo Lounges

20.11.2004 / 15:00 Uhr Podewil Studios – Intime Musik für Melodieinstrumente und Sanduhrtrommel – The Yeak Academy for Ancient Korean Music, Seoul Programm: Gasa – Daegum Sanjo, Haegum Sanjo – P‘iri Sanjo, Komun‘go Sanjo – Kayageum Sanjo Das Sanjo, stets ein Duo von Melodieinstrument und Sanduhrtrommel Changgu, wurde erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt.  Heute zählt es zum festen Repertoire aller Musiker der traditionellen Musik. Sanjo (wörtlich etwa: ausgebreitete oder verstreute Melodie) ist wie P’ansori eine hochartifizielle Verarbeitung von Melodien aus dem Schatz der Volksmusik. Ursprünglich als Improvisation konzipiert, bildeten sich bald  „Fassungen“, die mündlich vom Lehrer an den Schüler überliefert wurden. Das hat zu einer Begrenzung des Repertoirs an Sanjos geführt. Für alle…

Modernes P’ansori und Folksongs

19.11.2004 / 22:00 Uhr Podewil – P’ansori re-designed – Lee Ja-ram – Gesang, Gitarre Kim Yong-wha – Faßtrommel Puk, Stimme Lee Ja-ram steht als jüngste Komplett P’ansori-Sängerin im Guiness-Buch der Rekorde. In Amsterdam und Leipzig wird sie den Part der Sängerin und Erzählerin im P’ansori übernehmen. In Berlin tritt sie als zeitgenössische Musikerin auf. Mit eigenen neuen P’ansori-Kompositionen versucht sie diese Tradition zu erneuern und ins 21. Jahrhundert  zu überliefern. Und als Folksängerin stellt sie einmal mehr unter Beweis, dass sie in vielen verschiedenen musikalischen Sphären beheimatet ist.

Komponistenporträt: Neue Musik 1

19.11.2004 / 19:30 Uhr Podewil – Modern Art Sextet, Berlin und Gäste – Yoriko Ikeya – Klavier Marc Sabat – Violine Cardew Ensemble Berlin Kompositionen von Lee Yun-kyung, Lee Yun-seck, Park Yong-shil, Koo Bonu, Han Mi-young Nach einem Jahrhundert ideologisch wie ästhetisch heftiger Auseinandersetzungen zwischen Traditionsbewußtsein und der „fremden“ westlichen Musikpraxis treten jetzt Komponisten vor, die die Versuche ihrer Vorgänger, Ost und West zu verschmelzen, hinter sich gelassen haben und auf der Basis ihres eigenen und somit koreatypischen musikalischen Erlebens kantenscharfe und starke Individualstile entwickelt haben. Das „Koreanische“ zeigt sich weniger an exotischen Ingredienzien, als  in der Beharrlichkeit der Strukturen oder in der modellhaften Selbstbeherrschung im Ausdruck (Park Yong-shil).  Das „Westliche“ dagegen erscheint zum Beispiel…

Park Chang-soo

18.11.2004 / 22:00 Uhr Podewil – Copy and Paste – Park Chang-soo  – Laptop, Videoprojektionen Park Chang-soo lässt sich am besten als experimenteller Musiker, Komponist, Performance-artist beschreiben. Ob er Klavier spielt, mit dem Computer Klänge generiert, moduliert, zerstückelt und neu zusammenfügt oder mit der Kopplung von Sight and Sound arbeitet, immer bahnt er sich einen neuen Weg durch die Vielfalt von Formen und Ismen.

Porträt Hwang Byung-ki

18.11.2004 / 19:30 Uhr Podewil – Lebende Legende des Kayageum-Spiels: Der Komponist und Virtuose Hwang Byung-ki – Hwang Byung-ki – Kayageum, Changgu Ji Ae-ri – Kayageum Yun In-suk – Stimme Kim Woong-sik – Changgu Hwang Byung-ki ist einer der wenigen großen Stars der traditionellen koreanischen Musikszene. Als Kayageum-Virtuose hat er eine eigene Schule des klassischen Sanjos begründet. Und als erster hat er als eine Art Gedächtnisstütze für den Spieler die westliche Notation benutzt. In diesem Konzert wird seine Meisterschülerin Ji Ae-ri „sein“ Sanjo komplett spielen und Meister Hwang wird sie auf der Sanduhrtrommel Changgu begleiten und gewissermaßen die Rolle des Dirigenten übernehmen. Seine eigenen Kompositionen für Kayageum wird Meister Hwang als Solist selbst vorstellen.

Sanjo Lounges

16.11.2004 / 19:30 Uhr Podewil Studios – Intime Musiken für Melodieinstrumente und Sanduhrtrommel – The Yeak Academy for Ancient Korean Music, Seoul Programm: Haegum Sanjo – Kayageum Sanjo, Komungo Sanjo – Daegum Sanjo, Gasa – P´iri Sanjo Das Sanjo, stets ein Duo von Melodieinstrument und Sanduhrtrommel Changgu, wurde erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt.  Heute zählt es zum festen Repertoire aller Musiker der traditionellen Musik. Sanjo (wörtlich etwa: ausgebreitete oder verstreute Melodie) ist wie P’ansori eine hochartifizielle Verarbeitung von Melodien aus dem Schatz der Volksmusik. Ursprünglich als Improvisation konzipiert, bildeten sich bald  „Fassungen“, die mündlich vom Lehrer an den Schüler überliefert wurden. Das hat zu einer Begrenzung des Repertoirs an Sanjos geführt. Für alle…

Yeochang Gagok

14.11.2004 / 19:30 Uhr Podewil – Lyrische Kunst-Lieder für Frauengesang – Yi A-mi – Gesang The Yeak Academy for Ancient Korean Music, Seoul Gagok ist die Blüte des klassischen koreanischen Gesangs und zählt zur musikalischen Praxis der gelehrten Klasse im alten Korea. Überliefert sind 15 Gagoks für Frauenstimme, 27 für Männerstimme und 2 gemischte. Unser Konzert bringt den kompletten Zyklus für Frauenstimme. Der gesangliche Ausdruck ist, ganz den empfindsamen Texten entsprechend, sublimiert in eine genauestens reglementierte Stimmfärbung im Wechsel von Kopf- und Bruststimme, übertritt aber nie die Grenze nobler Zurückhaltung. Im Zusammenwirken von Stimme und Instrumenten ergeben sich Schwebungen und andere Klangereignisse, die man eher in der westlichen Neuen Musik erwartet, und die in kleinen…

P’ansori Simchong-ga

13.11.2004 / 17:00 Uhr Podewil – Geschichtenerzählen durch Gesang – Wang Ki-seok – Gesang Han Seung-seok – Puk Dauer ca. 5 Stunden P’ansori ist ein langer epischer Gesang, dessen emotionales Spektrum von derber Komik über tiefste Tragik bis hin zu zartester Lyrik reicht. Obwohl keine Noten niedergeschrieben sind, ist die Musik zu jeder Silbe des Textes bis ins letzte Detail genauestens mündlich tradiert. Den Sänger begleitet ein Faßtrommel-Spieler durch die turbulente Erzählung, der die „Arien“ rhythmisch fixiert und den Sänger anfeuert. Das zu tun (Olshigu! – Chota!) ist auch das (koreanische) Publikum gehalten. Simchong-ga ist die Geschichte eines Mädchens, das ihr Leben für die Heilung ihres blinden Vaters gibt, aber auf wunderbare Weise gerettet wird….

Medien Lounge

12. – 21.11.2004 Podewil Foyer – Ein Fenster in den musikalischen Alltag Koreas – geöffnet an den Vorstellungstagen ab 1 Stunde vor Beginn der ersten Vorstellung In der Medienlounge wird der musikalische Alltag Koreas präsentiert. Internet-Live-Streams von Pop- und Traditionelle-Musik-Sendern, wie Klassikradio FM 93.1 und Kugak-bangsong FM 99.1, Videoclips und musikalische Computerkunst sollen Aufschluß darüber geben, wie und welche Musik in der Öffentlichkeit Verbreitung findet.

Kang Ho-jung-Quartet

12.11.2004 / 22:00 Uhr Podewil – Von Pop bis Noise – Kang Ho-jung – Keyboards, Laptop Han Seung-seok – Korean percussion Han Choong-wan – Keyboards Chung Jaeil – Baßgitarre, Sampler Kang Ho-jung, der sich auch Hodge nennt, ist ein etablierter Computer- und Filmmusiker. Bekannt wurde er nicht nur durch seine langjährige Mitgliedschaft in der Hardrockband Giks, sondern auch durch seine Filmusiken wie zu dem Animationsfilm Oseam. Kang Ho-jung wird in Berlin mit seiner neuen Formation auftreten, der der Jazzpianist Han Choong-wan, der P’ansori-Trommler Han Seung-seok und der Baßgitarrist und Scratch-Virtuose Chung Jaeil angehören. Live Musik und Musik vom Laptop verbinden sich zu einem Stilgemisch, das von Pop bis Noise und Dancefloor reicht.

Kajin Hoesang

12.11.2004 / 19:30 Uhr Podewil – Kunstvolle Instrumentalmusik für Gelehrte und Philosophen – The Yeak Academy for Ancient Korean Music, Seoul Die Suite Kajin Hoesang repräsentiert eine besondere Form der alten koreanischen Musik. Ursprung dieser Musik ist ein instrumental begleiteter buddhistischer Gesang Yongsan Hoesang pulbosal (Buddha lehrte auf dem heiligen Felsen), der seit dem 15. Jahrhundert aufgeführt wird, meist von einem Ensemble, bestehend aus den acht für die alte koreanische Musik wichtigsten Instrumenten: den Wölbbrettzithern Komun‘go und Kayageum, der zweisaitigen Fiedel Haegum, der Oboe P’iri, der Bambusflöten Tanso und Taegum, dem Hackbrett Yanggum und der Sanduhrtrommel Changgu. Kajin Hoesang ist eine höchst artifizielle Musik, die von Gelehrten und Philosophen geschätzt wurde. Aufführungen im privaten Kreis…

Florian Hecker & Yasunao Tone

31.10.2004 Maria am Ostbahnhof – Multilayered Generative Media Music | Japan & Fluxus & Elektronik – Florian Hecker & Yasunao Tone – Palimpsest (2004) Yasunao Tone – Wounded Soutai Man’yo Book III (2004) Florian Hecker – Inverted Henon Map IV (2004) Die Zusammenarbeit des jungen Elektronik-Komponisten Florian Hecker (*1975 Augsburg) mit dem japanischen FluxusPionier Yasunao Tone (*1935 Tokio) ist ein Generationen übergreifendes Projekt. Hecker ist in der jüngeren Elektronik-Szene bekannt durch seine zahlreichen Veröffentlichungen auf dem Wiener Mego Label. Tone gehörte Anfang der 60er Jahre zu den Protagonisten von Fluxus in Japan und wurde bei der Ars Electronica 2003 für sein Lebenswerk ausgezeichnet. In erster Linie Komponist, hat er schon früh in verschiedenen Medien gearbeitet….

20 Jahre Freunde Guter Musik Berlin e.V.

26.09. – 04.10.2003 St. Elisabeth-Kirche, Villa Elisabeth 1983 – 2003 Abenteuer des Hörens Konzerte / Performances / Events / Klangkunst / Lectures / Parties Die Aktivitäten der Freunde Guter Musik haben in Berlin Tradition. Seit 1983 widmen sich die Freunde als gemeinnütziger Verein der Präsentation und Vermittlung von neuer Musik und Musik in neuen Formen. Zahlreiche internationale, deutsche und Berliner Künstler wurden eingeladen, ihre Arbeiten an wechselnden ausgewählten Schauplätzen der Stadt zu präsentieren; viele von ihnen waren zum ersten Mal in Berlin zu hören und zu sehen. Die meisten dieser Künstler entziehen sich den üblichen Kategorien des Musiklebens; sie operieren an den experimentellen Rändern der Sparten und im Grenzland von Musik, Bildender und Darstellender Kunst….

Record Player aka Laura Kikauka

04.10.2003 / 22:00 Uhr Villa Elisabeth 20 Jahre Freunde Guter Musik Berlin PLATTENSPIELERIN Lounge

Rodney Graham & Band

04.10.2003 / 21:00 Uhr Villa Elisabeth 20 Jahre Freunde Guter Musik Berlin e.V. BANDS ‚N‘ ARTS Rodney Graham (Gesang, Gitarre) David Carswell (Gitarre, Gesang) Mike Ledwidge (Keyboards, Gitarre, Gesang) Damon Henry (Bass) Pete Bourne (Schlagzeug) Rodney Graham (Vancouver) arbeitet seit vielen Jahren an größeren Werkkomplexen zu ausgewählten historischen und kulturellen Kontexten, für die er sich verschiedener Medien wie Druckgrafik, Installation, Fotografie, Musik, Film und Video bedient. Seit Anfang der 90er Jahre gehören auch Klassische und Pop Musik zu seinen Bezugssystemen. Grahams Auseinandersetzung mit der Pop Musik basiert auf seiner Faszination für populäre Phänomene: der Star, der perfekte Cover-Song, die direkte Form der Kommunikation. Seine erste CD „I’m A Noise Man“ als Sänger und Songwriter brachte Graham…

Martin Creed & Band

04.10.2003 / 20:00 Uhr Villa Elisabeth 20 Jahre Freunde Guter Musik Berlin BANDS ‚N‘ ARTS Martin Creed (Gesang, Gitarre) Keiko Owada (Bass) Christopher Bell (Schlagzeug) Siani Owen (Gesang) Die künstlerische Arbeit von Martin Creed (London), Turner Preisträger von 2001, zeichnet sich durch eine konzeptuelle und minimalistische Herangehensweise aus, in der er häufig mit subtilem Humor die Präsentations- und Repräsentationssysteme von Kunst hinterfragt. Von Anfang an spielen Musik und Sound eine zentrale Rolle in seinen Arbeiten, die oft nur auf Handlungsanweisungen für minimale Interventionen basieren. Auf elementare Song-Strukturen reduziert sind auch die Musikstücke, die er für die 1994 von ihm mitbegründete Band „owada“ schreibt. „Irgendwo zwischen Steve Reich und den Ramones angesiedelt“ (The Guardian) unterlaufen diese…

The Beige Oscillator & DJ Attaché

03.10.2003 / 23:00 Uhr Villa Elisabeth 20 Jahre Freunde Guter Musik Berlin PLATTENSPIELER Lounge

Hudson Riv

03.10.2003 / 22:00 Uhr Villa Elisabeth 20 Jahre Freunde Guter Musik Berlin BANDS ‚N‘ BOYS Autumn in N.Y. – Glittering crowds and shimmering clouds in canyons of steel – Sven-Åke Johansson (Gesang) Alexander v. Schlippenbach (Klavier) Joe Williamson (Bass) Autumn in NY: Wie hat der Schatten von 9/11, der „New Yorker Herbst“ den Klang der berühmten Songs der Swing-Ära verfärbt, in denen NY als Ort eines einzigartigen Lebensgefühls so emblematisch besungen wird? Ein wichtiges Stück fehlt jetzt, keine „Hudson River Suite“ mehr – Hudson Riv (Berlin), anknüpfend an die legendäre Swingband „Night & Day“, horcht dem Echo der Songs und Ereignisse nach, schlicht und lapidar, mit Sven-Åke Johansson, dem Schlagzeuger und Aktionskünstler, im Stil eines…

The No Ensemble

03.10.2003 / 21:00 Uhr Zionskirche 20 Jahre Freunde Guter Musik Berlin BANDS ‚N‘ BOYS Alex Hacke (Gitarre, Gesang) Rudi Moser (Perkussion) zeitblom (Bass) Der Anstoß, The No Ensemble (Berlin) zu gründen, ergab sich aus der Themenstellung des Jubiläumsprogramms der Freunde. Die Musiker ergriffen die Gelegenheit, und das Trio wurde geboren. Der in Berlin ansässige Elektroniker zeitblom knüpft an seine Avant Rock Wurzeln an und tauscht seinen Laptop zeitweilig gegen die Bassgitarre ein. Alex Hacke, dessen Laufbahn mit der Gründung der Einstürzenden Neubauten begann, entdeckte während die Neubauten zum internationalen Exportschlager avancierten seine Liebe zur amerikanischen Folk- und Country-Music und erwarb sich den Ruf eines herausragenden Sängers. Auch der Perkussionist Rudi Moser stieß irgendwann zu den Neubauten….

R.U.B.

03.10.2003 / 20:00 Uhr Zionskirche 20 Jahre Freunde Guter Musik Berlin BANDS ‚N‘ BOYS Ned Rothenberg (Saxophon, Klarinetten) Uchihashi Kazuhisa (Gitarre, Bass, Daxophon) Samm Bennett (Elektronik, Perkussion) Ned Rothenberg und Samm Bennett, seit den späten 80er Jahren durch langjährige Zusammenarbeit in der Downtown Szene New Yorks verbunden, setzen neuerdings ihre erfolgreiche Bandarbeit auch nach der Übersiedlung von Bennett nach Tokio fort. Rothenberg, ein häufiger Gast auf den japanischen Bühnen, gründete mit Bennett und dem japanischen Gitarristen Uchihashi Kazuhisa das Trio R.U.B. Die drei herausragenden Instrumentalisten und Improvisatoren bilden eine stilistisch weit greifende Formation, in der die Individualität der Einzelnen unverkennbar bleibt, ohne die Konzentration auf das Gemeinsame zu schwächen.

Natascha Sadr Haghighian

01.10.2003 / 22:00 Uhr Villa Elisabeth 20 Jahre Freunde Guter Musik Berlin PLATTENSPIELERIN Lounge

Maryanne Amacher

01.10.2003 / 21:00 Uhr Villa Elisabeth 20 Jahre Freunde Guter Musik Berlin FEMMES ELECTRONIQUES Excerpts: RESEARCH & DEVELOPMENT, (Sound Characters Series 1998 – ) Multi-Channel Installation/Performance Maryanne Amacher (New York) hat sich bereits Anfang der 60er Jahre während ihres Studiums bei Karlheinz Stockhausen intensiv mit elektronischer Musik beschäftigt. Sie arbeitete u.a. zusammen mit John Cage und der Merce Cunningham Dance Company, hat zahlreiche Klanginstallationen realisiert und bezieht in den letzten Jahren vermehrt multimediale Elemente in ihre Arbeit ein. In vielen Stücken experimentiert sie mit besonders hohen Tönen, die beim Zuhörer einen Effekt auslösen, den sie selbst als „Third Ear Music“ bezeichnet. In ihren Installationen sucht sie nach neuen Formen der Raum- und Klangarchitektur und entwickelt…

Eliane Radigue

01.10.2003 / 20:00 Uhr Villa Elisabeth 20 Jahre Freunde Guter Musik Berlin FEMMES ELECTRONIQUES L’Ile Re-Sonante – 8-track / 3-part piece (2000) Eliane Radigue (Paris) studierte in den 50er Jahren bei Pierre Schaeffer und Pierre Henry und war viele Jahre lang als Assistentin von Henry tätig. Sie folgte allerdings ihrem Mentor nicht in die Gefilde der „musique concrète“, sondern wandte sich vielmehr den Synthesizern als Klangquelle zu und ging ihre eigenen Wege. Ihre meist auf einem Arp oder Moog Synthesizer erzeugten und auf Tonband aufgenommenen elektronischen Klänge von hypnotischer Kraft, kompromisslos minimalistisch, geradezu asketisch, verändern sich fast unmerklich und erzeugen einen kontinuierlichen Fluss, in dem sich die Musik um die Zuhörer herum zu bewegen scheint….

DJ Redo aka Werner Durand

28.09.2003 / 22:00 Uhr Villa Elisabeth 20 Jahre Freunde Guter Musik Berlin PLATTENSPIELER Lounge

Tenores di Bitti

28.09.2003 / 21:00 Uhr Villa Elisabeth 20 Jahre Freunde Guter Musik Berlin CANTI Traditioneller Sardischer Männerchor Daniele Cossellu, Mario Pira, Pier Luigi Giorno, Piero Sanna Das Volkalquartett TENORES DI BITTI REMUNNU ‚E LOCU (Bitti, Sardinien), benannt nach dem berühmten Dichter aus Bitti, pflegt seit dreißig Jahren eine auf Sardinien immer noch lebendige Tradition des mehrstimmigen a capella Männergesangs, der eine Ausnahmestellung in der Vokalmusik des Mittelmeerraumes einnimmt und einzigartig in Europa ist. Über Jahrhunderte hat sich im Nordosten  Sardiniens  eine sehr ursprüngliche Form des „canto a tenores“ erhalten, vital und unmittelbar wie die ungezähmte Natur der Insel. Der Vorsänger singt die Hauptmelodie, meist Balladen, Satiren, Liebeslieder, Tänze oder religiöse Lieder, während die drei Begleitstimmen ihm…

Michiko Hirayama

28.09.2003 / 20:00 Uhr Villa Elisabeth 20 Jahre Freunde Guter Musik Berlin CANTI Canti del Capricorno von Giacinto Scelsi (1915-1982) – Stimme solo Die 80jährige Meistersängerin Michiko Hirayama (Rom) ist als Widmungsträgerin und langjährige Muse von Giacinto Scelsi die berufene und authentische Interpretin seines großartigen Zyklus für Solo-Stimme unter dem Zeichen des Steinbocks. Sie war, ausgebildet auch in traditionellem japanischem Gesang, in den 60er Jahren nach Rom gekommen und stand bald im Mittelpunkt der dortigen musikalischen Avantgarde. Über 100 Werke wurden ihr und ihrer außergewöhnlichen Stimme gewidmet. Giacinto Scelsi (1915 – 1982) ist unter den Komponisten der Neuzeit ein Einzelgänger, der erst in den 80er Jahren weltweit Anerkennung gefunden hat. Er geht vom Einzelton aus,…

zeitblom

26.09.2003 / 22:00 Uhr Villa Elisabeth 20 Jahre Freunde Guter Musik Berlin NETZMUSIK motion picture soundtrack – Konzert biomorph source music III/audiotracts – Soundprojekt im Netz, Präsentation Die beiden Beiträge des Berliner Elektronik Musikers, Komponisten und Sound Designers zeitblom (Berlin) basieren auf der Vorstellung eines biomorphen Komponierens mit Klang als Mikro-Organismus, die er in seiner Arbeit an der Installationstrilogie „bioplex – biomorph – bioscope“ (2001-2005) entwickelt hat. In seinem Konzert „motion picture soundtrack“ wird er die Musik für einen nie gedrehten Film im anamorphotischen Cinemascope System vorstellen. Ähnlich der anamorphotischen Optik werden Klänge komprimiert, um anschließend durch Entzerrung und Trennung wieder ein monophonisches Klangbild entstehen zu lassen. Klang, Melodie und Rhythmen sind einer ständigen Permutation unterworfen…

Glenn Branca

26.09.2003 / 20:00 Uhr St. Elisabeth-Kirche 20 Jahre Freunde Guter Musik Berlin e.V. MAXIMAL MINIMAL Symphony No.14 (Retrospective) – UA – Auftragswerk für Rockband und Elektronik – Glenn Branca (Obertongitarre) Regina Bloor (Gitarre) Ryan Walsh (Bass) Tony Cenicola (Schlagzeug) Glenn Brancas (New York) einzigartig wuchtige, harmonische, d.h. auf Obertonreihen basierende, mikrotonale Musik für große Besetzungen aus elektrischen Gitarren und Keyboards ist eng verbunden mit der Geschichte der Freunde. Seit Ende der 70er Jahre experimentierte Branca mit dem Klang von E-Gitarren und deren Obertönen, entwickelte eigene Instrumente und spezielle Stimmungssysteme, die auf der weit aufgefächerten Partialtonreihe basieren. Überdies begann er, sich mit musikalischen Großformen zu beschäftigen. Mit seinen bis zu eineinhalbstündigen „Symphonien“ für größere Ensembles von E-Gitarren…

EN/OF _ Ausstellung

05.07. – 02.08.2003 heeresbaeckerei-kultur Editionen Ausstellung im guestroom Editionen EN/OF: 001 Liam Gillick / Ekkehard Ehlers & Joseph Suchy  002 Olafur Eliasson / Heimir Björgúlfsson  003 Tobias Rehberger / Stephan Mathieu  004 Sarah Morris / Jan Jelinek  005 Henrik Håkansson / Alejandra & Aeron  006 Angela Bulloch / TV Pow  007 Gerwald Rockenschaub / The Rip-Off Artist  008 Carsten Höller / Wander  009 Simon Starling / Oren Ambarchi  010 Daniel Roth / Stilluppsteypa  011 Darren Almond / Stephan Mathieu  012 Thomas Demand / Pan American  013 Elmgreen & Dragset / Terre Thaemlitz  014 Jonathan Monk / Tarentel  015 Dan Graham / Mirror/Dash (Kim Gordon & Thurston Moore)  Deluxe I Markus Linnenbrink & Dan Devening /…

EN/OF _ Finissage

02.08.2003 / 18:00 Uhr guestroom / heeresbaeckerei-kultur Christina Kubisch & Boris Hegenbart „Elektrisches Pflichtjahr“ – Klangperformance „Elektrisches Pflichtjahr“ – 1981 machte ich meine letzte live Performance in Lyon, Frankreich. Mehr als zwanzig Jahre später nahm ich den Faden in einer Stadt in Nordschweden wieder auf. Beide Male handelte es sich um eine gemeinsame Performance mit einem anderen Künstler, die Zusammenarbeit mit anderen hat mich in diesem Bereich immer mehr interessiert als das Solo. Ende der 80er Jahre begann ich nach einer längeren Phase der Auseinandersetzung mit dem Medium Licht u.a. auch mit Solarenergie zu experimentieren. Dabei faszinierte mich das Phänomen, dass Abläufe in der Natur ganze Zyklen mit Klangveränderungen strukturieren können. Sonnenaufgang, Dämmerung, verschiedene Tageszeiten…

EN/OF _ Konzert

11.07.2003 / 21:00 Uhr heeresbaeckerei-kultur Jan Jelinek Stephan Mathieu Wander Jan Jelinek (Berlin) arbeitet seit 1998 unter verschiedenen Pseudonymen in unterschiedlichen Kontexten: an einer Neubewertung von Phrasen der Soulmusik (als Farben), an einer reduzierten Dancefloor-Annäherung (Gramm) und unter seinem Namen u.a. an der Verschiebung von linearen Sekundenloops aus Jazz Samples. In seinen regelmäßigen Kollaborationen mit Künstlern geht es Jelinek um die direkte Verbindung musikalischer und visueller Aspekte. In der Ausstellung ist er gemeinsam mit Sarah Morris (EN/OF 004) vertreten. Stephan Mathieu (Saarbrücken) hat in den 90er Jahren als Schlagzeuger im Bereich der Improvisation u.a. zusammengearbeitet mit STOL und dem Butch Morris Conduction Ensemble. Seit 1998 konzentriert er sich auf das digitale Prozessieren von akustischen Ereignissen….

EN/OF _ Lounge

05.07.2003 / 22:00 Uhr heeresbaeckerei-kultur Millionaires With Guitars Gerwald Rockenschaub Eröffung der Ausstellung EN/OF und Lounge mit Millionaires With Guitars (Frantek Brandt, Markus Linnenbrink – Gitarren, Julius Linnenbrink – Schlagzeug) und Gerwald Rockenschaub (DJ). Millionaires With Guitars spielen als engagierte Laienband seit 1 1/2 Jahren regelmäßig zusammen in ihrem Übungsraum in Dortmund. Zu den wenigen öffentlichen Auftritten der Band gehörten bisher ein Konzert zu einer Ausstellungseröffnung von Markus Linnenbrink sowie die Plattenaufnahme für die erste EN/OF Deluxe Edition, an der Linnenbrink auch als Künstler beteiligt ist. Gerwald Rockenschaub (Berlin) ist als Bildender Künstler international bekannt und als solcher auch in der EN/OF Edition 007 vertreten. Bereits seit 1987 tritt Rockenschaub aber auch regelmäßig als DJ…

Urban + Aborignal XV: China

15.11. – 17.11.2002 Podewil, Werkstatt der Kulturen der Welt URBAN + ABORIGINAL XV ist der Musikkultur Chinas gewidmet. Die thematische Konfrontation von Tradition und Moderne ist als Leitidee in den jüngsten Ausgaben des Festivals der Freunde Guter Musik Berlin e.V. mehr und mehr in den Vordergrund gerückt und bestimmt die programmatische Konzeption auch der diesjährigen Jubiläumsfolge. Wie in den Jahren zuvor findet die Veranstaltungsreihe in Zusammenarbeit mit dem PODEWIL statt, neu hinzugekommen ist als Kooperationspartner und Aufführungsort die WERKSTATT DER KULTUREN. Zweifellos befindet sich China gegenwärtig in einer atemberaubenden, höchst dynamischen, ja dramatischen Phase des gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Umbruchs. Die Künstler machen sich die Tendenzen der internationalen Kunst zugänglich und verarbeiten sie vor dem…

Xu Fengxia / Wu Wie

17.11.2002 / 21:00 Uhr Werkstatt der Kulturen Saal – Improvisierte Musik – Improvisierte Musik zwischen Orient und Okzident, Tradition und Zukunft.

Ensemble „Der Drache“

17.11.2002 / 20:00 Uhr Werkstatt der Kulturen Saal Xu Fengxia (Guzheng), Wu Wie (Sheng, Erhu), Fu Renchang (Yangqin) Traditionelle Musik aus verschiedenen Epochen der Geschichte Chinas und ausgewählten Regionen des Landes unter Einbeziehung der Musik der in China lebenden nationalen Minderheiten.

Ensemble Xian An Guyue

17.11.2002 / 17:30 Uhr Werkstatt der Kulturen Restaurant Vorstellung des Ensembles durch Li Mingzhong aus Xian (Lecture) Chinesisches Buffet Das Ensemble wird dem Publikum von dem Gelehrten, Guqin-Interpreten und Instrumentenbauer Li Mingzhong aus Xian vorgestellt.

Li Mingzhong

17.11.2002 / 16:00 Uhr Werkstatt der Kulturen Saal – Klassische Musik für Guquin – Klassische Musik für Guqin. Es heißt, dass sie die Essenz der chinesischen Musik, die auf eine Jahrtausende alte Geschichte zurückblickt, am besten zum Ausdruck bringt.

Avantpop & Club Culture

16.11.2002 / 22:00 Uhr Podewil Klub Li Chin Sung (live electronics, turntables) – „Berlin“ 1995 von John Zorn entdeckt und auf Tzadik veröffentlicht, versucht Li Chin Sung in seinem zweiten Abend, die Geister der „westlichen“ Hauptstadt zu orten.

Min Xiao-Fen & Derek Bailey

16.11.2002 / 20:00 Uhr Podewil Saal Min Xiao-Fen – Pipa solo Derek Bailey (Gitarre) & Min Xiao-Fen (Pipa) – „Flying Dragons, Dancing Phoenix“ Bailey, Doyen der freien Improvisation, im Duo mit der in New York lebenden Pipa-Virtuosin.

Avantpop & Club Culture

15.11.2002 / 22:00 Uhr Podewil Klub Li Chin Sung (live electronics, turntables) – „Beijing“ Der bekannte Musiker aus Hong Kongs experimenteller Clubszene lässt sich nicht nur von Taoismus, Brit Pop und Musique Concrète inspirieren. Seine besondere Vorliebe gilt traditioneller mongolischer Musik. Im ersten Set widmet er sich den Sounds der „nördlichen“ Hauptstadt.

Ensemble Xian An Guyue

15.11.2002 / 20:00 Uhr Podewil Saal – Ritualmusik aus Xian – Die Ritualmusik aus Xian hat eine lange Tradition. Sie wurde von Generation zu Generation überliefert und zu Ehren von Göttern und Ahnen gespielt. Um jeden Tempel bildete sich ein Ensemble, das an religiösen Feiertagen oft einen stundenlangen Fußmarsch zu einer heiligen Stätte musizierend zurücklegen musste, um dort auf andere, meist aus Bauern bestehende Musikgruppen zu treffen. Manchmal fanden hier auch Wettbewerbe unter den Ensembles statt. Heute leben in der Gegend von Xian, der einstigen Hauptstadt von 13 Dynastien Chinas, nur noch wenige Musiker, die diese vom Aussterben bedrohte Musikkultur pflegen. Das Ensemble besteht aus 14 MusikerInnen, die zum ersten Mal außerhalb ihrer Heimat auftreten.

John Cage

27.10.2002 Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof „Music of Changes“ – Book I-IV Tania Chen (Piano) „Music of Changes“ (1951) ist ein zentrales Solo-Werk von John Cage für Klavier. Interpretiert wird das Stück von Tania Chen, einer jungen Pianistin, die in Großbritannien als herausragende Performerin gefeiert wird und mit ihrer Cage-Adaption nach einem Konzert im Purcell Room des South Bank Kunstcenters nun auch in Berlin gastiert. Tania Chen wurde am Royal College of Music wie am  Goldsmith College ausgebildet. Als Vertreterin einer jungen Generation von Musikerinnen gilt sie als eine der führenden Interpretinnen zeitgenössischer Klaviermusik. Mit „Music of Changes“ spielt sie ein Stück von John Cage, das sich besonders durch einen grundlegenden Aspekt seiner Kompositionen auszeichnet, den…

John Cage

13.10.2002 Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof – Historische Halle „Four5 x5“ für Saxophonquartett und Live-Aufnahme/Zuspielung, Konzept: Ulrich Krieger Ulrich Krieger, Tobias Rüger, Reimar Volker, Martin Losert – Saxophone Frank Eikhoff – Tonregie Im Jahr des 90. Geburtstages von John Cage knüpft Ulrich Krieger an seine überaus erfolgreiche Veranstaltung von „A Cage of Saxophones“ 1999 in der Historischen Halle des Hamburger Bahnhofs an. Gemeinsam mit drei weiteren Musikern und einem Tonmeister widmet er sich diesmal der abendfüllenden Version des Saxophonquartetts „Four5“ (1991) von John Cage. Es steht in der Tradition der Nummern-Stücke, deren individuell unterschiedliche Interpretation durch die jeweiligen Musiker auf der Grundlage von Cages freier Notation prägend für dessen Kompositionsprinzip ist. Nach einer Konzeption von Ulrich…

Grand Prix d’Amour 2002

27.09.2002 staatsbank berlin Liebesliederwettbewerb Projekt: Nicholas Bussmann Jedes Jahr einmal gibt es den Liebesliederwettbewerb. 20 Sängerinnen und Sänger aus den unterschiedlichsten Genres wettstreiten um den grossen Preis der Liebe. Die Sänger und Sängerinnen sind aufgefordert,  eine eigene Komposition zum Thema vorzubereiten und vorzutragen. Für Gerechtigkeit sorgt eine Jury in Form einer per Los aus dem Publikum gewählten Person. Nicholas Bussmann und Freunde Guter Musik Berlin e.V. In Zusammenarbeit mit Staatsbank Französische Strasse. Gefördert durch Initiative Neue Musik Berlin e.V.

Dodo Schilein

24.09.2002 staatsbank berlin – Handdrehorgel, Gitarre, Alltagsgegenstände – Musik für eine Handdrehorgel I-VIII. Ursprünglich stammt die Handdrehorgel mit Zungenschlag-Mechanik aus der Spieluhrensammlung meines Großvaters, der sie in Wien ersteigert hat. Bereits als Kind war ich von dieser Drehorgel fasziniert. So war es für mich eine große Freude, als ich sie dann 1998 von meinem Vater geschenkt bekam. Der ca. 50 x 50 x 40 cm große Holzkasten wird mit einer Handkurbel betrieben, die einerseits den Blasebalken und andererseits die Lochplatten-Mechanik betätigt. Ich besitze eine Anzahl von Lochplatten alter volkstümlicher Musik, die für diese Maschine vorgesehen waren. Ich konnte sehen, wie die Papplatten gestanzt und die Musikstücke umgesetzt wurden. So habe ich begonnen, eigene Kompositionen zu schreiben…

CCMC

27.06.2002 Kunst-Werke Berlin Michael Snow (Klavier), John Oswald (Alt-Saxophon), Paul Dutton (Stimme) – Toronto CCMC wurde 1974 in Toronto als ein Zusammenschluss von Musikern gegründet, die sich allesamt dem Experiment der freien Improvisation verschrieben hatten. Zu den Gründungsmitgliedern von CCMC gehörten Peter Anson, Larry Dubin, Nobuo Kubota, Al Mattes, Michael Snow und Casey Sokol. In wechselnden Gruppenkonstellationen, unter Beteiligung von so renommierten Gastmusikern wie Derek Bailey, Evan Parker und Misha Mengelberg, trat CCMC seit 1976 regelmäßig in der ebenfalls von der Gruppe gegründeten „Music Gallery“ in Toronto auf. Zahlreiche Tourneen führten sie nach Nordamerika, Europa und Japan, gemeinsam veröffentlichten sie bisher acht Platten. In seiner aktuellen Besetzung als Trio mit Michael Snow (Piano), John Oswald…

Paral.lel

20.06. – 22.06.2002 Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof Rahmenprogramm zur Ausstellung Big Sur. Neue Spanische Kunst Die Ausstellung „Big Sur. Neue Spanische Kunst“ präsentiert zentrale Werke von sechzehn Künstlerinnen und Künstlern aus allen Teilen Spaniens. Damit wird die sich besonders in den letzten Jahren lebhaft entwickelnde spanische Kunstszene erstmals in Berlin vorgestellt. Von Anfang an war geplant, in einem Rahmenprogramm zur Ausstellung einige der beteiligten Künstler zu Vorträgen in der Reihe „Künstlerreden“ einzuladen sowie Konzerte aktueller Musik aus Spanien zu veranstalten. Nach dem ersten Vortrag von Daniel Canogar aus Madrid anläßlich der Eröffnung der Ausstellung im April spricht Eulàlia Valldosera aus Barcelona über ihre Arbeit. Für das musikalische Rahmenprogramm wurden junge Musikerinnen und Musiker eingeladen, die…

Nuevo Flamenco Al Antiguo Estilo

22.06.2002 / 20:30 Uhr Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof – Innenhof Konzert und Fest im Freien Asunción Pérez Garcia (Tanz), Francisco Javier Hidalgo Rivera (Gesang), Sonia Miranda (Gesang), Raúl Cantizano Nuñez (Gitarre), Santiago Barber Cortés (Klatschen) Die Künstler des Abends arbeiten in wechselnder Gruppierung im Umfeld der Stiftung „Arte Flamenco Cristina Heeren“ in Sevilla zusammen. In Abgrenzung zu populären Flamenco-Spektakeln verbindet die Künstler das Interesse an den ursprünglichen, puren Formen des Flamenco. Damit gehören sie zu einer jungen Generation von Musikern, Tänzern und Sängern, die sich der Tradition des Flamenco neu anzunähern suchen.

Un Caddie Renversé Dans L’Herbe

21.06.2002 / 22:00 Uhr Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof „Some nenu Songs“ – Video & Elektronik Didac P. Lagarriga, geboren 1976 in Sao Paulo, lebt in Barcelona. Der unter wechselnden Namen auftretende elektronische Musiker betreibt das Projekt „ooze.bâp“, ein avanciertes Elektronik-Label und ein Veranstaltungsprogramm, das musikalische Events an verschiedenen Orten in Barcelona präsentiert. In seinen Installationen verbindet er Musik, Text und Bild, er publiziert eigene Texte und veröffentlicht Platten unter dem Namen „Un caddie renversé dans l’herbe“.

Eulalia Valldosera

21.06.2002 / 19:30 Uhr Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof Künstlerreden: „On Mirrors; Control and Trust“ Eulàlia Valldosera, geboren 1963 in Vilafranca del Penedés, lebt in Barcelona. Sie studierte Malerei an der Kunstakadamie Barcelona, Grafik an der Kunstgewerbeschule von Katalonien und audiovisuelle Techniken an der Gerrit Rietveld Akademie in Amsterdam. Als Stipendiatin des DAAD lebte sie von 1999-2000 in Berlin. Mit ihrer Installation „Les demoiselles de Valence“ ist sie in der Ausstellung „Big Sur“ vertreten. In der Reihe „Künstlerreden“, einer Veranstaltungsreihe des Ferdinand-Möller-Kollegs im Hamburger Bahnhof, stellt sie ihre Arbeit vor, die sich über Malerei und Zeichnung hin zu Projektion, Performance und Installation verlagerte.

Io Casino

20.06.2002 / 21:00 Uhr Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof Io Casino – E-Bass Solo – „Polsky Bass“ DEDO – Io Casino (Stimme) & Victor Nubla (Sampler) – Duo Io Casino, geboren 1973 in Principado de Andorra, lebt in Barcelona. Seit 1991 arbeitet sie mit E-Bass und Stimme. Zusammenarbeit u.a. mit Francisco López, Kasper T. Toeplitz, Tibetan Red, Tenka und Victor Nubla. Seit 1996 ist sie an der Organisation der Festivals für experimentelle Musik „Gràcia Territori Sonor“ und LEM beteiligt. In ihrer eigenen Radiosendung „Oida Selectiva“ stellt sie experimentelle und elektronische Musik vor. Victor Nubla, geboren 1956 in Barcelona, lebt in Barcelona. Der Musiker und Literat ist Mitbegründer der seit 1976 bestehenden Gruppe „Makromasa“. Er komponiert für…

Margarida Garcia

20.06.2002 / 20:00 Uhr Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof Margarida Garcia – E-Bass Solo – „Not What You Want“ Margarida Garcia (E-Bass) & Manuel Mota (E-Gitarre) – Duo Margarida Garcia, geboren 1977 in Lissabon, lebt in Barcelona. Seit 1996 arbeitet sie als Musikerin, häufig tritt sie mit Künstlern aus den Bereichen Performance, Tanz, Video und Installation auf. Zusammenarbeit u.a. mit Sam Ashley, Phill Niblock, Toshio Kajiwara, Manuel Mota, Nuno Moita aka stapletape, Sei Miguel. Als bildende Künstlerin arbeitet sie im Bereich Installation. Darüberhinaus ist sie im elektronischen Studio des Projektraums „Metrònom“ in Barcelona tätig. Manuel Mota, geboren 1970 in Lissabon, lebt in Lissabon. Seit 1989 ist er als Musiker, Komponist und bildender Künstler tätig, außerdem studierte…

Käthe Kruse

14. & 15.03.2002 / 22:00 Uhr Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof Le Sexe Rouge (1997/2002) Performance / Installation / Film Performerin: Käthe Kruse 1997 veröffentlichte Käthe Kruse die CD „Le Sexe Rouge“ mit 13 von ihr komponierten und gesungenen Liedern. Der Titelsong bezieht sich auf eine 1996 in der ZWINGER Galerie in Berlin gezeigten Installation, und in den Folgejahren entwickelte Kruse eine komplexe bildnerische Umgebung für jedes der 13 Lieder. Im Jahr 2000 präsentierte sie die 13 Kunstwerke in einer Ausstellung im Kunstverein Bremerhaven. Sie entwarf schließlich nicht nur ein Objekt bzw. eine Bildserie zu jedem Lied, sondern sie erarbeitete auch dazugehörige performative Situationen, die jeweils aus einem Film, einer Farbprojektion und dem Singen und Agieren…

Christian Marclay

11.03.2002 / 19:00 Uhr Neue Nationalgalerie / Obere Halle Graffiti Composition (UA) Ensemble zeitkratzer, Dirigent: Butch Morris Shelley Hirsch – Stimme, Anthony Coleman – Klavier In Berlin ist Marclay längst eine bekannte Größe. Anlässlich des 10jährigen Jubiläums der Freunde Guter Musik Berlin inszenierte Marclay, 1993 als Stipendiat des DAAD in der Stadt, mit „Berlin Mix“ ein riesiges Simultankonzert. Statt Platten zu samplen, arrangierte er das vielfältige Repertoire von über 180 Musikern aller Stile und Gattungen zu einem polyphonen und multikulturellen Musik-Tableau. Einige Jahre später konnte sich jeder „Berliner“ selbst an einer kollektiven stadtweiten Komposition beteiligen. Christian Marclay ließ 1996 in seiner Arbeit „Graffiti Composition“ im Rahmen von „sonambiente – festival für hören und sehen“ 5.000…

20 Jahre gelbe MUSIK

11.12.2001 staatsbank berlin Eine Veranstaltung anlässlich des 20. Jubiläums der gelben MUSIK mit: Ich schwitze nie, Armchair Travellers & vielen Miniperformances u.a. von Richard Barrett, Eberhard Blum, Amelia Cuni, Arnold Dreyblatt, Sven-Åke Johansson, Cressida Joyce, Rolf Julius, Christina Kubisch, Hans Peter Kuhn, Klaus Lang, Dirk Lebahn, Gordon Monahan, David Moss, Wolfgang Müller, Ann Noël, Matthias Osterwold, Roberto Paci Dalo, Dieter Scheyhing, Eva Maria Schön, Akio Suzuki, Junko Wada, Ute Wassermann, Emmett Williams Die gelbe MUSIK mit ihrem ebenso erlesenen wie auch außergewöhnlichen Angebot von Tonträgern zwischen Futurismus, Meta- und Minimal-Musik, Cage und seinen Folgen, musique concrète, konkreter Poesie sowie Klangkunst und Vorläufern der Avantgarde bis zu elektroakustischer und elektronischer Musik, ein Laden für Liebhaber der…

Ulrich Krieger

06.12.2001 Bastard@Prater – New Sax Electronica 3 – Saxophon und spielergesteuerte Elektronik Mit der 3. Ausgabe des Projekts ‚New Sax Electronica‘ bringt der Berliner Saxophonist, Elektroniker und Komponist Ulrich Krieger wieder ein Programm auf die Bühne, daß jegliche Kategorien negiert. Mit dem Ansatz der spielergesteuerten Live-Elektronik wird ein Tor zu einer völlig neuen Klangwelt für das Saxophon aufgestoßen: Noise, Club, klassische Avantgarde, Rock sind einige der Bezugspunkte, die sich in diesem Programm wieder finden. Die Grenzen zwischen Instrument und Elektronik verschwimmen und werden unhörbar: akustische Elektronik oder elektronische Akustik ? Unwichtig! Das sinnliche Klangerlebnis steht im Vordergrund. Komponisten verschiedenster Ausrichtung lassen sich auf dieses Wagnis ein. Lee Ranaldo von der international bekannten Noise-Rock Gruppe Sonic…

Net.Night

09.10.2001 staatsbank berlin – Musikmachen im Netz – mit: Guy van Belle, Sergi Jorda, Chris Brown Kurator: Golo Föllmer Netzmusik – Guy van Belle, Chris Brown und Sergi Jordà gehören zu den avanciertesten Audio-Artisten im Netz. Als Computermusiker, Medienkünstler und Bastler arbeiten sie an Konzepten, Ereignissen, Software, Klängen und Webseiten für eine Musik des Netzwerks. Was heißt das? Bei der musikalischen Arbeit im Netz treten Möglichkeiten zutage, die es vorher so nicht gab. Vernetzte Musikinstrumente können »durcheinander hindurch« gespielt werden, d.h. Spieler können beispielsweise, egal wo sie sind, alle auf dem selben virtuellen Klangerzeuger spielen oder flexibel in das Spiel anderer Musiker hineinwirken. Die so erzeugten Töne stehen weniger für eine Aussage, als dass sie…

Morton Feldman

22.07.2001 Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof The Abstract Experience Philipp Vandre – Klavier Einführung: Volker Straebel Morton Feldman (1926-1987) wird heute zumeist mit seinen späten, oft mehrstündigen, sanft repetitiven Kammerwerken identifiziert. Weniger bekannt ist Feldmans frühes Schaffen der 1950er Jahre, das bald den Vorbildern des Lehrers Stefan Wolpe und des Mentors John Cage entwuchs und eine ebenbürtige ästhetische Position begründete. Legendär sind die Konzerte, die in dieser Zeit der Pianist David Tudor mit Werken der sogenannten New York School, John Cage, Morton Feldman, Earle Brown und Christian Wolff, aber auch Wolpe, Boulez und Stockhausen in New York gab. Einige Klavierkompositionen Feldmans der 1950er Jahre gelangten später nicht zur Veröffentlichung. Erst 2000 gab der Berliner Musikwissenschaftler Volker…

Chris Newman

21.07.2001 Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof Ghost Symphony – Installed Concert Kammerensemble Neue Musik Berlin Sprecher: Chris Newman „Es handelt sich um Live-Installationen, in denen jeweils zwei medial unterschiedliche Arbeiten kombiniert werden, die auf die gleiche Weise entstanden sind. Beide verwenden eine ähnliche Technik, um ein Modell einer existenziellen Situation herzustellen. Vier Musikstücke für Kammerensemble werden entweder mit gesprochenem Text, Video (Diptychon-Projektion) oder einer Malerei-Installation kombiniert. Die Technik des Zusammenfaltens zum Beispiel, die das Material näher an sich selbst heranführt (was immer mein Bestreben ist), um es eher zu schichten anstatt es aneinander zu reihen, damit sich die Chronologie wendet, findet man (bis zu einem gewissen Punkt) in der „Symphony (1981) with folded Poem (1991)“ (bei dem…

David Grubbs

29.04.2001 Roter Salon / Volksbühne The Spectrum Between Soloprogramm Auf Einladung von Freunde Guter Musik Berlin beendet David Grubbs seine Deutschlandtournee am 29. April in Berlin mit einem Soloauftritt im Roten Salon der Volksbühne. Auch wenn er inzwischen der Liebe wegen nach New York übersiedelte, ist sein Name untrennbar mit der Chicagoer Musikszene verbunden. Man denkt dabei an die Avantgarde-Rock-Formation Gastr del Sol, die Grubbs zusammen mit dem legendärren Jim O’Rourke gründete, oder an die Künstlerformation The Red Crayola, deren Mitglied er war. Seine Freundschaft mit dem langjährigen Weggefährten John McEntire (Tortoise) führte schließlich auch zu einer erneuten Zusammenarbeit bei seiner zuletzt erschienenen Solo-CD „The Spectrum Between“, die das Programm des Clubabends im Roten Salon…

Angelina Baldoz & Axel Dörner

17.12.2000 staatsbank berlin Trompeten-Konzert Angelina Baldoz – Mit der unverkennbaren Art und Weise, wie Angelina Baldoz die Erkundungen der Klangfarbe ihres Instruments, der Trompete, einsetzt, hat sie sich einen festen Platz in der Szene der improvisierten Musik von Seattle erobert. Das Komponieren während des Spiels bedeutet für sie die permanente Aufdeckung von melodischen und rhyth-mischen Informationen der Partialtöne als Bestandteil des Timbres. Angelina Baldoz trat mit zahlreichen improvisierenden Musikern Amerikas wie Jack Wright, Sean Meehan, oder Paul Hoskin in dem Ensemble BOLT, einem frei improvisierenden Bläser-Quartett, auf. Sie arbeitete zusammen mit Ellen Fullman in dem Projekt Sunday Sessions und wirkte in Fullmans Nothern Life: the dark mit. Angelina Baldoz entwickelte musikalische Improvisationen für mehrere Choreographen,…

Joan La Barbara

10.12.2000 staatsbank berlin The Virtuosa in the Electronic Age Joan La Barbara – Stimme Stücke von La Barbara, Charles Doges, Morton Feldman, John Cage Im Rahmen des Programms „The Voice Extended“ Joan La Barbara ist nicht allein eine herausragende Sängerin. Auch als Komponistin, Performerin und Sound Artistin ist die in Santa Fé lebende Künstlerin international bekannt und hoch geschätzt. Virtuos nutzt sie die menschliche Stimme als ein facettenreiches Instrument, mit dem sie traditionelle Grenzen des Stimmeinsatzes in Kompositionen für Mehrfachstimmen, Kammerorchester, Musiktheater, Orchester und für interaktive Technologien überschreitet. La Barbara bedient sich eines eigenwilligen Vokabulars experimenteller, sich ausdehnender „vocal techniques-multiphonics“, „circular singing“, „ululation“ und „glottal clicks“ – ausgefeilte Stimmtechniken, die für ihre Gesangsdarbietungen wie auch…

Das Sax so von der Seite gesehen

16.11. – 19.11.2000 Sophiensæle Unter dem Titel „Das Sax So Von Der Seite Gesehen“ veranstalten Freunde Guter Musik Berlin e.V. gemeinsam mit Ulrich Krieger und den Sophiensælen eine Konzertreihe, die dem Saxophon gewidmet ist. Die ersten beiden Konzerte bestreiten Berliner MusikerInnen, am letzten Abend wird der renomierte kanadische Saxophonist David Mott zum ersten Mal in Deutschland auftreten. Programm: Werner Durand, Ulrich Krieger, Vilém Wagner In Zusammenarbeit mit Sophiensæle, gefördert durch Initiative Neue Musik Berlin e.V.

David Mott

19.11.2000 Sophiensæle The Art of the Solo Baritone Saxophone – solo Am dritten und letzten Abend von „Das Sax so von der Seite gesehen“ tritt der renommierte kanadische Bariton-Saxophonist David Mott in den Sophiensælen – übrigens zum ersten Mal in Berlin – auf. Seine Solo-Performance, in der das Saxophon zum Vermittler zwischen Motts Vorstellungen als Komponist und Interpret wird, trägt den Titel „The Art of the Solo Baritone Saxophon”. In seinen Kompositionen gelingt es David Mott trotzdem Freiraum für spontane Improvisationen zu lassen, wodurch jedes der Konzerte einen eigenen Charakter bekommt. David Mott verfügt über ein außergewöhnliches Repertoire an extended techniques. Mit seinem beachtlichen Klangvokabular schafft der Virtuose experimentelle Klangskulpturen von erstaunlicher Intensität.

The Beatless Saxophones

17.11.2000 Sophiensæle Werner Durand, Ulrich Krieger, Chiyoko Szlavnics, Reimar Volker, mit Ute Wassermann Stücke von James Tenney, Chiyoko Szlavnics, Werner Durand, Ulrich Krieger Mit vier Kompositionen, vier verschiedenen Klangkonzepten setzen „The Beatless Saxophones“ die Reihe „Das Sax so von der Seite gesehen“ fort. Im Mittelpunkt des Programms steht die Welturaufführung von James Tenneys „Saxony“ in der Quartettversion. Ebenfalls mit reiner Stimmung beschäftigt sich Werner Durand in seiner Komposition für zwei Tenorsaxophone und changierendem Bordun. Ulrich Krieger in seinem Solo sowie Chiyoko Szlavnics in ihrem Trio für zwei Saxophone und Stimme arbeiten dagegen mit Differenztönen bzw. Schwebungen.

Ulrich Krieger

16.11.2000 Sophiensæle New Sax Electronica II Stücke von Reinhold Friedl, Kirsten Reese, Ulrich Krieger, Witold Szalonek, Sun Ra Im Rahmen von „Das Sax so von der Seite gesehen“ setzt der Berliner Saxophonist, Elektroniker und Komponist Ulrich Krieger seine lose Konzertreihe „New Sax Electronica“ mit einer zweiten Ausgabe fort. Mit dem Ansatz der spielergesteuerten Live-Elektronik wird ein Tor zu einer völlig neuen Klangwelt aufgestoßen. Noise, Club, klassische Avantgarde, Rock sind einige der Bezugspunkte, die sich in diesem Programm wiederfinden werden. Die Grenzen zwischen Instrument und Elektronik verschwimmen: akustische Elektronik oder elektronische Akustik? Unwichtig! Das Klangerlebnis steht im Vordergrund. Komponisten verschiedenster Ausrichtung lassen sich auf das Wagnis ein: Guido Hübner (Das Synthetische Mischgewebe), Elaine Kaplinski, Ulrich Krieger,…

Lawrence Weiner / Peter Gordon

08. & 11. – 13.11.2000 Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn The Society Architect Ponders the Golden Gate Bridge oder: Wie sie kriegen, was sie nicht verdienen (2000) UA Oper von Lawrence Weiner (Libretto, Gestaltung) und Peter Gordon (Musik) mit Joan La Barbara (Mezzosopran), Jeffrey Reynolds (Tenor), Kevin Zoernig (Keyboard) Chor des Orchester GENERATION BERLIN, Leitung: Christian von Borries Sie ist ein Mythos: die Golden Gate Bridge, entstanden nach Plänen des deutschen Ingenieurs Joseph Strauss, am 28. Mai 1937 nach vierjähriger Bauzeit eingeweiht, 2,7 Kilometer lang und 27,5 Meter breit. Täglich passieren 100.000 Autos auf sechs Fahrspuren dieses Nadelöhr in San Francisco. Für unzählige Filme, Geschichten und Legenden war sie Inspiration und Kulisse. So…

Ute Wassermann & Jaap Blonk

24.10.2000 Sophiensæle Stimmen stimmen – Duo- und Solo-Stücke Im Rahmen des Programms „The Voice Extended“ Unter dem Titel „Stimmen stimmen“ stellen Freunde Guter Musik Berlin e.V. in Zusammenarbeit mit den sophiensælen eine Vokalperformance vor. Virtuosität in Extrembereichen des stimmlichen Ausdrucks verbindet Ute Wassermann und Jaap Blonk, die in den sophiensælen solistisch und – zum ersten Mal – im Duo auftreten. Der Niederländer Jaap Blonk ist u.a. bekannt durch seine einzigartigen Interpretationen der Lautpoesie. In seinen eigenen Kompositionen bewegt er sich in dem weiten Feld von Sprache und Musik, als unerschöpflicher Improvisator entdeckt er immer wieder neue Klanggebilde, ohne vollständig die Semantik der Sprache zu verlassen. Seine starke Bühnenpräsenz überzeugt durch ungebremste Vitalität. Sich überschlagende Trillerketten,…

Urban + Aboriginal XIV: Quasi Amazonia

16.09. – 01.10.2000 Haus der Kulturen der Welt zusammen mit Festival Traditioneller Musik 2000 Das Spannungsverhältnis zwischen traditionellen und zeitgenössischen Kulturformen, zwischen Überlieferung und Neuschreibung regionaler Musik hat seit 1985 zentrale Bedeutung für die Durchführung des Festivals Urban + Aboriginal durch die Freunde Guter Musik Berlin e.V. Dabei geht es insbesondere darum, die Ambivalenzen sowie auch Kohärenzen innerhalb „neuer” und „ethnischer” Musik aufzuzeigen. Die regionalen und thematischen Schwerpunkte geben Ausschlag über die Auswahl der Künstler. Impulse aus modernem städtisch – industriellen Umfeld und aus tradierten, vermeintlich archaischen, Kulturformen lassen die Kompositionen der Solisten und Ensembles jenseits bekannter und vertrauter Wege erscheinen und geben dabei ganz eigene experimentelle Antworten auf das Zusammentreffen hybrider musikalischer Ausdrucksformen in den…

Omid Burgin

22.09.2000 / 22:00 Uhr Haus der Kulturen der Welt Xingu mit Omid Burgin (tape operator), Werner Durand (selbstgebaute Blasinstrumente), Arik Hayut (selbstgebaute Perkussions- und Blasinstrumente), Sebastian Hilken (präpariertes E-Cello) Der Komponist und Musikethnologe Omid Bürgin hat in „Xingú“ seine Feldaufnahmen und Transkriptionen von seiner anthropologischen Arbeit in Xinguami, einem Indianerdorf im Amazonasbecken, in ein elektroakustisches Stück umgesetzt. „Alto Xingú“ basiert auf drei verschiedenen Soundquellen, die man in  Amazonasbecken hören kann: zeremonielle Musik, tägliche Aktivitäten der Mehinku – Indianer und der Soundscape der Natur. Die Mehinku – Indianer leben in 13 großen Strohhütten, die um das Männerhaus gebaut sind. Ihr Dorf wurde bereits verglichen mit einer Bühne von außergewöhnlicher akustischer Projektion. Während der Vorbereitungen auf die…

Ricardo Arias

22.09.2000 / 21:00 Uhr Haus der Kulturen der Welt Miscelanea en General – Stück für CD-Spieler und verstärkte Objekte (Kolumbien / USA) Gummi Boom mit Axel Dörner (Trompete), Ricardo Arias (Gummiballons) Ricardo Arias „Miscelánea en General: Hevea brasilensis” (2000) – Für 2 CD-Spieler und verschiedene verstärkte kleine Objekte – Aufgeführt von Ricardo Arias # Das Stück ist eine Collage aus Feldaufnahmen aus dem kolumbianischen Regenwald und aus Klängen verschiedener Gummiballons. Es verweist auf den „Gummi – Boom“, der für die Natur der Amazonasregion und seine Einwohner in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verheerende Folgen hatte. Die Komposition Geschichte Amazoniens aufmerksam machen und zum Nachdenken über die problematische Beziehung zwischen der einmaligen und empfindlichen Natur…

Livio Tragtenberg & Marcelo Brissac

22.09.2000 / 20:00 Uhr Haus der Kulturen der Welt Bazulaques Brasileiros – Musikstücke für vierhändiges präpariertes Klavier (Brasilien) Die „Bazulaques Brasileiros” sind eine Sammlung von Musikstücken für vierhändiges präpariertes Klavier, die auf den traditionellen brasilianischen Rhythmen basiert. Livio Tragtenberg und Marcelo Brissac verstehen ihre Kompositionen als eine individuelle Antwort auf das präparierte Klavier von John Cage. Das Piano wird hier wie ein populäres perkussives Instrument benutzt, mit direkten Klangfarben ohne musikalische Ornamente. Die beiden Musiker verfremden verschiedene Traditionen der brasilianischen Musik, indem sie die bekannten Rhythmen transformieren. Letztlich entstehen neue metrische Konfigurationen, welche aber immer den Bezug zur traditionellen Musik in Brasilien mitführen. Die Kompositionsstruktur ist sehr einfach gehalten, und die melodisch – harmonischen Abläufe…

Silvia Ocougne & Chico Mello

17.09.2000 / 22:00 Uhr Haus der Kulturen der Welt Madeira – Mamore, eine Straße nach nirgendwo – Konzert (Brasilien / Deutschland) Silvia Ocougne und Chico Mello sind für ihre Beschreibungen und Rekontextualisierungen der Música Brasileira Popular bekannt. Die Straße von Madeira nach Mamoré, ein Projekt, durch den Urwald des Amazonas eine Verbindung von Bolivien zum atlantischen Ozean herzustellen, ist Ausgangspunkt ihrer neuen Arbeit. Anfang des letzten Jahrhunderts hat es zahlreiche solche Pläne zum Bau von Eisenbahnstrecken durch den Regenwald gegeben. Aber alle blieben erfolglos. Von diesen Ideen der Modernisierung sind nur verwahrloste Gleise als Abdrücke der Zivilisation und Barbarei übriggeblieben. Jene Vorhaben waren immer wieder beseelt von dem Wunsch, das Unbekannte zu beherrschen, bis an…

David Toop

17.09.2000 / 21:00 Uhr Haus der Kulturen der Welt A Journey Sideways – Vortragsperformance (Großbritannien) Der britische Musiker, Komponist und Schriftsteller David Toop stellt in Berlin seine neue Arbeit „A Journey Sideways“ vor. Sie basiert auf Tagebucheintragungen, die während seiner Reise nach Südvenezuela zu dem Indianerstamm der Yanomami entstanden sind. In seiner Vortragsperformance verarbeitet Toop gesprochene Texte und Tonaufnahmen aus dem Amazonasgebiet sowie visuelles Material. „A Journey Sideways“ führt in die nicht greifbare geistige Welt des Schamanismus der Yanomami – Indianer, etwa so, wie sie die Schriftsteller und Reisenden Joseph Conrad, Michel Leiris oder auch Victor Segalan wahrgenommen haben mögen.

Madalena Bernardes

17.09.2000 / 20:00 Uhr Haus der Kulturen der Welt Carusa in Manaus – Stimmperformance (Brasilien) Das berühmte Opernhaus in Manaus war Anfang des 20. Jahrhunderts eine unverzichtbare Station auf den Tourneen weltbekannter Musiker. Carusa in Manaus bezieht sich auf den Mythos, der sich um einen Auftritt des italienischen Opernsängers Enrico Caruso in Manaus rankt. Dieses Gerücht hält sich hartnäckig, obwohl bezweifelt werden muß, daß Caruso überhaupt jemals dort aufgetreten ist. Die Stimmkünstlerin Madalena Bernardes aus São Paulo nimmt dieses Aufeinandertreffen von europäischer Hochkultur und Einwohnern des brasilianischen Urwaldes zum Ausgangspunkt ihrer Vokalperformance. „Als ich zu diesem Festival eingeladen wurde, befand ich mich auf dem Weg nach Tibet. Dort unterwegs erinnerte mich die Unterdrückung der Tibetaner…

Klanginstallationen

16.09. – 01.10.2000 Haus der Kulturen der Welt Denise Garcia (Brasilien) – „Um dia feito d’agua – Ein Tag aus Wasser gemacht“ Livio Tragtenberg (Brasilien) – „Amazonia in Loop“ Igor Lintz Maues (Brasilien / Österreich) – „Voz do Guarani“ Denise Garcia „Um dia feito d´agua – Ein Tag aus Wasser gemacht“ – Die Künstlerin Denise Garcia aus São Paulo befaßt sich mit dem Phänomen Wasser als Zeitmaß im Norden Brasiliens. Die Komposition orientiert sich an dem Gedicht „Poema Sujo“ von Ferreira Gullar. Geräusche von verschiedenen fließenden Wassern, wie Regen oder Rinnsalen, aber auch stehende Wasser in einem Brunnen werden in einem Soundscape zu Gehör gebracht. Livio Tragtenberg – „Amazonia in Loop (1999)“ – Originalaufnahmen von…

Lawrence Weiner / Peter Gordon

08. – 10.09.2000 Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof / Historische Halle The Society Architect Ponders the Golden Gate Bridge oder: Wie sie kriegen, was sie nicht verdienen (2000) UA Oper von Lawrence Weiner (Libretto, Gestaltung) und Peter Gordon (Musik) mit Joan La Barbara (Mezzosopran), Jeffrey Reynolds (Tenor), Kevin Zoernig (Keyboard) Chor des Orchester GENERATION BERLIN, Leitung: Christian von Borries Sie ist ein Mythos: die Golden Gate Bridge, entstanden nach Plänen des deutschen Ingenieurs Joseph Strauss, am 28. Mai 1937 nach vierjähriger Bauzeit eingeweiht, 2,7 Kilometer lang und 27,5 Meter breit. Täglich passieren 100.000 Autos auf sechs Fahrspuren dieses Nadelöhr in San Francisco. Für unzählige Filme, Geschichten und Legenden war sie Inspiration und Kulisse. So auch für…

Stephen Prina

21.06.2000 Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof To the People of Berlin (2000) UA für 12 Streicher, Piano, Perkussion & E-Gitarre, Stephen Prina (Gesang, E-Gitarre) Orchester GENERATION BERLIN mit John Herndon (Perkussion), Leitung: Christian von Borries Der in Los Angeles lebende Künstler Stephen Prina, geboren 1954 in Illinois, bezieht sich in seinen Projekten auf Werke aus Bildender Kunst, Musik, Literatur, Film und Philosophie, deren gesellschaftlichen, historischen oder medialen Kontext er reflektiert, um die ihnen zugrundeliegenden Strukturen zu variieren und neu zu konfigurieren. Das Spektrum seines Materials reicht von antiken Autoren bis hin zu aktueller Pop-Musik. Mit seiner CD „Push Comes to Love“ erregte er in jüngster Zeit als Komponist und Musiker Aufsehen, seine Einzelausstellung im Frankfurter Kunstverein…

Rodney Graham

18.06.2000 Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof / Historische Halle Parsifal (18. Juni 2000, 20:18:13 – 22:19:23 Uhr) UA Echtzeit-Ausschnitt aus „Parsifal 1882 – 38.969.364.735 A.D.“ für 12 Streicher und 9 Blasinstrumente Orchester GENERATION BERLIN, Leitung: Christian von Borries Der 1949 in Vancouver geborene und dort lebende Künstler Rodney Graham arbeitet seit mehr als 20 Jahren an größeren Werkkomplexen zu bestimmten historischen und kulturellen Kontexten, für die er sich verschiedener Medien wie Druckgrafik, Installation, Fotografie, Musik, Film und Video bedient. Spätestens seit seiner Teilnahme an der Biennale in Venedig 1997 und seiner Einzelausstellung in der Kunsthalle Wien 1999 ist Graham auch in Europa einem größeren Publikum bekannt. Zu den ersten musikalischen Arbeiten von Graham, der zur Zeit…

Margaret Leng Tan

12.12.1999 Sophiensæle Makrokosmos I und II – Piano solo zum 70. Geburtstag von George Crumb Aus Anlaß des 70. Geburtstags des amerikanischen Komponisten und Mystikers George Crumb im Oktober 1999 wird am letzten Abend von PianoPianoForteForte Margaret Leng Tan Crumbs monumentalen Klavierzyklus Makrokosmos I und II aus den Jahren 1972/73 aufführen. Die insgesamt 24 „Fantasiestücke über den Tierkreis für elektronisch verstärktes Klavier“ stellen eins der herausragenden Klavierwerke des 20. Jahrhunderts dar, das leider auf europäischen Konzertpodien nur selten zu hören ist. Jedes Stück des Makrokosmos widmet Crumb einer unter diesem Tierkreiszeichen geborenen Person. Leng Tan, die dafür bekannt ist, die konventionellen Grenzen des Klaviers zu überschreiten, trifft die Essenz von Crumbs magischer Klangwelt, wenn sie…

Makiko Nishikaze

10.12.1999 Sophiensæle aqua – piano – aerial – Piano solo (Japan / Berlin) Den Klavierzyklus führt die in Berlin lebende und arbeitende japanische Komponistin und Pianistin Makiko Nishikaze fort. Bereits 1996 nahm sie mit der Uraufführung ihrer Klavierkomposition Shades I–V an der Reihe „Musik am Sonntagnachmittag“ von Freunde Guter Musik teil. Im Rahmen von PianoPianoForteForte stellt Makiko Nishikaze ihr neuestes Werk aqua o piano o aerial (1999) vor, das im Rahmen eines Stipendiums der Akademie Schloß Solitude im Mai/Juni 1999 entstand und das die Komponistin dort am 20. Juli 1999 uraufführte. Die Komposition steht in einer Reihe mit den großen Klavierkompositionen, an denen sie seit 1995 arbeitet und die den Mittelpunkt ihres Schaffens darstellen. Dieser…

Margaret Leng Tan

09.12.1999 Sophiensæle The Art of the Toy Piano – Spielzeugklavier, -instrumente, Piano (New York) Stücke von Cage, Montague, Glass, Lucier, Wolfe, Nancarrow, Klucevsek, Lennon/McCartney Zum Auftakt des zweiten Teils von PianoPianoForteForte stellen Freunde Guter Musik Berlin in den sophiensælen Margaret Leng Tan vor. Die in Brooklyn lebende, ursprünglich aus Singapur stammende Avantgardepianistin widmet das erste von zwei Konzerten, die sie im Rahmen dieses Klavierzyklus gibt, Kompositionen und Arrangements für das toy piano. Das Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte Spielzeugklavier erzeugt seine Töne mit Plastikhämmern, die dünne Metallstäbe anschlagen, ursprünglich war es als Lehrinstrument für Kinder gedacht. Leng Tan entdeckte Anfang der 90er Jahre ihre Liebe zu Spielzeuginstrumenten und debütierte 1993 auf dem toy piano mit…

Hermann Nitsch

01.12.1999 Kunst- und Ausstellungshalle, Bonn Die Musik des 6-Tage-Spiels 1998 (Ausschnitte) Orchesterkonzert mit 40 Musikern, Dirigent: Andrea Cusumano Lärmmusik, Schreichöre und Geräusche aller Art bilden einen integralen Bestandteil der Aktionen des 1938 in Wien geborenen Hermann Nitsch, der sein großangelegtes, gesamtkunstwerkliches Theaterkonzept unter dem Begriff des „Orgien-Mysterien-Theaters“ seit den 60er Jahren verfolgt. Aus seiner Zusammenarbeit mit Künstlern wie Günter Brus, Dieter Roth, Gerhard Rühm, Oswald Wiener u.a. entstanden daneben in den 70er Jahren die Konzerte und Schallplattenproduktionen mit dem Titel „Selten gehörte Musik“. Außerdem entstanden Kompositionen des Künstlers für Orgel sowie Orchesterstücke. Am 3. August 1998 begann mit Sonnenaufgang im Schloß Prinzendorf, Niederösterreich, das Sechstagespiel von Hermann Nitsch, das sich über sechs Tage und sechs…

Hermann Nitsch

28.11.1999 Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof / Historische Halle Die Musik des 6-Tage-Spiels 1998 (Ausschnitte) Orchesterkonzert mit 40 Musikern, Dirigent: Andrea Cusumano Lärmmusik, Schreichöre und Geräusche aller Art bilden einen integralen Bestandteil der Aktionen des 1938 in Wien geborenen Hermann Nitsch, der sein großangelegtes, gesamtkunstwerkliches Theaterkonzept unter dem Begriff des „Orgien-Mysterien-Theaters“ seit den 60er Jahren verfolgt. Aus seiner Zusammenarbeit mit Künstlern wie Günter Brus, Dieter Roth, Gerhard Rühm, Oswald Wiener u.a. entstanden daneben in den 70er Jahren die Konzerte und Schallplattenproduktionen mit dem Titel „Selten gehörte Musik“. Außerdem entstanden Kompositionen des Künstlers für Orgel sowie Orchesterstücke. Am 3. August 1998 begann mit Sonnenaufgang im Schloß Prinzendorf, Niederösterreich, das Sechstagespiel von Hermann Nitsch, das sich über sechs…

Yves Klein

25.11.1999 Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof / Historische Halle Symphonie Monoton – Silence 1947 – 1961 Aufführung mit 20 Sängerinnen und Sängern, 10 Violinen, 10 Celli und jeweils 3 Kontrabässen, Flöten, Oboen und Hörnern Orchester GENERATION BERLIN, Leitung: Christian von Borries Einführung: Valerian Maly Der 1928 in Nizza geborene und bereits 1962 verstorbene Künstler Yves Klein erarbeitete in wenigen Jahren ein vieldimensionales Lebenswerk; innerhalb der Gruppe der ‚Nouveaux Réalistes‘ war er eine zentrale Figur. ‚Yves le phénomène‘, wie Klein auch genannt wurde, hat ein einziges musikalisches Werk geschaffen, das vor dem Hintergrund der jüngeren Musikgeschichte in der Tat wie eine phänomenale Schöpfung erscheint: die „Symphonie Monoton – Silence“, die aus einem einzigen lang anhaltenden Klang und…

Urban + Aboriginal XIII: Polar II

05. – 17.10.1999 Podewil, Haus der Kulturen der Welt Stimmen des Nordens / Spuren der Schamanen zusammen mit Festival Traditioneller Musik 1999 Konzerte, Performances, Filme, Gespräche, Symposium Unter dem gemeinsamen Titel Stimmen des Nordens – Spuren der Schamanen kooperieren in diesem Jahr erstmals das Haus der Kulturen der Welt, Veranstalter des Festivals Traditioneller Musik, und Freunde Guter Musik Berlin e.V. mit der 13. Ausgabe ihres Urban + Aboriginal Festivals. Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit Podewil statt. Beide Festivals treffen sich in ihrer Thematisierung der Ursprungskulturen der nördlichen Regionen, die einstmals sozio-kulturell wie topographisch miteinander verbunden waren. Den Schwerpunkt des Festivals Traditioneller Musik 1999 bildet der Schamanismus in den Musiktraditionen des sogenannten schamanistischen Gürtels, der…

Polar Cirkel – Nord Licht

17.10.1999 Haus der Kulturen der Welt Performance mit Henning Christiansen, Bjorn Norgaard und Christophe Charles (Dänemark, Frankreich, Japan) Der 1932 geborene Komponist, Schreiber, Zeichner und Aktions-Künstler Henning Christiansen war in den 60er Jahren Maßstäbe setzend an der Fluxus-Bewegung beteiligt. Im Austausch mit Joseph Beuys, Nam June Paik und Bjørn Nørgaard entstanden mehrere Perfomances, so „Eurasienstab“,“Friedenskonzert“ und „Tiefland“. Für seine Kompositionen studiert Christiansen Naturklänge, bezieht die Geräusche von Tieren ein. Seine Stimme wird, flüsternd und brüllend und murmelnd, so wichtig wie die instrumentalen Klänge. Jahrzehnte der Zusammenarbeit verbinden ihn mit  Bjørn Nørgaard, der seit seiner Mitgliedschaft in der „Experimentellen Kunstschule“ Demonstrationen, Objekte, Skulpturen, Ausstellungen, Bilder, Plakate, Filme, Zeitschriften, Bücher … macht. Der in Marseille geborene Christophe…

Bikapo

12.10.1999 Haus der Kulturen der Welt German Vinogradov & Vera Sajina (Moskau, Nordsibirien) – Performance German Vinogradov ist eine charismatische Gestalt des Moskauer Underground, ein Großstadt-Schamane. In seiner engen Wohnung hat er aus unzähligen Objekten ein skulpturales, vor allem klingendes Gesamtkunstwerk erbaut, erfüllt von seiner energetischen Präsenz. Manchmal öffnet er seine Räume zu langen ritualistischen Aufführungen, manchmal finden diese in der Natur statt. Bei der Performance „BIKAPO“ tritt er zusammen mit der Sängerin, Performerin und Heilerin Vera Sazhina aus dem nordsibirischen Archangelsk auf. Sie spielen mit den vier Elementen, lassen Vinogradovs selbstgebaute Instrumente erklingen. Es entsteht ein poetischer, magischer Erlebnisraum.

Samischer Yoik

10.10.1999 Podewil mit Anders P. Bongo, Angelit (Norwegen, Finnland) Yoik, der mündlich tradierte Sologesang der Samen, repräsentiert eine der ursprünglichsten Musikformen Europas. Die Bewohner des äußersten Nordens des heutigen Norwegen, Schweden, Finnland und der russischen Halbinsel Kola, die mehrere regionale samische Sprachen sprechen und auf eine gemeinsame Kulturgeschichte zurückblicken, pflegen ihre archaische, dennoch lebendige und ständig fortentwickelte Musik als integralen Teil ihrer Kultur. Ursprünglich wurde der von Frauen ebenso wie von Männern vorgetragene Yoik einzig von einer schamanischen Trommel begleitet. Zwischen Gedicht und Lied erzählen Yoiks von Menschen, Tieren oder der kargen Landschaft der Polarregion, spiegeln und vergegenwärtigen die eigenständige samische Kulturgeschichte. Mit Anders P. Bongo und Angelit werden zwei Generationen dieser langen Tradition vorgestellt….

Die Island Show / Wolfgang Müller

09.10.1999 Podewil Das Goethe-Institut Reykjavik präsentiert isländische Kultur Moderation: Ásta Ólafsdóttir und Wolfgang Müller Trotz heftiger Proteste schloß das staatliche Goethe-Institut Reykjavík im März 1998 aus Kostengründen seine Pforten. Nur wenige Monate später, im August des Jahres, eröffneten Wolfgang Müller und Ásta Ólafsdóttir ein neues Goethe-Insitut in der isländischen Hauptstadt – das weltweit erste private Institut dieser Art! Gemäß Goethes Metamorphosenlehre ist in diesem kleinen Samenkorn bereits die Gestaltungskraft einer ganzen Pflanze enthalten. Im Goethe-Jahr 1999 wird sie in Berlin erblühen: Das neue Goethe-Institut Reykjavík präsentiert nicht nur deutsche Kultur in Island, sondern auch isländische Kultur in Deutschland. Es gibt also nicht nur Deutschlektionen, sondern auch Isländischkurse, Elfen-, Zwergen- und Sexualkunde, Sport- und Musikunterricht. Die…

Clubabend der Königreiche Elgaland-Vargaland

08.10.1999 Podewil mit Leif Elggren, MSC Harding, Kent Tankred und Hazard (Schweden) Frostige Klanglandschaften in der heimeligen Atmosphäre einer chill out zone – Winterfrösteln schon im Oktober verspricht der Clubabend der Königreiche Elgaland-Vargaland. Gegründet wurden sie 1992 von ihren Königen, den schwedischen Musikern und Produzenten Leif Elggren und CM von Hausswolff. Das physische Territorium liegt zwischen allen Staatsgrenzen, im Niemandsland, den hoheitsfreien Gebieten der Weltmeere, ist ständig im Fluß, taucht auf und verschwindet wieder. Zudem erheben die Königreiche Anspruch auf mentale Grenzgebiete: den Zustand zwischen Schlafen und Wachen, das Escapist Territory  der Tagträume und mindtravels, den virtuellen, digitalen Raum. Mit diesem Abend wird die Erforschung neuer Gebiete für das Königreich gefeiert, Leif Elggren und CM…

Sainkho Namtchylak & Band

05.10.1999 Haus der Kulturen der Welt Step Mother City (Tuwa) Die Sängerin Sainkho Namtchylak war Mitglied des Nationalensembles der Autonomen Republik Tuwa, im südlichen Sibirien an der Grenze zur Mongolei. Bald beschäftigte sie sich mit ritueller Musik, was ihr die Kritik der Kulturbürokraten eintrug. Zur Gesangsausbildung in Moskau, begann sie mit Jazz-Musikern zu arbeiten, denn: „Der sowjetische Free Jazz bietet mehr Möglichkeiten, die Musik der verschiedenen Völker zu artikulieren als die standardisierte Folklore. Die freie Improvisation im Jazz hat mehr mit Kultmusik, besonders mit Schamanismus zu tun als die alte, offizielle Kultur.“ Vom tiefen Gurren bis zum hohen C reicht der Stimmumfang der Sängerin, die Obertongesang und expressive Guttural-Laute abwechselt und dabei die Atem- und…

HD – High Density

11.09. – 17.10.1999 Neue Gesellschaft für Bildende Kunst Ein Ausstellungsprojekt über die Verdichtung von Räumen Klangräume: Justin Bennett, Oval, sha Das Ausstellungs- und Katalogprojekt über die Verdichtung von Räumen wird veranstaltet von der NGBK in Berlin Kreuzberg in Zusammenarbeit mit Freunde Guter Musik Berlin e.V. und dem Büro 213. Es ist ein interdisziplinär forschendes Projekt mit begehbaren, labyrinthischen Chip- und Stadtplanstrukturen, Klangräumen, Video- und Computerinstallationen von und mit Musikern, Künstlern, Architekten und Theoretikern. Seit der Begriff High Density in den 20er Jahren von der Stadtplanung und Stadtentwicklung eingeführt wurde, wird er höchst kontrovers diskutiert. Bauliche Dichte, räumlich visuelle Dichte und soziale Dichte bilden die Kriterien, die seither je nach Region und Kontinent unterschiedlich bewertet werden….

Groove, Pit & Wave

26.06. – 16.07.1999 [kunst und technik], Grüner Salon der Volksbühne, Berlin ZKM – Zentrum für Kunst und Medientechnologie, Karlsruhe – Ein Festival der Speicherung und Übertragung – Musik für Radios, Tonabnehmer und Laser von John Cage, Nicolas Collins, Disinformation, Petra Klusmeyer, Alvin Lucier, Christian Marclay, Valerian Maly und Janek Schaefer Das eigens zu diesem Anlaß gegründete yo!ensemble wird 40 Jahre Musik für Verbrauchertechnologie zur Aufführung bringen, zur Bekräftigung und Feier demokratischer Virtuosität im Ausklang des Zeitalters der mechanischen Reproduktion. Imaginäre Landschaften aus Lang- und Kurzwellen, digitalen Brennpunkten und analogen Rillen werden zum Leben erweckt durch mechanisches Scratchen und optische Reflektion, durch gestimmte Spulen und geschickte Hände. Gespannt sein darf man auf die beiden Gastsolisten Disinformation…

sonicZones

16.07.1999 / 21:00 Uhr ZKM – Zentrum für Kunst und Medientechnologie, Karlsruhe Groove, Pit & Wave mit Nicolas Collins, yo!ensemble, Disinformation, Janek Schaefer Ein Festival der Speicherung und Übertragung – Musik für Radios, Tonabnehmer und Laser von John Cage, Nicolas Collins, Disinformation, Petra Klusmeyer, Alvin Lucier, Christian Marclay, Valerian Maly und Janek Schaefer Das eigens zu diesem Anlaß gegründete yo!ensemble wird 40 Jahre Musik für Verbrauchertechnologie zur Aufführung bringen, zur Bekräftigung und Feier demokratischer Virtuosität im Ausklang des Zeitalters der mechanischen Reproduktion. Imaginäre Landschaften aus Lang- und Kurzwellen, digitalen Brennpunkten und analogen Rillen werden zum Leben erweckt durch mechanisches Scratchen und optische Reflektion, durch gestimmte Spulen und geschickte Hände. Gespannt sein darf man auf die…

Carles Santos

11.07.1999 Sophiensæle Codi o estigma? – Piano solo (Barcelona) Entschlossen, in der Musik eine elementare Kraft aufzudecken, läßt der katalanische Komponist, Pianist und Performer Carles Santos die traditionellen musikalischen Ausdrucksformen hinter sich. Seine theatralischen Konzerte laden ebenso zum Zuhören wie zum Zuschauen ein. Als humorvoll, sinnlich und erotisch werden Santos‘ Darbietungen gefeiert, hintergründige Respektlosigkeit gegenüber den Klassikern paart sich dabei mit höchster Virtuosität. Das ewig Weibliche, der Eros, die Liebe und der Tod sind Themen, aus denen sich die vitale Vorstellungskraft des Katalanen speist. Nach La Pantera Imperial, einer furiosen Hommage an Johann Sebastian Bach, mit der die Compagnyia Carles Santos Angang des Jahres im Hebbel Theater gastierte, begibt sich Santos diesmal in den Sophiensælen…

Charlemagne Palestine

09.07.1999 Sophiensæle Strumming Music 1999 – Piano solo (New York) Charlemagne Palestine, ein Alchemist der Klangfarben, wurde nachhaltig geprägt durch seine frühen musikalischen Erfahrungen als Bordunsänger in der Synagoge und durch das Spielen des Carillon, eines Glockenspiels mit Klaviatur, die mit den Fäusten geschlagen wird. Die physische Qualität des Klanges findet sich wieder in seiner unzählige Male aufgeführten „Strumming Music” für Klavier, einem unaufhörlichen Fluß von repetierten Akkorden, die einen überwältigenden Reichtum an Obertönen und organischen Strukturen entstehen lassen. Diese musikalische Sprache, die Palestine schon Ende der sechziger Jahre zu entwickeln begann, befindet sich seitdem in einem ständigen Transformationsprozeß, den er gleichzeitig als eine spirituelle Evolution begreift. Strumming Music 1999 ist die jüngste Stufe dieser…

PianoPianoForteForte

09.07. – 12.12.1999 Sophiensæle Der zweiteilige Klavierzyklus PianoPianoForteForte wird veranstaltet von FREUNDE GUTER MUSIK BERLIN e.V. in Zusammenarbeit mit den Sophiensælen. Den ersten Teil des Zyklus, der im Juli 1999 stattfindet, bestreiten zwei herausragende Musiker, die man, verschieden wie sie sind, beide der Minimal Music zurechnet: Charlemagne Palestine, einer der legendären Wegbereiter und Begründer auf der einen Seite. Auf der anderen Seite Carles Santos, dessen Musik mit dem scheinbar paradoxen Etikett des „leidenschaftlichen Minimalismus“ belegt wurde. Der Zyklus wird im Dezember 1999 mit der Avantgardepianistin Margaret  Leng Tan (New York) und der Komponistin und Pianistin Makiko Nishikaze (Japan/Berlin) fortgesetzt. Margaret Leng Tan ist in jüngerer Zeit als einzigartige Virtuosin auf dem Spielzeugklavier hervorgetreten. Ihren ersten…

Disinformation

27.06.1999 / 23:00 Uhr Grüner Salon / Volksbühne Live Radio Noise Performance (London) Die Klangprodukte von Disinformation basieren auf Aufnahmen atmosphärischer elektromagnetischer Aktivitäten, ähnlich derer, die Alvin Lucier für „Sferics“ benutzte. Während Alvin Lucier sich jedoch abmühte, einen Ort zu finden, an dem er die von Menschen erzeugten Störgeräusche wie z.B. militärische Signale, das Pulsieren von Navigationssystemen und verschlüsselten Datenübertragungen ausschließen konnte, erforscht Disinformation das kreative Potential dieses Materials mit Hilfe rudimentärer Technologie. Die Disinformation Solo Performance von Joe Banks wird eine Mischung von live aufgenommenen und schon vorbereiteten Radiogeräuschen und Beiträgen von Zusammenarbeiten mit Evan Parker, Jim O´Rourke, Lawrence Casserly und T.un[k] Systems sein. In Zusammenarbeit mit dem YO!Ensemble wird eine Version von Disinformation´s…

Imaginary Landscapes

27.06.1999 / 21:00 Uhr Grüner Salon / Volksbühne Stücke von Nicolas Collins, Disinformation, Alvin Lucier, Valerian Maly yo!ensemble (Berlin) – Rashad Becker, Kein Babel, Christoph Musiol, Taschensound, Traveler Nicolas Collins „Devil´s Music“ (1985) – In „Devil´s Music“ werden Ausschnitte von AM & FM Radioübertragungen gesampled, geloopt, getriggert und verstimmt. Das billige Samplingsystem, welches aus zwei Electroharmonix „Super Relays“ und einem 16-Second Delay“ besteht, ist verantwortlich für das schnörkelig- rhytmische Zusammenspiel der Originalversion und wurde vor kurzem als Software von Sukandar Kartadinata nachvollzogen und erweitert. Nic Collins studierte Komposition mit Alvin Lucier und arbeitete mehrere Jahre mit David Tudor. Von 1992-1995 war er Visiting Artistic Director der Stichting STEIM in Amsterdam und von 1996-1997 DAAD Composer in…

Janek Schaefer

26.06.1999 / 23:00 Uhr [kunst und technik] Dreiarmiger Plattenspieler – Solo Performance (London) Janek Schaefer kombiniert in seiner Performance seinen dreiarmigen Plattenspieler mit eingeschmolzenem Vinyl 7″ und anderen Audioklangquellen wie zum Beispiel eine Monoklinke als Verbindungsstück zu einer Filterbank und dem repetitiven Einsatz gefundener Klänge in einer “ musique concrete á la Rüpel“ (Wire). Sein dreiarmiger Plattenspieler bildet das Kernstück seiner Performances und läßt sich vielfältig einsetzen. Die Tonarme können nacheinander in die selbe Rille eingesetzt werden. Es können gleichzeitig drei Platten gespielt-und simultan manipuliert werden oder drei Platten können übereinander mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten abgespielt werden. Janek Schaefer, 1970 geboren in Mittelengland, widmet sich seit seinem Architektur- Studium an der Royal Academy of Art der…

Deviant Jockeys

26.06.1999 / 21:00 Uhr [kunst und technik] Stücke von John Cage, Petra Klusmeyer, Christian Marclay, Janek Schaefer yo!ensemble (Berlin) – Rashad Becker, Kein Babel, Christoph Musiol, Taschensound, Traveler John Cage’s  „Cartridge Music“ (1960) – In „Cartridge Music“ ersetzen die Performer die Nadel eines Tonabnehmers durch vielzählige andere Objekten. Sie befolgen Notationen, die rein zufällig durch das Übereinanderlegen von transparenten Folien mit grafischen Notationen darauf, entstanden sind und produzieren auf diese Weise Musik, die auf der extremen Verstärkung sehr ‚kleiner‘ Klänge basiert. Cages Absicht war es, mit diesem Stück ‚elektronische Musik zu beleben‘. Zu einer Zeit, als die elektronische Musik von Aufnahmemedien, normalerweise Magnetband,abhing und somit vorherbestimmt war, wagte Cage den mutigen Schritt, die Technik der…

Hanne Darboven

04.05.1999 Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn opus 19 & opus 20 (Auszüge), Requiem 1985-88 – für Harmonium (UA) opus 26 (Auszüge), Quartett 1989/90 – für Streichquartett opus 38a & opus 38b – Symphonie 1999ff. für Kammerorchester (UA) Orchester GENERATION BERLIN, Leitung: Christian von Borries Seit Ende der sechziger Jahre arbeitet Hanne Darboven, geboren 1941 in München und seit vielen Jahren in Hamburg zuhause, mit Zahlenadditionen nach Kalenderdaten, die sie in Zeichnungen und Büchern ausschreibt und in wand- bzw. raumgreifenden Installationen präsentiert. Seit 1980 übersetzt sie die ihren visuellen Arbeiten zugrundeliegenden Zahlenkonstruktionen auch in musikalische Strukturen. Die Zahlen bestimmter Zeitrechnungen werden von ihr selbst in Töne und musikalische Notationen umgesetzt und z.T. später von…

Hanne Darboven

28.04.1999 Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof / Historische Halle opus 19 & opus 20 (Auszüge), Requiem 1985-88 – für Harmonium (UA) opus 26 (Auszüge), Quartett 1989/90 – für Streichquartett opus 38a & opus 38b – Symphonie 1999ff. für Kammerorchester (UA) Orchester GENERATION BERLIN, Leitung: Christian von Borries Seit Ende der sechziger Jahre arbeitet Hanne Darboven, geboren 1941 in München und seit vielen Jahren in Hamburg zuhause, mit Zahlenadditionen nach Kalenderdaten, die sie in Zeichnungen und Büchern ausschreibt und in wand- bzw. raumgreifenden Installationen präsentiert. Seit 1980 übersetzt sie die ihren visuellen Arbeiten zugrundeliegenden Zahlenkonstruktionen auch in musikalische Strukturen. Die Zahlen bestimmter Zeitrechnungen werden von ihr selbst in Töne und musikalische Notationen umgesetzt und z.T. später von…

A Cage of Saxophones

20.02.1999 Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof Das Oeuvre für Saxophon von John Cage mit Ulrich Krieger, Tobias Rüger, Reimar Volker, Kathrin  Wagner (Saxophone), Friedemann Wertzlau, Raymond Kaczynsky, Andreas Peters (Perkussion), Mario Bertoncini, Reinhold Friedl (Klavier), Gerhard Scherer (Akkordeon) Künstlerische Leitung: Ulrich Krieger Das Konzert unter der künstlerischen Leitung des Berliner Saxophonisten und Komponisten Ulrich Krieger bietet zum ersten Mal eine komplette Aufführung aller kammermusikalischen Kompositionen für Saxophone und mit Saxophonen, die John Cage geschrieben hat. Die Werke stammen ausschließlich aus der späten Phase des Komponisten, unter ihnen einige aus der Gruppe der sog. Nummern-Kompositionen. Die meisten Werke des Programms hat John Cage original für Saxophon geschrieben; bei Two und Ryoanji handelt es sich um Bearbeitungen für…

SensationS

30.09.1998 – 17.01.1999 Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof Rahmenprogramm zur Ausstellung „Sensation. Junge Britische Künstler aus der Sammlung Saatchi“ in Zusammenarbeit mit Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof, Museum für Gegenwart – Berlin Das Begleitprogramm zur Ausstellung „Sensation“ mit jungen britischen Künstlern richtet sein Hauptaugenmerk darauf, neueste Strömungen in der britischen Musikszene mit ihren noch lebendigen historischen Wurzeln zu verknüpfen. Dabei wird eine spezifische Tendenz aufgegriffen, die sich in der jüngeren Musiklandschaft Großbritanniens seit einiger Zeit verfolgen läßt: die Durchdringung von künstlerischem Experiment und Szene-Kultur. Sie geht einher mit der gegenseitigen Aufmerksamkeit verschiedener musikalischer Generationen und Sphären für die jeweiligen kreativen Potentiale der anderen; sie findet ihren Ausdruck sowohl in Zitaten und Referenzen als auch in direkter Begegnung und…

BJ Cole

16.01.1999 / 22:00 Uhr Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof BJ Cole (Pedal Steel Guitar, Synthesizer) mit Beats & Loops von Luke Vibert BJ Cole eröffnete der Pedal Steel Guitar neue Dimensionen und Spieltechniken. Bereits Ende der 60er Jahre brachte er sein Instrument jenseits der bekannten Rolle in der Countrymusik auf ungewohntes Terrain. Jüngst absolvierte er eine äußerst erfolgreiche Amerika-Tournee als Mitglied der Brit-Pop-Band „The Verve“, er arbeitet mit REM und den Pet Shop Boys, und demnächst wird er zum zweiten Mal mit John Cale auf Tour gehen. Luke Vibert, alias Plug, alias Wagonchrist, produzierte mit seinem imaginativen Album „Drum’n’Bass for Papa“ einen Meilenstein des Genres. Zur Zeit arbeitet er mit BJ Cole im Studio an einer…

Small Pleasures

16. & 17.01.1999 / 10:00 – 20:00 Uhr Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof Junge Britische Performance Art Gastgeberin: Hayley Newman mit Hayley Newman, Beaconsfield, Claire Shillito, Bruce Gilchrist, Susannah Hart, Project Dark Die 90er Jahre haben in London auch eine Wiederbelebung der performativen und grenzüberschreitenden Kunstformen gebracht. „Young British Performance Artists“, bequem abzukürzen YBPA, setzen sich über die institutionellen Barrieren der Galerien und Kunstinstitutionen hinweg, stellen den Charakter des Kunstwerks als verkäufliches Objekt infrage und operieren in oft subversiver, witziger und ironischer Manier mit den Dimensionen von Zeit, Raum, Ort, Person und Interaktion. Die Performerin Hayley Newman, die vor zwei Jahren in London ein großes einmonatiges Programm „Rude Mechanics“ zum Thema „Visualisierung von Klang“ gemeinsam mit…

Philip Jeck

14.01.1999 / 20:00 Uhr Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof Off the Record Installation und Konzert mit 30 Plattenspielern Philip Jecks Klangmaterial ist Vinyl. Durch „doctored grooves“ bearbeitete Schallplatten werden auf Dansette-Plattenspielern aus den 60er Jahren abgespielt und live manipuliert, deren Anzahl bei seinen bisherigen Projekten zwischen 2 und 180 variierte. Im Kontext von Installationen arbeiten die Plattenspieler ferngesteuert und vorprogrammiert. In Berlin wird Jeck seine neue Performance/Installation „Off the record“ zeigen. Am Tag der Aufführung ist während der gesamten Öffnungszeit der Ausstellung eine aus 30 Plattenspielern bestehende Installation zu sehen und zu hören, deren Klänge Jeck mit verschiedenen Medien aufnimmt (DAT, 4-Spur-Tonband, Diktiergerät), um dieses in seiner Klangqualität disparate Material in der abendlichen Performance übereinanderzuschichten, zu…

Ulrich Krieger

13.12.1998 Institut Unzeit Musik am Sonntagnachmittag 64 New Sax Electronica Saxophone und spielergesteuerte Elektronik Uraufführungen von Boris Hegenbart, Lutz Glandien, David First, Markus Waibel, Michael Ziffels, Reinhold Friedl, Ulrich Krieger Mit fünf Uraufführungen ist dieses Konzert nicht nur quantitativ etwas Besonderes: es bringt neuartige Ansätze zu Solostücken mit verschiedenen Saxophonen und spielergesteuerter Elektronik. Anders als sonst meist üblich (zumindest bei „Neuer Musik“), wird die Live-Elektronik nicht von einem Tontechniker bedient (wodurch das Solostück eher zu einem Duo wird), sondern der Spieler hat seine Elektronik auf der Bühne und bedient alles selbst. Damit erlangt er die vollständige Kontrolle über sein Spiel zurück. Die Elektronik wird so zu einer wirklichen Erweiterung seines Instruments (wie dies in der…

David Toop & Daniel Pemperton

03.12.1998 / 22:00 Uhr Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof David Toop (Flöte, Steel Guitar, Elektronik) & Daniel Pemberton (Keyboarda, Elektronik) David Toop und Daniel Pemberton begegneten sich zum ersten Mal 1993 in London auf einer der legendären „Telepathic Fish“ Ambient-Veranstaltungen. Zu dieser Zeit ging Pemberton noch zur Schule, während Toop bereits seit den späten 60er Jahren improvisierte und experimentelle Musik verschiedenster Ausprägung aufgeführt und aufgenommen hatte. Toop arbeitete dabei stets grenzüberschreitend und war eher an der Auflösung von Kategorien und Genres interessiert als an deren Definition, wie es sich auch in seinem berühmt gewordenen Buch „Ocean of Sounds“ zeigt. Ihre erste Zusammenarbeit „Unearthed“ wurde 1995 veröffentlicht auf der programmatischen CD-Compilation „Collaborations“ (Lo Recordings). Beide teilen ein…

Steve Noble & Pat Thomas

03.12.1998 / 20:00 Uhr Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof Steve Noble (Plattenspieler) & Pat Thomas (Sampling-Keyboard) Steve Noble (Plattenspieler, er ist von Haus aus Schlagzeuger) und Pat Thomas (Sampling-Keyboard, auch als Pianist bekannt) verfügen nicht nur über reiche Improvisationserfahrung, sondern orientieren sich auch an aktuellsten Sounds und Mischverfahren. Insbesondere Pat Thomas schlägt immer wieder Schneisen in das Jungle- und Drum’n’Bass-Dickicht, um von dort nervös pulsierende Bruchstücke in die reaktionsschnellen, kantigen und überraschenden Live-Montagen aus Klangsplittern, Mikro-Ereignissen und paradoxen Konstellationen einzufügen – eine temporäre, dekonstruktivistische Klangskulptur.

Gehörlose Musik

27.11. – 29.11.1998 Volksbühne im Prater Musikgebärden. Gebärdenmusik. Transformationen akustischer und visueller Musik. Vibrierende und getanzte Klänge im Zwischenraum der Sprachen. Musik der hörenden und gehörlosen Welt. Seit Ende der 40er Jahre, als John Cage im Verbund mit anderen Künstlern aus den festgefügten Bahnen der westlichen Musiktradition ausbrach und neue Wege der Komposition und Klangerzeugung beschritt, ist auch eine visuelle, räumliche, laut- und körpersprachliche Musik – eine „Gehörlose Musik“ – denkbar geworden. Viele grenzüberschreitende Kompositionen haben eine Plattform für den musikalischen Austausch von Hörenden und Gehörlosen geschaffen. Im Schnittfeld von Hören, Spüren und Sehen sind neue musikalische Ausdrucksformen im Entstehen. Das Projekt „Gehörlose Musik“ möchte einen ersten Einblick in diese Entwicklungen geben. Mitwirkende: Wolfgang Müller…

Intermission 3

29.11.1998 / 22:00 Uhr Volksbühne im Prater Anna Clementi, Christian Kesten, Daniel Ott mit Dieter Schnebel „Körper-Sprache“ 1979/80 (1995/96) Organkomposition für 3 bis 9 Ausführende INTERMISSION 3 – In der Organ-Komposition KÖRPER-SPRACHE erzählt der Körper in einzelnen „Geschichten“ von seiner eigenen Geschichte, vom Gelingen und Mißlingen in seiner eigenen Entwicklung, und solches Erzählen ist zugleich musikalisch gestaltet … Zur Erarbeitungs-Phase von KÖRPER-SPRACHE gehören Übungen für die Bewegungen des Kopfes, der Finger, Hände und Arme, des Rumpfes, der Beine, Füße und Zehen. In solchen Übungen werden Figuren in die Luft – oder auf den Boden projiziert und ihre Linien, Ecken, Kreuze, Sterne, Kreise können vielfältige Bedeutungen gewinnen. (Dieter Schnebel) 1995-96 erarbeitete das Trio INTERMISSION 3 (Anna…

Gabi Stadler, Brunner / Ritz

29.11.1998 / 21:00 Uhr Volksbühne im Prater mit Stücken von Gabi Stadler, Brunner/Ritz und John Cage für Stimme und Gebärde Gabi Stadler (Stimme, Gebärde), Brunner/Ritz (Regie) Im Jahre 1992 trat Gabi Stadler zum ersten Mal als Solistin in einer Produktion von Brunner/Ritz auf. Es war die Uraufführung von „vollsinnig“, ein Stück für Sprache und Gebärden, das sie nach der Vorlage einer verbalen und graphischen Partitur realisierte: … das sind … das sind … meine Hände … meine Stimme … so klingt … meine Stimme … so klingen meine Hände … das sind meine Hände … ganz leise … so klingt meine Stimme … meine Hände … Stimme … meine Hände … meine Hände … meine…

Helmut Oehring / Tatjana Orlob / Christina Schönfeld

28.11.1998 Volksbühne im Prater Acht (aus: Der Riss) 1998 (UA) Musiktanztheater für eine Solotänzerin, sieben Darstellerinnen, Projektionen, Zuspiel und Live-Elektronik Helmut Oehring (Musik, Text), Tatjana Orlob (Choreografie, Tanz), Christina Schönfeld (Chorleiterin) Helmut Oehring ist einer der ersten Komponisten, der das Existentielle der Sprachen und die unüberbrückbare Kluft zwischen Laut- und Gebärdensprache in seiner musikalischen Arbeit zu zeigen versucht. Seine Musik kommt aus der Bewegung und aus der filmähnlichen Bildhaftigkeit der Gebärdensprache, ihrem blitzschnellen Wechseln der zeitlichen Ebenen, dem Hin und Her von Close-up und Totale. Er mixt Harmonien und Klänge, zitiert Musikstile und Umweltgeräusche, läßt Sängerinnen gebärden und stumme Performerinnen singen, sprechen, schreien. Mithilfe des circle-surroundsystems (GOGH-surround music production Berlin) bewegt sich das Klangspektrum seiner…

Deaf Disco

27.11.1998 / 23:00 Uhr Volksbühne im Prater DEAF DISCO mit DJ EMIL Eine Disco für Gehörgeschädigte und Gehörlose muß baßlastig sein, die Musik muß gespürt werden können. Doch nicht nur Techno und Drum’n’Bass lösen diese Anforderung ein. Schon jamaikanischer Ska der frühen sechziger Jahre fällt zeitweise durch starke Baßbetonung auf. Als typische baßlastige und tanzbare Musikrichtungen dürfen angesehen werden: (Jazz-) Funk, Dub, Reggae, Disco, Hip Hop, Electro, Trip Hop, Jungle/Drum’n’Bass, Techno, House, Big Beat. Aus all diesem wird sich, je nach Stimmung, die Musik der Deaf Disco zusammenstellen. (DJ Emil)

Wolfgang Müller / Die Tödliche Doris

27.11.1998 / 21:00 Uhr Volksbühne im Prater hörspiel 1994  – O-Ton-Hörspiel mit Hörgeschädigten und Gehörlosen Die Tödliche Doris 1981/98 – Uraufführung der ersten LP in Zeichen und Gebärden 1980 erschien die erste LP der Gruppe Die Tödliche Doris mit dem Titel „Die Tödliche Doris”, also die „Sogenannte”. Auf ihr auch das Stück „Der Tod ist ein Skandal”. Die dort auftauchenden Baßsequenzen wählte die Band zusammen mit gehörlosen Freunden aus: extrem tiefe, unregelmäßige Schwingungen, die die versuchsweise vor den Boxen ausgelegten Kichererbsen in heftige Bewegung brachten. Tanzstil: eine Art „Trocken-Pogo”. Die Mitglieder von Die Tödliche Doris, Käthe Kruse, Nikolaus Utermöhlen und Wolfgang Müller, waren davon überzeugt, daß ihre Musik für Hörende und Gehörlose gleichermaßen zu verstehen und…

E.A.R.

12.11.1998 / 22:00 Uhr Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof Experimental Audio Research mit Sonic Boom (Synthesizer, Elektronik), Tom Prentice (E-Viola),  Pete Bassman (Bassgitarre), Eddie Prevost (Perkussion) AMM wurde zum wiederentdeckten Vorbild einer ganzen Generation junger Experimental- und Noisemusiker. Einer von ihnen, Pete Kember alias Sonic Boom, Gründungsmitglied von Spacemen 3, die in den 80ern ihren psychedelischen, von La Monte Young inspirierten Drone-Rock entwickelten, konnte den AMM-Perkussionisten Eddie Prévost für sein 1990 gegründetes Solo- und Bandprojekt E.A.R. gewinnen. Mit E.A.R. entwickelte er die experimentelleren Aspekte seiner Arbeit mit Spacemen 3 weiter. Wie der Projektname Experimental Audio Research  bereits andeutet, unterscheiden sich die Performances der Gruppe stark voneinander – Wiederholungen interessieren sie nicht.

AMM

12.11.1998 / 20:00 Uhr Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof mit John Tilbury (Klavier), Keith Rowe (E-Gitarre), Eddie Prevost (Perkussion) AMM entstand im Umfeld des von Cornelius Cardew gegründeten Scratch Orchestra, der auch für einige Jahre Mitglied von AMM war. Seit über 30 Jahren lotet das Ensemble in einzigartiger Konsequenz die Möglichkeiten einer nicht vom Jazz geprägten Improvisation aus. Seit mehr als 20 Jahren spielt die Gruppe in der jetzigen Besetzung und verfeinert durch die kontinuierliche Zusammenarbeit Intuition und Verständnis untereinander zu unerreichter Intensität. Mittlerweile wurde AMM zum wiederentdeckten Vorbild einer ganzen Generation junger Experimental- und Noisemusiker.

The British Shock

29.10.1998 / 20:00 Uhr Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof Podiumsdiskussion mit Patricia Bickers, David Barrett, Martin Maloney und Norman Rosenthal Moderation: Christos M. Joachimides Zur Ausstellung „Sensation – Young British Artists from the Saatchi Collection“ veranstaltet die Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof eine von Christos M. Joachimides moderierte Podiumsdiskussion mit vier britischen Künstlern, Kritikern und Kuratoren der zuvor von der Royal Academy of Arts in London gezeigten Schau. Norman Rosenthal ist der Kurator der Ausstellung und seit zwanzig Jahren Ausstellungssekretär der Londoner Royal Academy of Arts. Gemeinsam mit Christos M. Joachimides organisierte er seit 1974 u.a. so wichtige Überblicksausstellungen zur Kunst des 20. Jahrhunderts wie „Art into Society – Society into Art“ (London 1974), „A New Spirit…

Will Self

04.10.1998 / 17:00 Uhr Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof Die schöne Welt der Affen Tea Time Lecture mit Will Self und Herbert Fritsch Einführung: Arno Widmann Die vierte Tea Time Lecture der Berliner Festwochen zur britischen Literatur findet im Hamburger Bahnhof mit der „Sensation“-Ausstellung über junge britische Kunst ihren passenden Rahmen. Denn zu dieser Lesung wird Will Self (39), das wildeste ‚enfant terrible‘ und eine Kultfigur der englischen Literatur, mit seinem gerade ins Deutsche übertragenen Roman „Great Apes – Die schöne Welt der Affen“ (Luchterhand) erwartet. Die Hauptperson seines Romans ist ein ebenso erfolgreicher wie umstrittener Maler, um den die ‚Vanity Fair‘ der Londoner Saatchi-Szene kreist. Nach einer Nacht reichlichen Drogen- und Alkoholkonsums erwacht Simon Dykes…

Big Bottom

30.09.1998 / 22:00 Uhr Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof Konzert der Bassgitarrenband mit Susan Stenger, Angela Bulloch, Cerith Wyn Evans, Tom Gidley, J. Mitch Flako Special guests: Michael Clark & Kate Coyne (Tanz) Im Mai 1997 fanden sich auf Einladung der Musikerin und Komponistin Susan Stenger die britischen Künstler Angela Bulloch, Cerith Wyn Evans und Tom Gidley sowie der Bassist J. Mitch Flacko zusammen, um als Big Bottom die Grundlagen von Klang und Struktur mit der elementaren Kraft von fünf Baßgitarren und einer Drum Machine auszuloten und in Verbindung mit Fragmenten bekannter Riffs in einen ‚fröhlich-schwachsinnigen Minimalismus‘ (Stenger) zu überführen. Die gemeinsamen Auftritte von Big Bottom waren bisher ein überaus seltenes Ereignis. Nach einem Konzert im…

Gilbert & George

30.09.1998 / 21:00 Uhr Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof The Singing Sculpture Videoprogramm mit Filmen zu „Underneath the Arches“ In Zusammenhang mit ihren Überlegungen zur »Living Sculpture« konzipierten Gilbert & George vor fast genau 30 Jahren »The Singing Sculpture«, die zum Ausgangspunkt für ihr weiteres gemeinsames Auftreten wurde. In der als endlos vorstellbaren Darbietung singt das Paar, auf einem Tisch stehend, zu einer Tonaufnahme des englischen Music-Hall-Liedes »Underneath the Arches« und bewegt sich mit knappen, stilisierten Gesten. Jeweils am Ende des Liedes steigt einer der Künstler herunter und startet die Aufnahme neu. Nach ersten Präsentationen in Londoner Kunstschulen und Aufführungen in internationalen Galerien und Museen bis Anfang der 70er Jahre wurde diese eindrucksvolle Arbeit der Verbindung…

The Necks

22.09.1998 Grüner Salon / Volksbühne Ambient Minimal Trance Jazz mit Chris Abrahams – Klavier, Lloyd Swanton – akustischer & E-Bass, Tony Buck – Schlagzeug (Australien) The Necks gelten zu Recht in Australien als Kult-Band. Ihre Musik ist unvergleichlich: hypnotisch und wach, lässig und präsent. In der klassischen Trio-Besetzung Klavier, Bass und Schlagzeug spielen die drei aus Sydney stammenden Musiker eine entspannte, subtile und federnde Musik, deren Reiz sich beim Hören allmählich als unwiderstehlich erweist. In völliger Gelassenheit breiten sich am Bass oder Klavier Riffs und melodische Patterns aus, die dann ein ganzes, oft langdauerndes Stück tragen, indem sie immer wieder minimal variiert, mit neuer Energie geladen und auf überraschende Weise durch kleine Einsprengsel gestört werden….

Shelley Hirsch / Christian Marclay

29.08.1998 Akademie der Künste Shelley Hirsch (New York) – Stimme Christian Marclay (New York) – Plattenspieler Wenn anläßlich der Eröffung der Ausstellung „Nonchalance“ mit junger Schweizer Kunst die ingeniöse Vario-Vokalistin und Primadonna des improvisierenden Gesangs Shelley Hirsch und der Musik-Objekt-Künstler, Vinyl-Fetischist und DJ-Pionier Christian Marclay sich zu einem Duo treffen, verspricht dies in jeder Beziehung knisternde Spannung. Die beiden New Yorker Künstler, sie eine Eingeborene aus Brooklyn, er aus Genf in den 70ern zugewandert, zelebrieren das Fest der Live-Collage, ein Feuerwerk unberechenbarer Einfälle, kürzester Übergänge und unverschämter Kontraste; sie spinnen ein dichtes, aber brüchiges Netz aus Anspielungen, Zitaten, Fragmenten, Neuerfindungen und Täuschungen, aus imaginärer Erzählung und bruitistischem Geräusch; sie rauschen mit der Achterbahn durch die Geisterwelt…

Celluloud

14.06. – 10.07.1998 Institut Unzeit, Parabolica Spaces / Halfloop – Film als musikalisches Material – Die FREUNDE GUTER MUSIK BERLIN e.V. veranstalten im Juni/Juli ’98 eine Reihe von vier Konzerten unter dem Titel „Celluloud“. Vorgestellt werden Künstler, die in unterschiedlicher Form Film als musikalisches Material behandeln. Die teils komponierten, teils während der Vorführung improvisierten Filmprojektionen werden zu integralen Momenten der Klangproduktion; beide Ebenen werden simultan kreiert. „The projectors are like instruments.“  (Jérôme Noetinger) Drei der Veranstaltungen finden innerhalb der Reihe „Musik am Sonntagnachmittag“ im Institut Unzeit in Kreuzberg statt, eine weitere – in erstmaliger Kooperation – in den Parabolica Spaces in Berlin-Mitte. Programm: Felix Bübl Gefördert durch Initiative Neue Musik Berlin e.V.

Safy

10.07.1998 / 23:00 Uhr Halfloop SNIPERvision (Berlin) Zum Ausklang folgt der Videokünstler Safy (Assaf Etiel) mit seiner SNIPERvision. Er erzeugt durch die Simulation defekter Video- oder Audio-Laserabspielgeräte einen bedrückenden Kommentar zur Welt der Videoclips. In Zusammenarbeit mit LOOP – Raum für aktuelle Kunst.

Metamkine Intervention Cell

10.07.1998 / 21:00 Uhr Parabolic Spaces Jerome Noetinger (Grenoble) – Elektronik, Christophe Auger & Xavier Querel (Grenoble) – Super 8-/16 mm Projektoren Zum Abschluß der Celluloud-Serie geben die analogen Filmklangkünstler Metamkine aus Grenoble ihr Berlin-Debüt. Ein eindrucksvolles, improvisiertes Feuerwerk von Christoph Auger und Xavier Querel aus bis zu 8 Filmprojektoren wird vom Elektroakustiker Jérôme Noetinger mit steinzeitlicher Elektronik unterstützt. In Zusammenarbeit mit LOOP – Raum für aktuelle Kunst.

Martin Klapper & Tony Buck

28.06.1998 Institut Unzeit Musik am Sonntagnachmittag 63 Martin Klapper (Kopenhagen) – Film, Spielzeug, Theremin, Elektronik, Tapes Tony Buck (Berlin) – Schlagzeug Der in Prag gebürtige, in Kopenhagen lebende Filmkünstler Martin Klapper präpariert gefundenes Filmmaterial durch aufgekratzte Animationen oder chemische Bearbeitung, um es dann in ariierender Geschwindigkeit abzuspielen. Klapper, der mit verschiedenen Musikern zusammengearbeitet hat, wird in Berlin erstmals unterstützt durch den australischen Trommelderwisch Tony Buck, der sich durch seine zahlreichen hochenergetischen Auftritte in die Herzen der Improvisierergemeinde wirbelte.

LLOG

21.06.1998 Institut Unzeit Musik am Sonntagnachmittag 62 LLOG (Grenoble) Manu Holterbach – Film, präparierte Gitarre, Eigenbau-Elektronik Etienne Caire – Eigenbau-Projektoren LLOG sind ein Duo aus Grenoble. Etienne Caire improvisiert simultan mit vier 16mm-Projektoren, mit denen er Parallel- und Mehrfachprojektionen erzeugt. Manu Holterbach spielt präparierte Gitarre, Electronics und selbstgebastelte Instrumente. Der Klang kommt aus 10 im Publikum verteilten Lautsprechern.

Oval / Brian Eno

19.06.1998 Stiftung Bauhaus Dessau Oval (Berlin) – Sound Workstation Brian Eno (London) – „Generative Music 1“ – Klanginstallation Musikprogramm zum Symposium „Atmosphären“, Stiftung Bauhaus Dessau in Zusammenarbeit mit Freunde Guter Musik Berlin. Einführung: Matthias Osterwold

Karel Doing & Pierre Bastien

14.06.1998 Institut Unzeit Musik am Sonntagnachmittag 61 Karel Doing (Rotterdam) – Super 8-/16 mm-Projektoren Pierre Bastien (Paris) – selbstgebaute Roboter, Trompete Karel Doing ist Filmkünstler aus Rotterdam. Pierre Bastien aus Paris baut musikalische Roboter. Die beiden zeigen zwei verschiede Performances. „Rotary Factory“: Die Musikmaschinenfilme verhalten sich wie Bastiens Musikmaschinen – repetierende Patterns, Loops, Palindrome… eine bizarre Fabrik. „Recollection“: Collagen aus geklauten Dokumentarfilmen verbinden sich mit manipulierten Plattenspieler-Plunderphonics und live -Trompete.

15 Jahre Freunde Guter Musik Berlin e.V.

19.04. – 23.04.1998 Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof Die Zusammenarbeit der Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart mit den Freunden Guter Musik Berlin e.V., die im Januar 1997 mit zwei erfolgreichen Konzerten von Terry Riley und Stefano Scodanibbio begann, setzt sich fort mit zwei außergewöhnlichen Veranstaltungen im Aktionsraum des Hamburger Bahnhofs, die beide auch Bestandteil des Jubiläumsprogramms anläßlich des 15-jährigen Bestehens der Freunde Guter Musik sind: Der in Berlin seit langem hoch geschätzte Material- und Objektperkussionist Fast Forward inszeniert am 19. April sein kulinarisches Konzert Feeding Frenzy (was so etwas wie Fütterungsrausch bedeutet), in dem neben den musikalischen Aktionen die Herstellung und der Verzehr von Speisen im Zentrum stehen. Das zweite Konzert stellt die…

Bang On A Can All-Stars

23.04.1998 Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof mit „Music for Airports“ von Brian Eno (deutsche Erstaufführung) zum ersten Mal live in der Bearbeitung von Michael Gordon, David Lang, Julia Wolfe und Evan Ziporyn Glenn Branca „Movement Within“ Arnold Dreyblatt „Escalator“ Julia Wolfe „Beliving“ David Lang „Cheating, Lying, Stealing“ Die Bang On A Can All-Stars (New York), die nach den Worten eines Kritikers der New York Times die Energie und die Wucht einer Rockband mit der Präzision und der Klarheit eines Kammermusikensembles verbinden, gingen aus dem seit 1987 alljährlich in New York stattfindenden Bang On A Can Festival hervor. Dieses Festival, als Alternative ins Leben gerufen durch eine Gruppe von Musikern und Komponisten, die sich weder in der…

Fast Forward’s Feeding Frenzy

19.04.1998 Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof Ein kulinarisches Festkonzert mit Angelika Böhm – Köchin, Nicholas Bussmann – Cello, Ouhi Cha – Köchin, Amelia Cuni – Gesang, Axel Dörner – Trompete, Melissa Drier – Köchin, Werner Durand – Plexiglasröhren, Akiko Hada – Video, Mechthild Katzorke – Video, Aleks Kolkowski – Geige, Silvia Ocougne – Gitarre, Gordon W. – Koch, Sandra Williams – Köchin Der in Berlin seit langem hoch geschätzte Material- und Objektperkussionist Fast Forward inszeniert am 19. April sein kulinarisches Konzert Feeding Frenzy (was so etwas wie Fütterungsrausch bedeutet), in dem neben den musikalischen Aktionen die Herstellung und der Verzehr von Speisen im Zentrum stehen. 4 Köchinnen und 1 Koch aus verschiedenen Ländern werden im Verlauf…

Urban + Aboriginal: Polar I

21.03 – 24.03.1998 Haus der Kulturen der Welt, Podewil Bereits seit 1985 veranstalten die Freunde Guter Musik Berlin e.V. ihr (wenn möglich) jährliches Festival URBAN + ABORIGINAL, dessen Anliegen es ist, Musik und Performance im Spannungsfeld zwischen einheimischen Traditionen und globaler Zivilisation und Technik zu zeigen. Die aktuelle zwölfte Ausgabe des Festivals widmet sich dem ARKTISCHEN RAUM. Erstmals wird dabei ein Thema über einen Zeitraum von zwei Jahren verfolgt: dem Einstieg in diesem Jahr wird ein umfangreicherer zweiter Teil im Jahr 1999 folgen. In Zusammenarbeit mit Haus der Kulturen der Welt und Podewil werden zunächst drei Projekte vorgestellt: die nord-finnischen MIESKUORO HUUTAJAT (der „Chor der schreienden Männer“), die Isländer REPTILICUS, eine Band zwischen Edda-Mythos und…

Shaman’s Journey North

24.03.1998 / 20:30 Uhr Podewil Ein Ritual von und mit Asa Simma (Schweden), Norman Charles (Kanada), Charlie Morrow (New York) mit Tobias Liebezeit, Rolf Exler, Bruno Aßenmacher – Perkussion Der Schamane, oft versehen mit einer Handtrommel, kann sich in Trance versetzen, scheinbar seinen Körper verlassen, in den Himmel und die Unterwelt „fliegen“; er kann mit dem Tod, mit „Dämonen“ und „Naturgeistern“ kommunizieren. Der Schamane, der „große Meister der Ekstase“, der „Meister über Feuer und magischen Flug“ (Mircea Eliade) war in allen arktischen Kulturen eine religiöse, politische und heilende Schlüsselfigur. „Shaman’s Journey North“ knüpft als symbolisches Ritual an die geistigen Sphären des Schamanismus an. Drei Sänger/Schauspieler – die samische Schauspielerin und Yoikerin Åsa Simma aus Nordschweden,…

Reptilicus

21.03.1998 / 22:00 Uhr Haus der Kulturen der Welt Ein experimentelles Duo aus Island zwischen Edda und Noise Reptilicus ist ein Gemeinschaftsprojekt zweier in Reykjavík lebender Isländer. Obwohl als Duo definiert, variierte die Zahl der Mitglieder bei bisherigen Performances zwischen 1 und 10. In Berlin wird die Gruppe in ihrer Kernbesetzung auftreten, bestehend aus G.I. Markússon und Jóhann E. Ohne sich auf eine gängige Form oder Kategorie festzulegen, reichen Reptilicus‘ Aktivitäten von Freiluftkonzerten mit Windinstrumenten über Vertonungen von mythischen Gedichten aus der Edda-Saga (in alt-isländischer Sprache) bis hin zu elektronisch-rhythmischen Club-Events, die meist um eine visuelle Komponente in Form von 8mm-Film-Loops ergänzt werden. Verwendung finden hierbei sowohl traditionelle Instrumente als auch Sampler und Computer, der…

Mieskuoro Huutajat

21.03.1998 / 20:30 Uhr Haus der Kulturen der Welt Chor der schreienden Männer (Oulu, Nordfinnland) Der 30köpfige Männerchor brüllt Volkslieder, Nationalhymnen u.a. bekannte Melodien Wie es sich für einen betont korrekten, disziplinierten Männerchor gehört, aber dann ganz anders: 30 Herren in schwarzen Anzügen, weißen Hemden und schwarzen Gummi-Schlipsen brüllen aus vollem Hals beliebtes finnisches Heimatliedgut, sie schreien Kinderliedchen und Arbeiterlieder, sie zitieren in ihren Gesängen aus Gesetzbüchern und internationalen Verträgen. Ihre Spezialität ist die Zerlegung von Nationalhymnen aus vieler Herren Länder bis zur melodischen und rhythmischen Unkenntlichkeit. Der Chor klingt nach stampfenden afrikanischen Stammesritualen und nach Westkurve Volksparkstadion ebenso wie nach dekonstruktivistischer kompositorischer Raffinesse, sein verschrobener Humor schmeckt nach Kaurismäki und Leningrad Cowboys. Die relativ kurzen,…

Eliane Radigue

23.11.1997 Grüner Salon / Volksbühne Musik am Sonntagnachmittag 60 Adnos I-III (1974-82) Tonbandkonzert / Erstaufführung des kompletten Zyklus, Gesamtdauer ca. 4 Stunden Eliane Radigue arbeitet mit elektronischen Klängen, die ausschließlich auf einem analogen Arp-Synthesizer erzeugt und auf Tonband aufgenommen werden. Ihre Ästhetik ist minimalistisch, geradezu asketisch. Mit langen, angehaltenen, sich fast unmerklich verändernden Klängen schafft sie eine Atmosphäre, in der sich die Musik in einem kontinuierlichen Fluß um den Zuhörer zu bewegen scheint. Michel Chion beschrieb ihre Musik als so „unendlich diskret, daß neben ihr jede andere Musik ärmelzupfend um Aufmerksamkeit zu heischen scheint.“ Die drei Stücke, die den Adnos-Zyklus bilden, sind noch nie zuvor in Ihrer Gesamtheit öffentlich aufgeführt worden. Wir stellen sie an…

Ute Wassermann / Vilém Wagner

16.11.1997 Institut Unzeit Musik am Sonntagnachmittag 59 Soloduo Ute Wassermann (Berlin) – Stimme Vilém Wagner (Berlin) – Geige Die Vokalkünstlerin Ute Wassermann benutzt ihre Altstimme als ein vielseitiges Klanginstrument. Aus der Improvisation hat sie eine eigene multiphone Gesangsform entwickelt, daraus ist im Laufe der Zeit ein komplexes System von Vokaltechniken entstanden. In ihrem multiphonen Singen überlagern sich verschiedene Gesangstechniken zu komplex aufgebauten Klanggesten. Ursprüngliche, unkontrollierte Stimmen wie das Umschlagen von Jodlern oder Atemgeräusche, verbinden sich mit kunstvoll ausgeformten Vokalisationen. Lippen, Zunge, Gaumen, Kehlkopf, Zwerchfell bewegen sich unabhängig voneinander und gleichzeitig. Die Stimme wird in die verschiedenen Resonanzräume des Körpers sowie in den Außenraum projiziert. Der Körper wird zu einer Landkarte, zu einem Labyrinth für die…

Madalena Bernardes

08.11.1997 Anorak Vokalperformance (Sao Paulo) Anorak in Zusammenarbeit mit Freunde Guter Musik Berlin e.V. Gefördert durch Initiative Neue Musik Berlin e.V.

Kronos Quartet

16.10.1997 Kirche zum Heiligen Kreuz Early Music mit Werken von Guillaume de Machaut, Arvo Pärt, Harry Partch, Thomas Tallis, Jack Body, John Cage, Kassia, Henryk M. Górecki, Perotin, Hildegard von Bingen, Henry Purcell, Alfred Schnittke David Harrington (Violine), John Sherba (Violine), Hank Dutt (Viola), Joan Jeanrenaud (Violoncello) „Early Music“ zeigt das Kronos Quartet (San Francisco) von seiner mediativen Seite. In sensibler Weise hat Kronos hier erstmals ein durchgehendes Programm mit Werken zusammengestellt, die nahezu 1200 Jahre Kompositionsgeschichte umfassen. Angefangen bei den griechischen Modi des mittelalterlichen Byzanz von Kassia bis hin zu reinen Intervallen aus den 1990er Jahren von Arvo Pärt erkundet das Kronos Quartet eine Klangwelt von elementarer Klarheit und spiritueller Kraft. Dabei präsentiert „Early…

STAALPLAAT Cocktail

10.10. – 18.10.1997 Volksbühne im Prater mit Acid Brass (GB), Dominique Petitgand (F), Leumund Fieling (D), Public Works / Tape Beatles (USA), Barbed (GB), Muzic Toerist (NL), Bob Rutman (USA), BMB con (NL), C.O.C. Caspar (D), Daniel Menche (USA), kyborg (D), audio-video (D), Jaap Blonk (NL), Internal Fusion (F), Werner Durand (D), Aphasia (GB), Mika Vainio (SF), Peter Rehberg (A), Bastiaan Maris (NL), Gert-Jan Prins (NL), Jon Dobie (GB), Fredie Beckmans (NL), Niko Tenten (D), Hyware-technoise (NL), stilluppsteypa (IS) Galerie o zwei und Volksbühne im Prater in Zusammenarbeit mit Freunde Guter Musik Berlin e.V. Mit Unterstützung durch Kulturamt Prenzlauer Berg und Berlin Mitte, Botschaft des Königreichs der Niederlande, Bonn und British Council, Berlin. Gefördert durch…

Fatima Miranda

03.10.1997 Kunstmuseum Wolfsburg Diapasion – Vokalperformance (Madrid) Kunstmuseum Wolfsburg in Zusammenarbeit mit Freunde Guter Musik Berlin e.V.

Lee Hollis / Martin Büsser / Jochen Kleinhenz / DJ Fro.zen

02.10.1997 Roter Salon / Volksbühne Lee Hollis (Spermbirds / 2bad) – Spoken Word Performance Martin Büsser, Jochen Kleinhenz (Testcard) – Soundlecture DJ Fro.zen (artefakt magazin) Juliettes Literatursalon und Volksbühne in Zusammenarbeit mit Freunde Guter Musik Berlin e.V. Gefördert durch Initiative Neue Musik Berlin e.V.

Pfeifen im Walde

21.08. – 04.09.1997 Internationale Musikfestwochen Luzern Das „Festival im Festival“ der Internationalen Musikfestwochen Luzern 1997 mit Konzerten, Workshops, Filmen, Ausstellungen, einem Wettbewerb und einem Symposium zum Phänomen des Pfeifens Künstlerische Leitung: Nicolas Collins, Valerian Maly, Matthias Osterwold Organisation: Freunde Guter Musik Berlin e.V. In Kooperation mit stattkino Luzern, Kunstmuseum Luzern und Podewil Berlin

Rilo Chmielorz

05.07.1997 Stadtbad Oderberger Straße Palimpsest aus Wasser Installation & Performance für 7 Eisplatten in Stahlkästen, 7 Partiturzeichnungen, Kratzwerkzeuge, Kontaktmikrophone, Effekte und  Live-Tontechnik „hierauf verstummet er und kratzet sich im Kopf“ (Andreas Gryphius) 7 quadratische, flache, 80 x 80 x 20 cm große Stahlkästen stehen auf dem Boden des Schwimmbeckens in der zentralen Halle des stillgelegten Stadtbads Oderberger Straße. Sie sind mit Wasser gefüllt, das vor der Performance zu Eis gefroren wurde. Rilo Chmielorz kratzt während der Performance mit verschiedenen Werkzeugen Zeichen in die Eisoberfläche. Die dabei erzeugten Geräusche werden durch Kontaktmikrophone aufgenommen und über eine Tonanlage verstärkt wiedergegeben, zum Teil durch Effektgeräte verändert. Seit mehr als 10 Jahren beschäftigt sich Rilo Chmielorz mit gekratzten Zeichen…

Lustige Liederinnen

15.06.1997 Podewil Musik am Sonntagnachmittag 58 mit Kurzperformances und einer Hymne von Frieder Butzmann / Thomas Kapielski – „Motiv für Motiv – Die Komponisten“ / Susanne Kukies – Vokalsolo / Käthe Kruse – „Das Blauelied“ / Ute Wassermann – „Kukabara“ / Natalya Pshenitchnikova – „Bride of Devil’s Music“ for singer with scanning radio (Nicolas Collins) / Hymne (Reprise) Im Rahmen der Klangmesse Neue Musik Berlin 1997. Gefördert durch die Initiative Neue Musik Berlin e.V.

Kalle Laar / Takashi Kazamaki

20.04.1997 Institut Unzeit Musik am Sonntagnachmittag 57 Kalle Laar (München) – Gitarren & Sampling Takashi Kazamaki (Tokio) – Perkussion Am zweiten Tag des gelbe MUSIK-Jubiläumswochenendes stellen die Freunde Guter Musik Kalle Laar als Instrumentalisten im Duo mit dem japanischen Perkussionisten Takashi Kazamaki vor. Die beiden arbeiten bereits seit 1989 zusammen und haben mittlerweile auf Tourneen in Europa, USA und Japan mehr als 80 Konzerte gegeben und mehrere CDs eingespielt. Kalle Laar ist Musiker und Komponist mit multikulturellem Hintergrund (in Deutschland geboren, aber lettisch-estnischer Herkunft). Zur Verwirklichung seiner musikalischen Vorstellungen setzt er Komposition und Improvisation gleichermaßen ein – diese bedingen einander, eines entsteht aus dem anderen. Laar verwendet vornehmlich akustische und elektrische Gitarren. Der Gitarrenklang wird…

DJ Kalle Laar

19.04.1997 Institut Unzeit Gelbmix I – Party 15 Jahre gelbe MUSIK

Slawterhaus

08.04.1997 Ballhaus Naunynstraße 10 Jahre SLAWTERHAUS (Berlin / Amsterdam) mit Johannes Bauer (Posaune), Dietmar Diesner (Saxophone), Peter Hollinger (Schlagzeug, Objekte) & Jon Rose (Sampler, Violine) Am 14. April 1987 trat SLAWTERHAUS zum ersten Mal an die Öffentlichkeit: die Premiere fand statt in einer Cottbusser Galerie, dem „Glaskasten“. Ein ost-west-deutsches Joint Venture hatte Johannes Bauer zusammen mit Dietmar Diesner (beide Ost) und Peter Hollinger (West) ins Leben rufen wollen; es stellte sich heraus, daß dieses Vorhaben unter politisch-strategischen Gesichtspunkten leichter zu verwirklichen bzw. überhaupt erst möglich sein würde durch die Einbeziehung einer dritten, außenstehenden, d.h. ausländischen Partei: diesem Umstand verdankt sich die Tatsache, daß der damals in Berlin lebende, in England gebürtige Australier Jon Rose zur…

Jim O’Rourke / Oval / Nicolas Collins

26.03.1997 Büroetagen am Checkpoint Charlie „Büromusic“ – Musik in unvermieteten Neubauten, Jim O’Rourke (Chicago) – Computer Oval (Berlin) – computergenerierte Unikat-CDs Nicolas Collins (New York/Berlin) – posaunengetriebene Elektronik „A Remix concert. Retakes, reruns. Not a performance but three guys at work. ISO 9000. The digital underbelly of new music. Musicians under glass. Music as honest toil, as practiced by other white collar workers around the world. BÜROMUSIC.“ Markus Popp / Oval sitzt im Muster-Büro des Checkpoint Charlie Marketing Centers im Erdgeschoß des Philip-Johnson-Hauses und tut dort, was er normalerweise um diese Zeit an einem Mittwochabend tut: er arbeitet am Computer, produziert neue CDs. Ein flinker Fahrrad-Kurier bringt die noch warmen CDs zum Veranstaltungsort in der Zimmerstraße,…

Terry Riley / Stefano Scodanibbio

22./23.01.1997 Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof „Premieres (1997)“ – Duos & Solos Terry Riley (Oakland/USA) – Klavier, Keyboard, Stimme, Tampura Stefano Scodanibbio (Pollenza/Italien) – Kontrabass Vor einigen Jahren besuchte Terry Riley eine Solo-Performance Stefano Scodanibbios in einer Kunstgalerie in Los Angeles. Wie wohl jeder, der Sconanibbio spielen gehört hat, war Riley erstaunt über Tonumfang und Vielfalt der Klangfarben, die ihn eher an ein Kammerensemble als an einen einzelnen Kontrabaß denken ließen. Schon diese erste Begegnung weckte in ihm den Wunsch nach einer Zusammenarbeit, die dann ein paar Jahre später mit einem Besuch Scodanibbios auf Rileys „Sri Moonshine Ranch“ begann. Einige der neuartigen Spieltechniken und Klangeffekte, die Scodanibbio für den Kontrabaß entwickelt hat, erinnerten Riley an indische…

Makiko Nishikaze

15.12.1996 Institut Unzeit Musik am Sonntagnachmittag 56 Shades I-V 1995/96  UA – Klavier Das Thema meiner Arbeit ist „Hören“. Ich stelle unser aller Neigung in Frage, Musik mehr und mehr auf eine passive Weise wahrzunehmen. Wir tendieren dazu – ich selbst eingeschlossen – den Klängen zu folgen, gerade so wie sie in Erscheinung treten. Ich habe begonnen, mich für das Konzept eines Bruchs mit dieser traditionsgebundenen Hörweise zu interessieren, der den Weg freimacht für neue Entwicklungen und für Kreativität. Was ich in meiner Musik zu erreichen versuche, ist, Klänge zu schaffen, die zum aufmerksamen Hören einladen. Während ich das gestische Repertoire meiner Musik beschränke, bin ich stark interessiert an subtilen Veränderungen: der Noten, der Intervalle, der…

Martin Riches / Emmett Williams

17.11.1996 Institut Unzeit Musik am Sonntagnachmittag 55 Martin Riches (Berlin) – „MotorMouth“ – eine sprechende Maschine, Work-in-Progress Emmett Williams (Berlin) – „The Boy and the Bird“ – Performance „MotorMouth“ ist, wie der Name schon sagt, eine mechanische Analogie zum menschlichen Sprechapparat. Die Maschine spricht auf dieselbe Weise wie der Mensch, mit Luft, mit einem Kehlkopf und sich bewegenden Lippen und Zunge. Wie ein Mensch, wohlgemerkt: ohne Lautsprecher und ohne elektronische Klangerzeugung. Ein Automat im Sinn von E.T.A Hoffmann. Die Maschine hat jetzt eine Entwicklungsstufe erreicht, auf der sie alle Vokale und mehrere Diphtonge und Halbkonsonanten aussprechen kann. Das Projekt wird fortgesetzt. Die nächste Stufe wäre wohl, der Maschine die restlichen Konsonanten beizubringen. (Martin Riches) „The…

STAALPLAAT in Berlin

01.08. – 08.09.1996 Berliner Prater, Eimer, Institut Unzeit, Wasserspeicher Galerie o zwei und Freunde Guter Musik Berlin präsentieren: STAALPLAAT in Berlin / Sonderangebot Im August 1996 wird sich das Amsterdamer Label STAALPLAAT erstmals in Berlin präsentieren können. Eingeladen und organisiert von o zwei und Freunde Guter Musik Berlin, ist das Zentrum der Berliner STAALPLAAT-Aktivitäten der neueröffnete Berliner Prater Garten. Hier, wie auch an anderen Orten, wird STAALPLAAT live zu erleben sein. STAALPLAAT ist eine Idee, ein Label, ein Rundfunkprogramm, ein Verlag, ein Vertrieb und Musikgeschäft in Amsterdam, dieses Jahr nun für vier Wochen in Berlin. STAALPLAAT hat Gruppen wie das Hafler Trio, Zoviet France, Muslimgauze oder Laibach als erste der Öffentlichkeit vorgestellt. Geschätzt wird STAALPLAAT…

People Like Us

08.09.1996 STAALPLAAT Klub im Berliner Prater mit Co Caspar & Sniper

Zeitschrift „subraum“

06.09.1996 STAALPLAAT Klub im Berliner Prater mit Zen Faschisten & Gästen

Noriko

05.09.1996 STAALPLAAT Klub im Berliner Prater From the Forest of Tigers and Spirits – Video & CD (Japan)

Stern-CD und artefakt.Magazin

01.09.1996 STAALPLAAT Klub im Berliner Prater Präsentation

BMB con

30.08. – 01.09.1996 Wasserspeicher Performances Zum Abschluß des STAALPLAAT-Festivals wird das holländische Trio BMB con an drei Tagen im Wasserspeicher im Prenzlauer Berg eine raumbezogene Performance entwickeln. BMB con arbeiten mit Elektronik, (Solar-)Energie, Naturmaterialien, Pyrotechnik. Zu den verwendeten Materialien zählen Eis, Autobatterien, Richtmikrophone, Insekten, Magnesium, und die große Vorliebe der drei Performer gilt den „kraak geluiden“: knackenden, berstenden Klängen, die durch Kontaktmikrophone verstärkt werden.

TMRX

29.08.1996 STAALPLAAT Klub im Berliner Prater Soundcollage

Thomas Köner & Jürgen Reble

25.08.1996 Institut Unzeit Alchemie – Film-Klangprojektion Die ALCHEMIE Aufführung umfaßt eine ca. einstündige Film- und Klangprojektion. Das Grundmaterial dieses Werkes zersetzt sich während der ALCHEMIE und vergeht. Jede ALCHEMIE ist daher einmalig und einzigartig. Während der Projektion entstehen zunächst kaum wahrnehmbare Formen, aus dem Nichts hervorgehoben und zurücksinkend, langsam pulsierend. Allmählich sich offenbarende Bilder werden brüchig, gewinnen mehrdeutige Form, streben in die abstrakte Metrik der Filmemulsion. Die Auflösung des Filmträgers ist unaufhaltsam und trifft die Performance auf ihrem Höhepunkt: die Projektion verbrennt die Bilder und beendet sich selbst. Das Material, aus dem das Werk sich entfaltet, ist eine vorbereitete, 10m lange Filmschleife, noch nicht entwickelt und unfixiert. Diese Filmschleife wird während ihrer Projektion mit verschiedenen…

Fiona Tan

25.08. – 08.09.1996 STAALPLAAT Klub im Berliner Prater Installation

Muslimgauze

24.08.1996 Institut Unzeit Industrial Raga – mit Werner Durand, Ben de Biel & Chris Keller Muslimgauze ist im wesentlichen das Projekt eines einzelnen Mannes: Bryn Jones aus Manchester. Seine Musik ist ebenso kompromißlos wie die ihr korrespondierende politische Motivation. Seit mehr als 15 Jahren produziert Muslimgauze seine perkussiven Patterns zwischen sanftem Ambient Dub und heftigen ethnischen Rhythmen. Ereignisse im Nahen Osten bilden die Inspirationsquelle für seine Musik. Seine – durchaus nicht unumstrittene – extreme proarabische Haltung spiegelt sich auch in den Titeln seiner Veröffentlichungen und in den begleitenden Texten. Muslimgauze hat eine große Zahl von Kassetten, LPs, CDs und DATs bei verschiedenen Labels veröffentlicht, auf denen er seine musikalischen Ideen in langsamer, schrittweiser Variation entwickelt….

Chi

23.08.1996 STAALPLAAT Klub im Berliner Prater Afro Pop

Dominique Petitgand

20. – 22.08.1996 STAALPLAAT Klub im Berliner Prater Hörspiel

Reptilicus

19.08.1996 STAALPLAAT Klub im Berliner Prater Industrial Techno

O Yuki Conjugate & Sons Of Silence = Spoke

17./18.08.1996 STAALPLAAT Klub im Berliner Prater Klangperformance mit Fahrrädern u.a.

Fetisch Park

15.08.1996 STAALPLAAT Klub im Berliner Prater Video-, Klang- & Textperformance

Marc Marc

15.08. – 05.09.1996 STAALPLAAT Klub im Berliner Prater Interaktive Installation im Prater Garten

Zbigniew Karkowski

14.08.1996 STAALPLAAT Klub im Berliner Prater Performance

Charlemagne Palestine

14.08.1996 Institut Unzeit Klavier & Gespräch Folgend auf seine Carillon-Konzerte bei Sonambiente stellt Charlemagne Palestine im Rahmen einer Soirée im Institut Unzeit seine Musik im Gespräch mit Roland Spekle und Matthias Osterwold vor. Anhand kurzer Klavierstücke wird er seine ungewöhnliche hämmernde (strumming) Spieltechnik demonstrieren, die er als eine Variation über die Techniken des Carillon-Spiels entwickelte. „Charlemagne Palestine ist neben LaMonte Young, Riley, Glass, Reich und Conrad einer der Begründer der Minimal Music. Minimal Music war eine Reaktion auf die intensive Komplexität der damaligen zeitgenössischen Musik, wie sie etwa von Stockhausen und Boulez komponiert wurde. Palestine behauptet, daß die Minimal Music unabhängig von dem, was sie wurde, einem spontanen, ungeplanten und potentiell heiligen Ort entsprang. Seine…

Deutsch Nepal & Inanna

13.08.1996 STAALPLAAT Klub im Berliner Prater Dark Ambient

Ian Van Riel

13. – 24.08.1996 STAALPLAAT Klub im Berliner Prater Klang- & Filminstallation

Kapotte Muziek

11.08.1996 STAALPLAAT Klub im Berliner Prater

Kapotte Muziek mit Co Casper

10.08.1996 Eimer Musica povera mit Straßentrödel & Staubsaugern